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LaufenIAAF World Indoor Championships Istanbul, 9.-11. März 2012: Beate Schrott, Andreas Rapatz, Raphael Pallitsch für ÖLV am Start

Bei der Leichtathletik Hallen-WM in Istanbul von 9.-11. März ist Österreich mit einem dreiköpfigen Athletenteam vertreten. Beate Schrott (Union St. Pölten) startet über 60m Hürden, Andreas Rapatz (VST Laas) und Raphael Pallitsch (Laufimpuls Oggau) laufen die 800 Meter. Mit dem 1500m-Spezialisten Andreas Vojta (team2012.at) hat ein weiterer ÖLV-Athlet das Limit unterboten. Er konzentriert sich jedoch ganz auf die Olympiavorbereitung für London und lässt die Hallen-WM aus.

„Viele unserer Athleten haben in der Hallensaison mit starken Leistungen aufgezeigt. In Istanbul sind Vertreter der jungen Garde am Start, die den Generationswechsel in der österreichischen Leichtathletik verdeutlichen. Die Hallen- WM ist eine hervorragende Gelegenheit sich gegen internationale Konkurrenz zu behaupten. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen hat die WM heuer besonderen Stellenwert“, betont ÖLV-Präsident Ralph Vallon.

Nationenrekord und Weltstars
683 Athletinnen und Athleten aus 172 Nationen sind für die Titelkämpfe gemeldet. Noch nie waren Sportler aus so vielen Ländern vertreten. Die bisherige Höchstzahl von 147 Nationen gab es vor vier Jahren bei der Hallen-WM in Valencia. Mit Stars wie Jelena Isinbayeva, die sich kürzlich mit Stabhochsprung Hallen-Weltrekord auf höchster Ebene zurück gemeldet hat, und Hürdensprinterin Sally Pearson, der IAAF Welt-Leichtathletin des Jahres, sind die Meisterschaften glänzend besetzt.

Starke ÖLV-Hallensaison
ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber ist mit dem WM-Team und dem bisherigen Verlauf der Hallensaison zufrieden. „Es wurden gleich viermal österreichische Rekorde gebrochen. Die Größe der Mannschaft für Istanbul entspricht genau unseren Erwartungen. Man muss berücksichtigen, dass Athleten wie Ryan Moseley, Brenton Rowe, Andreas Vojta und Jennifer Wenth bewusst keine Hallensaison mit Blickrichtung WM absolviert haben. Unsere Marathonläufer und Werfer, die zum Teil schon für London qualifiziert sind, haben in der Halle keine Startmöglichkeit. In manchen Disziplinen wie im Mehrkampf oder in den Sprüngen sind die Limits für die Hallen-WM sogar schärfer als für die Olympischen Spiele.

Hürden-Ass mit harter Konkurrenz
Beate Schrott hat heuer den ÖLV-Rekord über 60m Hürden auf 8,02 Sekunden gesteigert und damit ihr internationales Niveau unterstrichen. „Die Hallen-WM ist am Weg zu Olympia sehr wichtig für mich“, sagt die 23-jährige Medizinstudentin. „Mein Ziel ist das Semifinale. Wenn es gut läuft, ist das drin. Am wichtigsten ist ganz klar der Start, hier entscheidet sich am meisten. Irgendwo im Hinterkopf habe ich auch den Finaleinzug, das wäre ein Traum!“ Sportdirektor Gruber: „Im Bereich 8,00 bis 8,10 Sekunden ist die Konkurrenz sehr eng zusammen. Da geben Kleinigkeiten den Ausschlag. Ich glaube, dass Beate für einen möglichen Finaleinzug eine persönliche Bestleistung brauchen wird.

Semifinale wieder im Programm: ÖLV-Protest erfolgreich!
Für die 800m-Rennen, in dem Österreich mit zwei Läufern vertreten ist, hat der ÖLV im Vorfeld einen diplomatischen Erfolg verbuchen können. Die IAAF hatte die Semifinalbewerbe aus dem Programm gestrichen. Aus den Vorläufen wären nur die jeweiligen Sieger eine Runde weiter und damit direkt ins Finale gekommen. Für das Gros der Teilnehmer hätte die WM damit keine Perspektive geboten. Der ÖLV Protest bei den Technischen Delegierten zeigte jedoch Wirkung, die Semifinale sind wieder im Programm.

800m-Duo Rapatz und Pallitsch
Für Andreas Rapatz und Raphael Pallitsch jedenfalls eine gute Nachricht. Rapatz kommt mit neuem ÖLV-Hallenrekord von 1:46,65 Minuten nach Istanbul. Nachdem er die Freiluftsaison 2011 verletzungsbedingt auslassen musste, ist er nun schneller als zuvor. „Ich bin froh, nach diesen Problemen wieder dabei zu sein. Das Semifinale ist absolut mein Ziel. Es wird sicher hart um die Positionen gekämpft, da gibt es oft auch blutige Knie und Schienbeine.“ Dank seiner neuen Bestzeit hat Rapatz erstmals Startplätze in der höchsten Meetingkategorie, den IAAF Permit Meetings, erhalten. „Die Rennen in Lievin und Birmingham waren eine sehr wichtige Erfahrung für ihn“, so Hannes Gruber. „Wenn er so clever läuft wie bei der Hallen- WM vor zwei Jahren in Doha, wo er im Semifinale war, und wenn er noch die Hochform vom Rekordlauf hat, dann ist vielleicht sogar das Finale möglich.“ Der 22-jährige Burgenländer Raphael Pallitsch ist der jüngste im ÖLV-Team und blickt seiner ersten WM-Teilnahme entgegen. „Ich habe mich heuer dreimal gesteigert und das WM-Limit knapp aber doch unterboten“, sagt er. „Ich bin darauf eingestellt, aktiv und couragiert zu laufen. In der Entry List liege ich eher weiter hinten, aber die Chance auf den Semifinalaufstieg existiert.“ Sportdirektor Gruber: „Für ihn spricht seine Spurtstärke, allerdings hat er noch wenig internationale Erfahrung. Er hat sich nach einer Verletzung zurückgekämpft und kann nur positiv überraschen.“

Freitag, 9. März
9:10 Uhr 800m Vorläufe mit Rapatz, Pallitsch
16:00 Uhr 60m Hürden Vorläufe mit Schrott
Samstag, 10. März
10:50 Uhr 800m Semifinale
16:10 Uhr 60m Hürden Semifinale
18:45 Uhr 60m Hürden Finale
Sonntag, 11. März
15:20 Uhr 800m Finale


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