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Die Normen und Limits sind in der Leichtathletik bald Geschichte.

Denn mit der 2019 eingeführten Weltrangliste werden die Startplätze für zukünftige Olympische Spiele nicht mehr über Limits und Normen vergeben, sondern fast ausschließlich über die Weltrangliste.

Ausnahmen soll es nur ganz wenige geben, wenn Sportler herausragende Leistungen erbracht haben, aber trotzdem zu weit hinten in der Weltrangliste platziert sind.

Vergleichbar mit Tennis-Weltrangliste

Die neue Weltrangliste ist vergleichbar mit der vom Tennis oder Golf. Bei Meetings erhalten die Sportler Punkte. Wie viele das genau sind, hängt einerseits von der Platzierung des Athleten ab, andererseits aber auch vom Event selbst. Bei einem Diamond League Meeting mit zahlreichen internationalen Topstars gibt es natürlich mehr Punkte zu ernten, als bei einem kleinen internationalen Event. Ähnlich ist die Punktevergabe auch seit Jahrzehnten beim Tennis, wo ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier ein Vielfaches mehr an Punkten einbringt, als ein Sieg bei einem gewöhnlichen Turnier der Tour.

Damit möchte der Weltleichtathletikverband IAAF zugleich den Stellenwert der internationalen Meetings erhöhen, da nun Athleten regelmäßig an diesen Events teilnehmen müssen, um sich für Titelkämpfe zu qualifizieren.

Trials und Limits sind Geschichte

Bisher gab es internationale und nationale Normen, die erfüllt werden mussten, um bei Olympischen Spielen teilzunehmen. In Österreich wurden die Sportler zu den Spielen geschickt, die die geforderte Norm über die Disziplin erbracht haben. Das könnte in Zukunft nun zu wenig sein. Auch die Trials, wie es sie bisher zum Beispiel in den USA gab, sind Geschichte. Dort wurden die jeweils besten drei Athleten der nationalen Meisterschaften nominiert. Alle anderen Leistungen waren hingegen unbedeutend. Das führten in den USA regelmäßig dazu, das Topstars, wie Weltmeister und Weltrekordler, zu Hause bleiben mussten, weil sie beim alles entscheidenden Wettkampf nicht ihre Leistung erbrachten.

Die Weltrangliste wird erstmals für die Olympischen Spielen 2020 in Tokio angewandt.


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