Das große Laufbuch der Trainingspläne

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Wirth Lukas 2011 OELV KatzenbeisserU20-WM Barcelona: 13 junge ÖLV-Athleten ab Dienstag im Montjuic Olympiastadion am Start

Wir sind gut vorbereitet!“ 1742 Athleten, 180 Nationen, live auf Eurosport: Die größte Junioren Weltmeisterschaft aller Zeiten verspricht eine spannende Woche!

Österreich ist mit einem 13-köpfigen Athletenteam bei den IAAF U20-Weltmeisterschaften von 10. bis 15. Juli in Barcelona vertreten. Die Bewerbe im Olympiastadion am Montjuic versprechen ein Highlight dieses Leichtathletiksommers zu werden. Außer bei der Premiere dieser Titelkämpfe im Jahr 1986 war das ÖLV-Aufgebot niemals größer. Mit Siebenkämpferin Ivona Dadic hat Österreich auch eine Olympiateilnehmerin im Team. „Sie ist unsere Hoffnungsträgerin Nummer 1“, betont Christian Röhrling, ÖLV-Bundestrainer Nachwuchs. Die Strahlkraft der Veranstaltung ist bei der 14. Auflage dieser Meisterschaften groß wie nie. Die Rekordzahl von 1742 Athleten aus der Rekordzahl von 180 Nationen ist gemeldet. Erstmals wird das Programm ausführlich und live auf Eurosport übertragen, was die hohe Bedeutung weiter unterstreicht. „Die U20-WM ist weltweit die leistungsstärkste und wichtigste Meisterschaft im Nachwuchsbereich. Ich hoffe auf zwei Finalplätze für unser Team“, so Röhrling.

Team Austria - IAAF World Junior Championships, Barcelona 2012Gruenberg Kira OEM Halle 2011 OELV Katzenbeisser

JUNIOREN
800m: Nikolaus Franzmair (ULC Linz Oberbank), PB 1:49,96min, Jg. 1995
800m: Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team), PB 1:50,69min, Jg. 1995
110mH: Sebastian Kapferer (IAC Pharmador), PB 14,03sec, Jg. 1993
400mH: Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal), PB 51,75sec, Jg. 1993
Stabhoch: Lukas Wirth (ATSV Innsbruck), PB 5,02m, Jg. 1995
Weitsprung: Manuel Leitner (PSV Hornbach Wels), PB 7,57m, Jg. 1993

JUNIORINNEN
100m/200m/Weitsprung: Rosalie Tschann (ULC Dornbirn), PBs 11,77sec / 24,02sec / 6,21m, Jg. 1994
400m: Ines Futterknecht (ULC Riverside Mödling), PB 54,76sec, Jg. 1994
400m: Carina Schrempf (ATV Irdning), PB 54,95sec, Jg. 1994
100mH: Eva Wimberger (ULC Linz Oberbank), PB 14,17sec, Jg. 1993
Stabhoch: Kira Grünberg (ATSV Innsbruck), PB 4,01m, Jg. 1993
Siebenkampf: Ivona Dadic (PSV Hornbach Wels), PB 5959 P., Jg. 1993
4x400m: Susanne Walli (Zehnkampf Union), PB 56,08sec, Jg. 1996
Das Staffelteam besteht aus Dadic, Futterknecht, Schrempf, Tschann, Walli.

Dadic Ivona 2011 Hallen5Kampf OELV KatzenbeisserWichtiger Schritt für junges Team
Dieses ÖLV-Team ist jung: Weniger als 50% der Teilnehmer, sechs von 13, sind Jahrgang 1993. Vier Athleten mit Jahrgang 1995 sind auch noch bei der nächsten U20-WM in zwei Jahren startberechtigt. Drei Teilnehmerinnen – Eva Wimberger, Carina Schrempf und Susanne Walli – treten als internationale Meisterschafts-Debütantinnen an. Dennoch sind Chancen für gute Auftritte da. „Wir sind als Team gut vorbereitet. Das Mannschaftsgefüge passt. Die Unterstützung mit erfahrenen Trainern und Physiotherapeuten vor Ort bietet einen guten Rahmen. Die meisten Athleten haben ihre Limits bei internationalen Meetings erbracht, zum Teil mehrmals. Damit haben sie Erfahrungen und Stabilität gezeigt. Das war auch eine Verbandsvorgabe, dass die Athleten internationale Wettkampfsituationen suchen. Das Heranführen von jungen Sportlern an die allgemeine Klasse ist ein Prozess, der Zeit braucht. Die U20-WM ist für alle ein wichtiger Schritt“, sagt Röhrling.

