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Olympia LondonNach unserer etwas humorvollen Prognose über das Abschneiden unserer Olympia-Starter, folgt nun auch eine realistische Einschätzung.

Was darf von unseren sieben Leichtathleten erwartet werden und wer hat die besten Chancen auf einen Spitzenplatz?

Ivona DADIC
Siebenkampf
29.12.1993
PSV Hornbach Wels
PB / SB: 5.959 Punkte (ÖR)
Unser Tipp: Platz 25

Dadic Ivona 2011 Hallen5Kampf OELV KatzenbeisserSiebenkämpfern Ivona Dadic löste erst vor wenigen Wochen völlig überraschend in Götzis als siebentes und letztes ÖLV-Mitglied das Ticket nach London. Die Oberösterreicherin ist mit 18 Jahren auch das Küken in unserem Leichtathletik-Kader und die jüngste Starterin seit über 60 Jahren. Auch unter dem Teilnehmerfeld der Mehrkämpferin ist sie die Jüngste. Deshalb ist es auch nicht überraschend das Dadic nach persönlichen Bestzeiten gereiht auch ganz am Ende des Teilnehmerfeldes liegt. Die Welserin hat als einzige der 39 Teilnehmerinnen eine Bestmarke unter 6.000 Punkten. Trotzdem ist dem Nachwuchstalent eine Platzierung zumindest um Platz 25 zuzutrauen. Zuletzt laborierte Dadic an einer Muskelverletzung, die sie auch zur Aufgabe bei der U20-WM zwangen. Bis zum ersten Bewerb am Freitag dem 3. August sollte sie aber topfit sein. Dadic's Stärken liegen vor allem in den Laufdisziplinen und im Weitsprung. In den technischen Disziplinen hat sie noch Nachholbedarf. 2010 machte sie bereits bei den Olympischen Jugendspielen Erfahrung, wo sie im Weitsprung Platz 10 belegte. Die letzte Österreichische Mehrkämpferin bei Olympischen Spielen war Liese Prokop 1972 (damals noch Fünfkampf).

Elisabeth Eberl
Speerwurf
25.03.1988
ATV Graz
PB: 60,07 Meter
Unser Tipp: Platz 35

Eberl Elisabeth 2011 OELV KatzenbeisserWie Dadic ist auch Speerwerferin Elisabeth Eberl als krasse Außenseiterin bei den Olympischen Spielen am Start. Die Steirerin warf im August doch etwas unerwartet den Speer über 60 Meter und war plötzlich für London 2012 qualifiziert. Seitdem gelang Eberl aber keine annähernd so gute Weite, was auch an einer Knieverletzung liegen könnte, die sie seit ihrem Limitwurf verfolgt. Nach einer OP und einer speziellen Vorbereitung ist die 24-Jährige aber wieder besser in Form und bereit für London. Eberl kann auch nur überraschend, denn nach Saisonbestleistungen gereiht ist sie unter den 42 Teilnehmerinnen sogar Letzte. Sollte Eberl ein Wurf im Bereich ihrer Bestleistung gelingen ist ihr eine Platzierung unter den besten 30 zuzutrauen. Eine Qualifikation für das Finale der Top 12 ist jedoch ausgeschlossen.

Gerhard MAYER
Diskuswurf
20.05.1980
SVS Leichtathletik
PB: 65,24 Meter
Unser Tipp: Platz 15

Mayer Gerhard 2011 OELV KatzenbeisserGerhard Mayer zählt neben den Marathon-Läufern zu den Routiniers in Österreichs Leichtathletik-Kader. Der Niederösterreicher ist zwar nach Saisonbestleistungen (63,33 Meter) nur auf Platz 38 der 41 Teilnehmer gereiht, zuzutrauen ist ihm jedoch eine weitaus bessere Platzierung. Auch eine Qualifikation für das Finale der Top 12. Mayer versteht es, bei Großereignissen immer wieder gegen stärker eingeschätzte Konkurrenz zu überraschen. Immerhin schaffte es der 32-Jährige sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Europameisterschaften schon in die Top 10. Zuletzt gelang ihm das im Juni in Helsinki als er bei der EM Platz 8 belegte. Da der Großteil der Diskus-Spitzenathleten auch in London Europäer sind, ist eine ähnliche Platzierung realistisch. Mayer war bereits 2008 in Peking am Start, wo er den 18. Endrang belegte.

