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Ivona Dadic hat das Siebenkampf-Limit für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro haarscharf verpasst.

Die Oberösterreicherin sammelte am Samstag und Sonntag beim 42. Hypomeeting in Götzis 6.196 Punkte und blieb damit um gerade einmal vier Zähler unter der geforderten Norm (6.200 Pkt.).

 „Ich kann mich über diesen Rekord leider überhaupt nicht freuen“

Die 22-Jährige stellte einen neuen österreichischen Siebenkampf-Rekord auf, die alte Bestmarke von 6.151 Zählern hatte sie im Herbst 2015 in Talence aufgestellt. „Ich habe gerade einen neuen Österreichischen Rekord aufgestellt. Nur leider kann ich mich darüber überhaupt nicht freuen. Das Olympia-Ticket um vier Punkte zu verpassen, ist unglaublich brutal“, meinte Dadic nach dem abschließenden 800-Meter-Lauf, den sie in 2:15,58 Minuten absolvierte.

Eine um wenige Hundertstel schnellere Zeit hätte gereicht, doch das Ticket ließ Dadic eindeutig im Speerwurf (46,51 m) liegen. „Ich habe sechs Meter unter meiner Bestleistung geworfen. Das war ein Aussetzer, den man sich nicht erlauben darf. Wie mir das passieren konnte, ist mir schleierhaft, im Training war ich serienweise über 49 Meter“, sagte Dadic, die den am Sonntagnachmittag einsetzenden Regen nicht als Ausrede gelten lassen wollte.

Ein großes Danke gab es trotz allem an die Fans im vollen Mösle-Stadion: „Das war Weltklasse. Die Fans haben mich ins Ziel getragen, an ihnen ist es sicher nicht gelegen!“

Nächster Anlauf aufs Limit wahrscheinlich bei der EM in Amsterdam

Ob Dadic in vier Wochen in Ratingen (25./26. Juni) an den Start gehen wird, ist noch offen. Wahrscheinlich wird sie aber im Rahmen der EM in Amsterdam (6.-10. Juli) den nächsten Anlauf aufs Limit unternehmen. Außerdem hat Dadic möglicherweise gar nicht so schlechte Karten, über die Weltranglisten-Regelung (die Top-32 der Jahre 2015 und 2016 sind für Olympia qualifiziert) den Sprung nach Rio zu schaffen. „Aber darauf kann und will ich mich nicht verlassen.“

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Ein sensationelles Debüt in der Allgemeinen Klasse lieferte Sarah Lagger ab – 5.776 Punkte beim ersten Siebenkampf in der Allgemeinen Klasse. Zum krönenden Abschluss gewann die 16-Jährige noch ihren 800-m-Lauf. „Ich bin vollauf zufrieden mit meinem Debüt. Götzis hautnah zu erleben, war eine sensationelle Erfahrung“, sagte Lagger, für die jedoch die U18-EM in Tiflis der Saisonhöhepunkt ist.

ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber ärgerte sich logischerweise ebenfalls über die fehlenden vier Dadic-Punkte, zog jedoch nach dem Damen-Bewerb eine durchaus zufriedene Bilanz: „Beide Mädels waren sensationell. Ivi hat einen neuen Österreichischen Rekord hingelegt, Sarah eine sensationelle Talentprobe abgeliefert.“

Der Sieg ging an die Kanadierin Brianne Theisen-Eaton mit 6.765 Punkten und einer neuen Jahresweltbestleistung.

Ergebnisse der ÖLV-Starterinnen beim 42. Hypo-Meeting in Götzis:

Ivona Dadic:

Samstag: 100 m Hürden: 13,94 Sek.; Hochsprung: 1,74 m; Kugelstoßen: 13,60 m; 200 m: 24,26 Sek.

Sonntag: Weitsprung: 6,18 m, Speerwurf: 46,51 m, 800 m: 2:15,58 Min. = 6.196 Pkt. (Österreichischer Rekord)

Sarah Lagger:

Samstag: 100 m Hürden: 14,44 Sek. (PB); Hochsprung: 1,74 m; Kugelstoßen: 12,25 m (PB); 200 m: 24,85 Sek.

Sonntag: Weitsprung: 5,91 m; Speerwurf: 42,48 m (PB), 800 m: 2:18,78 Min. = 5.776 Pkt.


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