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Schrott Beate 2011 OELV LilgeOlympia-Athletinnen Schrott und Dadic glänzen bei Rieder Leichtathletiknacht

Die Schweiger Sport Christian Leichtathletiknacht in Ried im Innkreis brachte bei hervorragenden äußeren Bedingungen und toller Stimmung viele nationale und internationale Topleistung. Die österreichischen Olympia- und EM-Teilnehmer Beate Schrott, Ivona Dadic, Victoria Schreibeis und Dominik Distelberger haben mit starken Vorstellungen begeistert. Die im Rahmen der Veranstaltung ausgetragenen Staatsmeisterschaften im 3000m Hindernislauf entschieden die Oberösterreicher Valentin Pfeil und Stefanie Huber für sich.

 

Wichtige Siege für Beate Schrott
Beate Schrott (Union St. Pölten), die vom ÖOC bereits fix für die Olympischen Spiele nominiert ist, glänzte über 100m Hürden mit zwei wichtigen Siegen über die ehemalige Hallen-Weltmeisterin Derval O’Rourke aus Irland. Schon im Vorlauf erzielte Schrott starke 13,01 Sekunden (Wind -0,2) vor O’Rourke (13,26), die bis zur Mitte des Rennens geführt hatte. Gleiches schaffte sie im Finale in einem packenden Rennen mit 13,07 Sekunden (Wind -0,3) haarscharf vor der Irin, die in 13,09 neue Saisonbestleistung erzielte. „Mit diesen Zeiten und dem Sieg bin ich sehr zufrieden. Im Finale hätte ich mir etwas mehr erhofft, aber da ist die Spannung etwas abgefallen“, kommentierte Schrott. Victoria Schreibeis (DSG Volksbank Wien) zeigte ein gutes Rennen und bestätigte mit 13,35 Sekunden (-0,2) exakt ihr bereits erbrachtes EM-Limit für Helsinki. „Es ist gut gelaufen, im Finale habe ich zu viel gewollt“, meinte sie.

Ivona Dadic fliegt zu Weitsprungbestleistung
Spannende Konkurrenzen gingen im Weitsprung über die Bühne. Bei den Frauen glänzte Ivona Dadic (PSV Hornbach Wels) drei Wochen nach ihrem Siebenkampf-Olympialimit von Götzis mit neuer persönlicher Bestleistung im Weitsprung. Die 18-jährige Oberösterreicherin erzielte 6,30 Meter (Wind +0,2) und setzte sich damit an die Spitze der ÖLV-Jahresbestenliste. Damit überbot sie das Einzellimit für die U20-WM von Barcelona, wo sie im Juli im Siebenkampf antreten wird. „Wir haben gewusst, dass die 6,30-Meter-Marke bald einmal fallen muss. Ich bin sehr froh, dass es heute geklappt hat. Die Anlage und das Publikum waren super. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die U20-WM und auf Olympia“, so Dadic. Ihre bisherige Bestmarke von 6,14 Meter hat sie in Ried bereits im zweiten von sechs Versuchen übertroffen. Zum Abschluss ihres starken Auftritts flog sie nochmals auf 6,21 Meter. In Ried holte sie damit den dritten Platz hinter der Britin Dominique Blaize (6,45m) und der Südafrikanerin Lynique Prinsloo (6,36m).

Weiter Fortschritte bei Dominik Distelberger
Im Weitsprung der Männer begeisterte der Litauer Darius Aucyna mit der Siegerweite von 7,82 Meter und zwei weiteren Sprüngen auf 7,80 Meter. Zehnkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) setzte seinen Weg zu guter Form im Vorfeld der Europameisterschaften fort. Nach einer Sprunggelenksverletzung erzielte er in Ried neue Saisonbestleistung von 7,21 Meter im Weitsprung und 22,05 Sekunden über 200 Meter. „Es geht vorwärts. Im Weitsprung habe ich mehrere Versuche gebraucht, bis ich reingekommen bin. Ich war etwas müde, weil ich viel trainiert habe, aber insgesamt bin ich zufrieden“, so Distelberger.

