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Bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Innsbruck ist am Wochenende die Crème de la Crème des Österreichischen Leichtathletik-Sports vertreten.

Innsbruck ist an diesem Wochenende Schauplatz der österreichischen Leichtathletik-Staatsmeisterschaften. Am Samstag, 6. August, ab 14:30 Uhr, und Sonntag, 7. August, ab 10 Uhr treten Österreichs Top-Leichtathleten und viele der international zuletzt erfolgreichen Nachwuchsasse im Wettstreit um Bestleistungen, Titel und Medaillen an.

WM-Team für Daegu im Formtest
Mit Andreas Vojta, Beate Schrott und Gerhard Mayer starten alle drei bisher für die Weltmeisterschaften in Daegu, Südkorea (27. August bis 4. September) qualifizierten ÖLV-Athleten. Andreas Vojta (team2012.at), Vierter der U23-EM von Ostrava über 1500 Meter, unterbricht sein Höhentraining in St. Moritz und wird voraussichtlich gleich in drei Rennen an den Start gehen. Am Samstag bestreitet er zunächst die 800 Meter sowie 90 Minuten später die 400 Meter. Am Sonntag stehen die 1500 Meter am Plan. Evtl ist auch statt den 400 Meter der 5.000m Lauf für den Gerasdorfer eine Option. Unmittelbar danach geht’s nochmals für ein paar Tage zurück nach St. Moritz, um für die WM in Daegu den optimalen Höhentrainingseffekt erzielen zu können.

Diskuswerfer Gerhard Mayer (SVS) kann mit dem WM- und Olympialimit in der Tasche befreit werfen. Nach den 63,35 Meter von Helsingborg hat er auch am vergangenen Samstag auch in Budapest mit 61,11 Meter gute Form bewiesen. Für Hürdensprinterin Beate Schrott (Union St. Pölten), die den ÖLV-Rekord über 100m Hürden vergangenen Samstag auf 12,95 Sekunden gesteigert hat, sind die Meisterschaften auch ein letzter Test vor der Universiade in Shenzhen, China. Dort trifft sie ab 18. August auf hochklassige Konkurrenz, ehe sie zur WM nach Südkorea weiter fliegt.

Österreich-Premiere für Läufer aus Down-Under
Die Staatsmeisterschaften sind auch Bühne für eine spannende Premiere. Brenton Rowe (team2012.at), der aus Australien stammende Mittelstreckenläufer mit österreichischen Großeltern und ebensolcher Staatsbürgerschaft, wird erstmals einen Wettkampf in Österreich bestreiten. Er plant, am Samstag die 800 Meter und am Sonntag die 1.500 Meter zu laufen. Interessante Rennen im Duell mit Andreas Vojta sind damit programmiert. Seit Mitte Juni ist der 24-Jährige Rowe in Europa unterwegs und hat über 1.500 Meter am 15. Juli in Bottrop 3:42,71 Minuten erzielt. Seine Bestzeit steht seit dem Vorjahr bei 3:39,68. Rowe wird bei der bevorstehenden Universiade in Shenzhen erstmals im österreichischen Nationaltrikot laufen und dort über 1500 Meter antreten.

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Theoretisch letzte Chance für WM-Limits
Der kommende Sonntag ist zugleich Limitschluss für die WM in Daegu. Nach den Staatsmeisterschaften wird der ÖLV-Vorstand das Team nominieren, eine Vergrößerung der Mannschaft für Südkorea wäre jedoch eine Überraschung.

Einige Athleten waren heuer knapp an den Limits, konnten aber verletzungsbedingt ihre Saison nicht wie gewünscht durchziehen. Über 100m Hürden ist EM-Semifinalistin Victoria Schreibeis (DSG Wien) mit 13,26 Sekunden der WM-Norm von 13,15 Sekunden recht nahe gekommen. Seit Anfang Juli hat sie jedoch Probleme mit dem Sprunggelenk und konnte nur eingeschränkt trainieren. Ein Start in Innsbruck steht für sie am Programm, die Steigerung aufs WM-Limit darf unter diesen Umständen aber nicht erwartet werden. Der 100m-Hürden-Lauf mit Schreibeis und Beate Schrott zählt aber jedenfalls zu den Highlights der Titelkämpfe.

