Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Die Schweizerin Chiara Scherrer stellte am Samstag einen neuen Landesrekord auf.

Die Ostschweizerin verbesserte über die fünf Kilometer die bisherige Rekordmarke um fast eine Minute. Ebenfalls eine starke Leistung zeigte die deutsche Läuferin Alina Reh bei ihrem Comeback nach monatelanger Trainingspause aufgrund einer Herzmuskelentzündung.

Um 56 Sekunden gesteigert

Chiara Scherrer bestritt am Samstag im Rahmen der 20 Kilometer von Lausanne den 5-Kilometerlauf. Dort belegte sie hinter der Afrikanerin Cynthia Kosgei Chepchirchir den 2. Platz. Mit 15:33 Minuten ist sie aber die erste Läuferin aus der Schweiz mit einer Zeit unter 16 Minuten. Den bisherigen Rekord hielt die Walliserin Agnès McTighe mit 16:29 Minuten. Scherrer steigerte diese Bestleistung nun um 56 Sekunden. Sie wollte vorrangig eine Zeit unter 16 Minuten laufen. Dies gelang ihr eindrucksvoll, obwohl für sie durchaus noch mehr möglich war. Denn Scherrer musste praktisch das gesamte Rennen alleine laufen, ehe sie am letzten Kilometer noch von der Kenianerin Kosgei überholt wurde. Die hatte nach 15:24 Minuten neun Sekunden Vorsprung auf die 26-Jährige Schweizerin.

Mehrere Monate Pause nach schweren Impfnachwirkungen

Ebenfalls Grund zum Jubeln hatte am Samstag Alina Reh. Die 24-Jährige gewann in Pliezhausen die Deutschen Meisterschaften über die 10.000 Meter. Und das kam doch etwas überraschend. Denn Reh erlitt im Dezember kurz nach einer Covid-Impfung eine Herzmuskelentzündung. Anschließend folgte eine mehrmonatige Trainingspause, sodass sie erst vor wenigen Wochen in das Training einsteigen konnte.

Nachlese dazu:

EM-Limit als zusätzliche Belohnung

Ihre herausragende Form, die sie vor der Herzmuskelentzündung hatte (Bronze bei den Crosslauf-Europameisterschaften), fand sie aber schnell wieder. Bei den nationalen Meisterschaften über die 10.000 Meter wurde Alina Reh bereits nach vier Kilometern mit Domenika Mayer und Katharina Steinruck ihren schärfsten Rivalinnen los. Nach 16:07 Minuten über die ersten 5.000 Meter konnte Reh auf der zweiten Streckenhälfte sogar noch leicht zulegen. Mit 32:06,63 Minuten holte sie schlussendlich nicht nur souverän den Sieg, sondern sie blieb auch unter der EM-Norm (32:20 Minuten) für München. Platz 2 belegte mit persönlicher Bestzeit Katharina Steinruck (32:26,28 Minuten) vor Eva Dietrich und Domenika Mayer.

Bei den Herren triumphierte nach 28:11,69 Minuten Simon Boch vor Filmon Abraham und Homiyu Tesfaye.


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