Athleten aus U20-WM Team im Formtest
Mehrere Nachwuchsathleten aus dem bereits 13-köpfigen ÖLV-Team für die U20-WM in Barcelona nutzten das Austrian Top Meeting für gute Auftritte. 400m-Spezialistin Ines Futterknecht (ULC Riverside Mödling) über 100 Meter (12,57sec) und 200 Meter (25,20sec), Susanne Walli (Zehnkampf Union) über 200m (25,00sec) 800m-Spezialist Nikolaus Franzmair (ULC Linz) als Pacemaker im 1500m-Rennen (mit dem Kenianer James Kelwon in 3:41,11 als Sieger) und Eva Wimberger (ULC Linz) über 100m Hürden mit 14,23 Sekunden.

Saisonbestleistungen für ÖLV-Athleten
Viele weitere ÖLV-Athleten nutzten das Meeting für gute Leistungen. Doris Röser (TS Lauterach) erzielte im 100m-Vorlauf Saisonbestzeit 11,98 Sekunden (-0,5). Verena Menapace (DSG Volksbank Wien) gelang über 400m Hürden mit 59,75 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung (und Wiener Landesrekord) und holte den zweiten Platz hinter Norasheela Mohd Khalid (Malaysia) mit 59,30. Sabine Kreiner (ATSV Linz) kam an dritter Stelle auf 61,00 Sekunden. Manuel Prazak (SVS) steigerte über 110m Hürden seine Saisonbestleistung auf 14,37 Sekunden – mit dem Südafrikaner Lehan Fourie in 13,59 Sekunden als starkem Laufsieger.

Starke internationale Bewerbe
Mehrere international starke Bewerbe gingen im Rieder Leichtathletikstadion über die Bühne. Vor allem die 400 Meter der Männer waren topbesetzt. Der Ire Brian Gregan führte als Sieger mit 46,01 Sekunden insgesamt fünf Läufer unter die 47-Sekunden-Marke. Andrew Steele (GBR) holte in 46,32 Rang zwei vor dem Türken Yavuz Can (46,36), Willi de Beer (Südafrika) mit 46,56 und Richard Strachan (GBR) mit 46,93. Attraktive Höhenflüge zeigten die Italiener Matteo Rubbiani und Giorgio Piantella. Beide überquerten im Stabhochsprung 5,40 Meter und scheiterten nur knapp an der Olympiaqualifikationshöhe von 5,60 Meter.

Valentin Pfeil und Stefanie Huber holen Meistertitel im Hindernislauf
Die zum Finale des Meetings ausgetragenen Staatsmeisterschaften im Hindernislauf entschieden die Oberösterreicher Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) und Stefanie Huber (LCAV doubrava) für sich. „Einen Meistertitel zu gewinnen ist immer etwas Besonderes. Ich hatte etwas Probleme im Rücken, darum lief es nicht ganz so wie gewünscht. Aber über die Hindernisse ist es nie einfach“, sagte er nach einem Solorennen, das er in 9:11,54 Minuten vor Christoph Sander (DSG Volksbank Wien | 9:15,22) und Jakob Mayer (TS Dornbirn | 9:18,40 – zugleich Sieger U23) für sich entschied.

Bei den Frauen war Stefanie Huber deutlich voran und siegte in 10:58,10 Minuten vor Romana Oelgarte (ULC Hirtenberg | 11:08,14) und Bettina Bachl (TSV St. Georgen/Gusen | 11:10,12). „Es war immer mein Traum, österreichische Meisterin zu werden. Ich bin schon zehn Jahre Aktive und war mindestens fünfmal Zweite. Beim letzten Wassergraben hätte ich es fast nicht mehr drüber geschafft. Es freut mich riesig“, jubelte sie nach ihrem Sieg.

Foto ÖLV/Lilge

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