Dadic ist österreichisches Aushängeschild
Aussichtsreichste ÖLV-Athletin in Barcelona ist Ivona Dadic, die im Siebenkampf mit ihren 5959 Punkten von Götzis aktuell an dritter Stelle der U20-Weltrangliste liegt. „Sie agiert in Hochform und hat seit Götzis drei persönliche Bestleistungen geschafft. Man kann von ihr eine starke Platzierung erwarten, wir wissen aber auch, dass es bei der ersten Hürde schon vorbei sein kann“, so Röhrling. Dadic, die auch bei den Olympischen Spielen von London starten wird, hat einen Platz unter den Top-8 als Zielsetzung. Dazu erwartet Röhrling einen weiteren ÖLV-Finalplatz und mehrere aus dem Team, die in ihren Bewerben zumindest eine Runde weiterkommen.

Sind Finalplätze möglich?Tschann Rosalie Halle 2012 OELV Katzenbeisser
Manuel Leitner könnte im Weitsprung ein Kandidat fürs Finale sein, wenn er im Bereich seiner Bestleistung von 7,57m springt. „Er ist toll in Form, er will in den Endkampf, aber er hadert damit, dass er den Balken nicht richtig trifft oder minimal übertritt“, so Röhrling. Ebenso gibt es Chancen für Kira Grünberg im Stabhochsprung, die schon vor drei Jahren bei der U18-WM im Endkampf war und den fünften Platz bei der Premiere der Youth Olympic Games 2010 geholt hat. „Sie ist bei unteren Höhen sehr stabil und hat oft tolle Sprünge über 3,80m oder 3,90m. Es muss ihr bei Höhen ab 4 Metern ‚der Knopf aufgehen‘, dann schafft sie ihr Finalziel“, schätzt der ÖLV-Bundestrainer. Allerdings kann man gerade im Stabhochsprung schnell mit einem „Nuller“ dastehen, wie zuletzt Lukas Wirth bei der Juniorengala in Mannheim. Er zählt zu jenen, die bei der nächsten U20-WM in zwei Jahren immer noch antreten können. Wenn er in Barcelona über die fünf Meter kommt, kann er in der Konkurrenz sehr gut aussehen. Rosalie Tschann startet zunächst über 100m und hat Aussichten jedenfalls fürs Semifinale. Ob sie über 200m oder im Weitsprung antreten wird – aufgrund des Zeitplans ist nur eine der beiden Disziplinen möglich – wird sie erst entscheiden. „Sie ist eine Vollblutathletin, die den Kampf Bahn an Bahn braucht. Auch über 200m hat sie ihre Chancen“, urteilt Röhrling.

Kain Thomas Huerden OELV Katzenbeisser„Auf eigene Leistung fokussieren“
Mehrere Athleten haben die Stabilität und Klasse, um ins Semifinale einzuziehen. Thomas Kain über 400m Hürden, als Sieger der DLV-Juniorengala in Mannheim fährt er mit breiter Brust nach Barcelona, und Sebastian Kapferer über 110m Hürden zählen dazu. Ebenso könnten es die 400m-Läuferinnen Ines Futterknecht und Carina Schrempf schaffen. Über 800 Meter treten mit Nikolaus Franzmair und Dominik Stadlmann zwei der jüngsten des Teams an und treffen dabei auf Weltklassekonkurrenz. An der Spitze der Bestenliste finden sich mehrere Läufer mit aktuellen 1:43-er Zeiten. Franzmair könnte die Chance auf ein Semifinale wahrmachen: „Er kann sich im Feld positionieren und hat einen starken Spurt.“ Hürdensprinterin Eva Wimberger sollte – einen fehlerfreien Lauf vorausgesetzt – die 14 Sekunden-Marke angreifen können. „Viele unserer Teilnehmer können eine Runde weiter kommen, aber wir wissen, dass viel passieren kann. Wichtig ist, dass sich alle konkrete Ziele setzen und sich auf ihre eigene Leistung fokussieren. Hinkommen und schauen, was passiert, funktioniert sicher nicht“, so Röhrling.

4x400m Staffelpremiere
Erstmals ist bei einer U20-WM eine österreichische 4x400m Staffel der Juniorinnen dabei. Diese Premiere soll dokumentieren, dass Langstaffeln im ÖLV forciert werden sollen. „Sportlich und für den Teamgeist ist das enorm wichtig. Unsere Läuferinnen haben Format, aber es ist Neuland für uns. Jedes Team, das wir schlagen können, sehe ich als Erfolg.“ Als Startläuferin ist Ines Futterknecht vorgesehen. Dazu sind Carina Schrempf und Susanne Walli fix. Wenn Ivona Dadic am Tag nach dem Siebenkampf auch die Staffel bestreiten kann, wird sie das tun. Ansonsten steht Rosalie Tschann für einen Einsatz bereit. Eine gemeinsame Staffelbestzeit haben die WM-Teilnehmerinnen noch nicht. Als eine Vergleichsmarke: der ÖLV U20-Rekord (Stefanie Zotter, Doris Auer, Sabine Mick-Kirchmaier, Diana Strasser) steht bei 3:49,82 Minuten.

Zum E-Book Trainingspläne für Läufer und Läuferinnen

Fotos ÖLV/Katzenbeisser


Kommentar schreiben


Blogheim.at Logo