Dr. Andrea MAYR
Marathon
15.10.1979
SVS Leichtathletik
PB: 2:30:43 Stunden (ÖR)
Unser Tipp: Platz 25 - 35

Mayr Andrea 2011 OELV KatzenbeisserNachdem Mayr 2008 über 3.000m Hindernis noch knapp an der Olympiaqualifikation gescheitert ist, hat Österreichs Nr. 1 im Langstreckenlauf nun doch noch ihren Traum von Olympia verwirklicht. Die 32-Jährige löste im Oktober des vergangenes Jahres das Ticket für London mit einer Marathon-Zeit von 2:32:33 h. Bereits zwei Jahre davor lief sie bei ihrem Marathon-Debüt in 2:30:43 h sogar Österreichischen Rekord. Für die Wienerin sind ihre ersten Spiele zugleich auch ihre letzten Spiele. Deshalb möchte sie umso mehr eine gute Leistung abrufen und in den Bereich ihrer Bestleistung laufen, was aufgrund der verwinkelten Strecke und der möglicherweise zu warmen Temperaturen nicht einfach wird. Die Form ist vielversprechend: Im Frühjahr verbesserte sie gleich zwei Mal ihren ÖLV-Halbmarathon, der nun bei 1:11:49 h steht. Mehr als 100 Starterinnen sind im Frauen-Marathon gemeldet. Mayr liegt mit ihrer Bestzeit im Mittelfeld des Teilnehmerfeldes. Läuft sie jedoch auch um die 2:30 Stunden ist ihr eine Platzierung um Platz 25 zuzutrauen. Die bisher einzige Österreicherin bei einem Olympia-Marathon war Eva-Maria Gradwohl, die sich allerdings vor vier Jahren in Peking mit einer Zeit von 2:44:24 h ziemlich blamiert hatte.

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Beate SCHROTT
100m Hürden
15.04.1988
Union St. Pölten
PB / SB: 12,82 Sekunden (ÖR)
Unser Tipp: Halbfinale, Platz 12

Schrott Beate 2011 OELV KatzenbeisserDas heißeste Eisen bei den Olympischen Spielen ist wohl Beate Schrott. Die Niederösterreicherin machte in den letzten Jahren eine großartige Entwicklung und hat sich zu den besten Hürdensprinterinnen Europas vorgearbeitet. Das beweist ihre zuletzt starke Performance bei der Freiluft-EM in Helsinki, wo sie Bronze nur um eine Hundertstel verpasst hat. Schrott ist unter den 52 Teilnehmerin mit ihrer Saisonbestleistung von 12,82 Sekunden auf Platz 22 platziert. Aufgrund der ansteigenden Formkurve darf eine Halbfinalplatzierung erwarten werden. Sollte alles klappen, wäre für die Medizinstudentin sogar das Finale der besten 8 möglich. Auf die Zehntplatzierte in der Meldeliste fehlt Schrott ein Zehntel.

Andreas VOJTA
1500m
09.06.1989
team2012.at
PB: 3:37,82 Minuten
Unser Tipp: Halbfinale

Vojta Andreas 2011 OELV KatzenbeisserÄhnlich wie Beate Schrott konnte auch Andreas Vojta binnen weniger Jahre eine rasante Entwicklung als Leichtathlet verzeichnen. Dem Gerasdorfer gelang innerhalb von vier Jahren den Sprung vom Mittelklasse-Läufer zum Olympiastarter und Spitzenathleten. Im Juli vergangenen Jahres erfüllte er sich seinen Traum von London, indem er das geforderte Limit von 3:38 Minuten um 18 Hundertstel unterbot. Vojta konnte bisher seine Bestzeit nicht verbessern und liegt deshalb in der Entry-List auch nur auf Platz 37 der 48 gemeldeten Läufer. Trotzdem ist ihm aber aufgrund seiner Spurtstärke viel zuzutrauen. Zuletzt überzeugte der 23-Jährige bei der EM in Helsinki als er im Vorlauf die Schnellste Zeit lief und dabei zahlreiche Athleten mit deutlich schnelleren Bestzeiten in die Schranken wies. Bei guter Tagesverfassung im Vorlauf darf man auf jeden Fall mit der Qualifikation für das Halbfinale rechnen. Und wenn sich dort seine höher eingeschätzten Konkurrenten weiterhin auf taktische Spielchen einlassen ist vielleicht noch viel mehr möglich...

Günther WEIDLINGER
Marathon
05.04.1978
Union Neuhofen/Krems
PB: 2:10:47 Stunden (ÖR)
Unser Tipp: Platz 20 - 30

Weidlinger Guenther Wien Marathon 2010 OELV KatzenbeisserNoch etwas Zeit bis zu seinem Auftritt hat Marathon-Ass Günther Weidlinger, der nach Sydney 2000 (3000m Hindernis), Athen 2004 (5000m), Peking (2008) bei seinen 4. Olympischen Spielen erneut in einer neuen Disziplin antritt. Erst am Abschlusstag (12.8) geht der Herren-Marathon über die Bühne. Nach Bestzeiten gereiht ist Weidlinger auf Platz 40 unter 109 Teilnehmern. Genau wie bei Andrea Mayr gilt auch bei dem Oberösterreicher, wenn er seine Leistung abrufen kann ist auch eine deutlich bessere Platzierung als in der Meldeliste möglich. Im Kampf um die Spitzenplätze gegen die afrikanische Konkurrenz kann er selbstverständlich nicht eingreifen.

Ein Favoritenguide zu allen Leichtathletikbewerben folgt in Kürze

Fotos ÖLV/Katzenbeisser


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