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Weidlinger Guenther Wien Marathon 2010 OELV KatzenbeisserAm Sonntag, 12. August um 12 Uhr MESZ startet in London mit dem Männermarathon eines der großen Highlights der Olympischen Sommerspiele.

Am Schlusstag der Spiele geht im letzten Bewerb der Leichtathletik auch Günther Weidlinger ins Rennen. Der 34-jährige Oberösterreicher ist sozusagen der Veteran im österreichischen Leichtathletikteam. Zum vierten Mal tritt er bereits bei Olympischen Spielen an.

Kurven und Steigungen verdauen
Den Frauenmarathon am vergangenen Sonntag hat der Union Neuhofen Athlet selbstverständlich genau im Fernsehen verfolgt, um Informationen für seinen eigenen Start zu bekommen: „Das Rennen wird sicher erst hinten hinaus entschieden, weil man sehen muss, wie jeder die vielen Kurven und Steigungen verdauen wird. Die Frauen sind zunächst taktisch gelaufen, aber darauf kann man keinen Rückschluss auf das Männerrennen ziehen. In jedem Fall ist die Euphorie in London ist riesig, darauf freue ich mich sehr!“, so Weidlinger. Die Strecke ist gleich wie bei den Frauen. Eine Startrunde mit 3,571km und drei größere Schleifen zu je 12,875km sind zurückzulegen. Start und Ziel sind auf der „Mall“ nahe Buckingham Palace. Dem Olympiastadion im Osten der Stadt kommt der Marathon niemals nahe.

Zurückhaltender Start soll gutes Finish bringen
Weidlinger plant sein Rennen defensiv anzulegen: „Ich möchte noch Kraft für die zweite Hälfte haben und am Ende schneller werden. Die Platzierung und die Zeit stehen in den Sternen, damit beschäftige ich mich nicht.“ Als Orientierungspunkt wird er eine Zeittabelle (in Meilen!) auf die Hand schreiben, die auf 2:14 Stunden hinausläuft. Die späte Startzeit um 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr MESZ) gefällt ihm nicht unbedingt: „Um diese Zeit wäre ich lieber schon im Ziel. Es kann auch sehr heiß sein in London, da ist ein Marathon über die Mittagszeit nicht das Beste für die Läufer.“

Das vierte Mal bei Olympia
Bisher hat in der heimischen Olympiageschichte unter den Leichtathleten lediglich Zehnkämpfer Georg Werthner vier erfolgreiche Olympiateilnahmen geschafft. Das Besondere bei Weidlinger: Er startete jedes Mal in einem anderen Bewerb. In Sydney 2000 über 3000m Hindernis (dort erreichte er als hervorragender Achter sein bestes Resultat), in Athen 2004 über 5000m und in Peking 2008 über 10.000m. Und nun also im Marathon.

Mit dem Training im Plan
„Das Training hat in den letzten Wochen sehr gut geklappt und ich bin mit meiner Vorbereitung sehr zufrieden. Ein vierwöchiges Trainingslager in St. Moritz war sehr intensiv mit rund 800km Gesamtleistung. Ganz am Ende war ich leider verkühlt und habe zwei Tage vor dem geplanten Ende abgebrochen“, so Weidlinger, der sich bei Wettkämpfen heuer rar gemacht hat. Durch eine Verletzung im April stand im Frühjahr etwas mehr Alternativtraining am Plan, ansonsten hat er die Vorbereitung genauso angelegt wie bei seinen bisherigen Marathons. Speziell wird London dennoch. Heinrich Weidlinger, sein Vater und Trainer: „Das Rennen ist schwieriger zu laufen als ein Städtemarathon, da die Planung viel schwieriger ist: es gibt keine Pacemaker, keine Radbegleitung, keine so perfekte Verpflegung. Man muss also selber das richtige Anfangstempo erwischen und dann auf gute Beine hoffen.

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Nervosität wegen entzündetem Finger
Für kurze Zeit stand Weidlingers Olympiastart auf des Messers Schneide. Eine Entzündung am rechten Ringfinger ließ ihn vergangene Woche um die Teilnahme bangen. „Ich habe mich bei der Gartenarbeit bei einem Brombeerstrauch gestochen. Zuerst habe ich das gar nicht bemerkt. Der Finger hat sich jedoch entzündet und es ist ein riesiger Eiterherd entstanden, der unglaublich gepocht hat. Danke an meinen Arzt für die viele Hilfe, es ist rechtzeitig abgeheilt!

Favoriten auf Gold
Der Kampf um die Medaillen wird wohl eine rein afrikanische Angelegenheit. Wilson Kipsang, der in Frankfurt mit 2:03:42 Stunden knapp an den Weltrekord heran gelaufen ist und heuer auch den London Marathon gewinnen konnte, Doppelweltmeister Abel Kirui und Emmanuel Mutai, Streckenrekordler beim London Marathon, gehen für Kenia ins Rennen. Äthiopien setzt hingegen auf Newcomer. Ayele Abshero (21) ist heuer bei seinem ersten Marathon überhaupt in Dubai 2:04:23 Stunden gelaufen. Dazu schicken die Ostafrikaner Dino Sefir (2:04:50 in Dubai) und Getu Feleke (2:04:50 in Rotterdam) auf die Strecke.

Foto ÖLV/Katzenbeisser


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