Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Gruenberg Kira OEM Halle 2011 OELV KatzenbeisserIvona Dadic im Siebenkampf nach erstem Tag an elfter Stelle. Thomas Kain holt mit Bestzeit den 14. Platz über 400m Hürden. Rosalie Tschann 22. über 200 Meter.

Kira Grünberg (ATSV Innsbruck) schaffte bei den IAAF U20-Weltmeisterschaften in Barcelona den ersten Finaleinzug für das österreichische Team! Die Tirolerin überquerte 4,05 Meter, erzielte damit neuen ÖLV U20-Rekord (den alten Rekord von 4,01 Meter sprang sie selbst 2010) und qualifizierte sich aus 29 Athletinnen für das Finale der Top-12.

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Ihre Einstiegshöhe von 3,85 Meter meisterte Kira gleich im ersten Versuch. Bei 3,95 Meter brauchte sie einen zweiten Anlauf. Die 4,05 Meter als nächste Höhe sollten die Entscheidung um das Finale bringen. Noch nie hatte die Fünfte der Olympischen Jugendspiele 2010 und Zehnte der Jugend-WM 2009 eine solche Höhe im Wettkampf geschafft. Im entscheidenden Moment konnte sie jedoch ihr Können zeigen und im zweiten Versuch die neue Rekordhöhe springen. Insgesamt acht Athletinnen schafften auch die direkte Qualifikationshöhe von 4,10 Meter. Vier weitere mit übersprungenen 4,05 Meter kamen ebenfalls in den Endkampf. Der Sprung von Kira kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Diejenigen, die 4,05 Meter im dritten Versuch überquerten, müssen im Finale zuschauen.

Ich bin sehr glücklich, dass ich mich qualifiziert habe, noch dazu mit neuem Rekord!“, war sie hochzufrieden. „Ich bin im Training schon 4,10 Meter gesprungen, daher wusste ich, dass ich es kann. Als ich über 4,05 Meter gekommen bin, war mir klar, dass ich mich qualifiziert habe. Mein Vater, der auch mein Trainer ist, hat dann gesagt, dass ich auch noch 4,10 Meter versuchen soll. Jetzt freue ich mich sehr aufs Finale. Ich hoffe, dass ich dort einige gute Sprünge machen kann.“ Das Stabhochsprungfinale mit Kira Grünberg findet am Samstag, 14. Juli, ab 19:05 Uhr statt.

Ivona Dadic an elfter Stelle nach erstem Tag des Siebenkampfs
Ivona Dadic (PSV Hornbach Wels) liegt nach dem ersten Tag des Siebenkampfes mit 3397 Punkten an elfter Stelle. Die ÖLV-Rekordlerin startete mit persönlicher Mehrkampfbestleistung über 100m Hürden in den Siebenkampf. In 14,55 Sekunden steigerte sie sich trotz Gegenwind von 1,1m/s um acht Hundertstelsekunden gegenüber ihrer Marke von Götzis. „Ich habe seit einigen Tagen muskuläre Probleme im linken Oberschenkel, aber jetzt ist es gut gegangen. Der Lauf war gut, ich bin mit dieser Zeit zufrieden.“ Im Hochsprung brauchte sie über 1,69 Meter und 1,72 Meter jeweils drei Versuche. Die 1,75 konnte sie dann nicht mehr überspringen, womit sie auf ihre Bestleistung (1,79m) und gegenüber ihrem besten Mehrkampf in Götzis (1,76m) etwas verloren hat. Im Kugelstoß kam sie mit 12,27 Meter im ersten Versuch in den Bereich ihrer Bestleistung. Die 200 Meter lief sie bei Gegenwind in 24,46 Sekunden. „Diese Zeit war nicht gut. Es war auch schwierig, auf Bahn 2 ganz innen zu laufen“, sagte sie über den vierten Bewerb. „Insgesamt war es kein schlechter Tag, aber es war viel mehr drin. Die Probleme im Oberschenkel sind eine Verhärtung. Unsere Physiotherapeutin behandelt es gut.

Siebenkampf Ivona Dadic (1. Tag)
100m Hürden 14,55sec (-1,1) | 902 Punkte
Hochsprung 1,72m | 879 P.
Kugelstoß 12,27m | 679 P.
200 Meter 24,46sec (-0,9) | 937 P.
Zwischenstand: 3397 Punkte | 11. Platz

Thomas Kain holt mit Bestzeit 14. Platz über 400m Hürden
Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal) zeigte beim Saisonhöhepunkt mit persönlicher Bestzeit im Semifinale über 400m Hürden auf. Er verbesserte seine Rekordmarke von der Juniorengala in Mannheim um 24/100 auf 51,51 Sekunden und erreichte insgesamt den 14. Platz. Dass er trotz eines nicht optimalen Rennens eine neue Bestleistung erzielen konnte, unterstreicht sein Potential. „Ich bin kein gutes Rennen gelaufen, es war zu unruhig“, analysierte er selbstkritisch. „Ich hatte Probleme bei der dritten und fünften Hürde und musste den Schrittrhythmus wechseln. 80 Meter vor dem Ziel habe ich gehofft, noch nach vorne zu kommen, aber stattdessen haben mich die anderen überholt. Schade, ich war noch etwas müde von gestern. An einem guten Tag kann ich noch drei Zehntelsekunden schneller laufen.

Für den Finaleinzug über die Zeitregel waren 51,11 Sekunden nötig. Dass Thomas Kain sich gut verkauft zeigt, zeigt ein Blick in die Entry-List. Vor dem Bewerb lag er mit seiner alten Bestleistung an 25. Stelle, nun hat er den 14. Platz geholt!

Rosalie Tschann holt 22. Platz im 200m-Semifinale
Rosalie Tschann (ULC Dornbirn) kämpfte sich im 200m-Semifinale in 24,50 Sekunden (+0,4) auf den 22. Platz. Damit blieb sie unter der Zeit vom Vorlauf (24,61), konnte bei ihrem insgesamt vierten Rennen in Barcelona ihre Möglichkeiten aber nicht mehr voll ausschöpfen. Über 100 Meter hatte sie am Mittwoch bereits den 14. Platz erreicht. „Ich habe heute in der Früh schon bemerkt, dass ich müde bin. Ich bin nicht gewohnt, vier Rennen in drei Tagen zu laufen. Die Müdigkeit sitzt zu 60 Prozent in meinem Kopf. Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist. In Zukunft muss ich öfter gegen stärkere Gegner laufen. Die Weltmeisterschaften haben mich sicher weiter gebracht. Meine Lieblingsdisziplin bleiben die 100 Meter“, zog sie Bilanz. Am Vormittag hat sie sich als Dritte ihres Heats auf direktem Weg ins 200m-Halbfinale gekämpft.

Foto ÖLV/Katzenbeisser


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