Olympialimit noch zu früh
Jennifer Wenth (SVS) hat mit ihrem neuen ÖLV U23-Rekord von 4:11,07 Minuten über 1500 Meter vergangenen Samstag in Gent für eine Klasseleistung gesorgt. Die 20-Jährige ist damit erstmals sogar in den „Randbereich“ des WM- und Olympialimits von 4:08,90 Minuten gekommen. Wenngleich die Staatsmeisterschaften nicht die Voraussetzungen für ein absolut schnelles Rennen bieten, darf sich das Publikum auf einen Doppelstart von Wenth über 800 Meter und 1500 Meter freuen.

Moseley von Top-Form entfernt
Hallen-EM Finalist Ryan Moseley (Union Salzburg) hat seine Saison vielversprechend begonnen und Ende Mai bereits 10,32 Sekunden über 100 Meter erzielt. Das WM-Limit von 10,25 Sekunden schien in Reichweite. Am 13. Juni hat er sich in Prag jedoch an der Oberschenkelmuskulatur verletzt. Nach einer mehrwöchigen Verletzungspause ist er wieder zurück im Renngeschehen. Vergangenen Samstag hat er in Budapest 10,78 Sekunden geschafft. Für ihn geht es in erster Linie darum, wieder zu gewohnter Form zu finden, um für die Olympiasaison fit zu sein.

Endgültiges WM-Aus
Mehrkämpfer Roland Schwarzl (Union Salzburg) hat wegen gesundheitlicher Probleme (Pfeiffer’sches Drüsenfieber) heuer noch keinen vollständigen Zehnkampf absolviert. Da seine 8032 Punkte von Götzis 2010 als internationale Limitleistung gelten würden, hat er bis zuletzt daran gearbeitet, rechtzeitig in Form zu kommen. Mit einem guten Auftritt in Innsbruck wollte er sich für Daegu empfehlen. Dieses Vorhaben musste er jedoch ad acta legen: „Ich habe in den letzten Tagen einige Tests und Überprüfungen durchgeführt und bin schweren Herzens zum Entschluss gekommen, dass ich für die WM in Daegu einfach nicht mehr in die Form kommen kann, in der ich sein will!“, so Schwarzl. „Nun muss ich meine Kräfte sammeln, um mich optimal für die Olympischen Spiele in London vorbereiten zu können.“ In Innsbruck wird er voraussichtlich im Diskuswurf und Kugelstoß starten.

ÖLV-Nachwuchs und Tiroler Chancen
Praktisch alle Nachwuchsathleten, die in den letzten Wochen bei einer internationalen Meisterschaft am Start waren, treten auch in Innsbruck an, und werden wohl mehrere Titel und Medaillen holen können. So starten u.a. Junioren-Europameister Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ) im Diskuswurf und im Kugelstoß und Zehnkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) über 100m, 200m, 110m Hürden und im Weitsprung.

Aus dem Veranstalterbundesland Tirol gehen mehrere Athleten mit Medaillen und Titelchancen in den Bewerb, dazu zählen u.a. Florian Mayrhofer (TS Innsbruck Sparkasse) über 400m Hürden, der 16-jährige Lukas Wirth (ATSV Innsbruck) im Stabhochsprung, Lisa Egarter (Union Raika Lienz) im Hochsprung, Anna Feichtner (LC Raiffeisen Kundl) im Diskuswurf und Kugelstoß, Christina Scheffauer (IAC Pharmador) im Kugelstoß, Sofia Schmidl (Union Raika Lienz) im Weitsprung und Kira Grünberg (ATSV Innsbruck) im Stabhochsprung.


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