Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Weisshaidinger Lukas 2011 OELV KatzenbeisserGroße Starterfelder – starke Sprint- und Sprungleistungen – spannende Duelle – Wetterkapriolen mit Gewitter und Starkregen - zahlreiche Doppelmeister/innen – eine ÖLV-U18 Bestleistung und zwei ÖLV-U16 Bestleistungen.

Die erfolgreichste Athletin dieses Wochenendes kommt von der Zehnkampf Union und heißt Susanne Walli (Foto). Die beinahe Junioren-WM Teilnehmerin ließ im 200m-Lauf die beiden schnellsten 100m-Läuferinnen Alexandra Toth (ATG) und Savannah Mapalagama hinter sich. Über 400m und 400m Hürden feierte sie in 56,58 sec bzw. 63,25 sec klare Siege. Das vierte Gold eroberte sie dann mit der 4x100m Staffel der Zehnkampf Union.

Über zweimal Gold bei den Mädchen durften sich auch Julia Millonig (ULC Mödling, 800m, 1500m) und Djeneba Touré (ATG, Kugel und Diskus) freuen. Für eine neue ÖLV-U16-Bestleistung sorgte die SVS-Athletin Bettina Weber, die erstmals mit dem 3kg-Hammer die 50m Marke durchbrach und sich mit 52,80m den U18-Titel holte. Der Weitsprung entwickelte sich zu einem Zentimeter-Krimi, bei dem letztlich Melanie Knauder (5,66m) aufgrund des besseren zweiten Versuchs gegenüber Birgit Schönfelder (Zehnkampf Union) die Oberhand behielt. Knapp dahinter sprang Stabhochsprung-Siegerin Magdalena Hofinger (Zehnkampf Union) mit 5,63m zu Bronze.

Starke Leistungen im Sprint und Sprung
Der Mödlinger Markus Fuchs, der heuer bereits beim BLC-U18 in die Nähe der österreichischen U18-Bestleistung liegt, sorgte in Amstetten für eine neue nationale Topmarke im 100m-Lauf seiner Altersklasse. Bei nahezu optimalem Rückenwind von 1,6 m/sec verbesserte er seine persönliche Bestleistung um 9 Hundertstelsekunden und siegte in 10,76 Sekunden. Er löschte damit Philipp Staneks 10,79 sec aus dem Jahr 2003 aus den Rekordbüchern. Markus Fuchs war einer von vier Doppel-Goldmedaillengewinnern in der U18-Klasse der Burschen. Als „Vorbelastung“ stürmte er am Samstag über 400m Hürden (55,28 sec) ebenfalls zum Titel.

Über die längeren Strecken waren die beiden Junioren-WM Teilnehmer Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team) und Nikolaus Franzmair (ULC Linz Oberbank) eine Klasse für sich. Stadelmann siegte über 400m mit neuer persönlicher Bestleistung von 49,43 sec und über 800m in 1:56,93 min. Franzmair siegte sowohl über 1500m (4:02,06 min) als auch über 3000m (8:52,67 min) im Alleingang.Zwei Goldmedaillen durfte auch Philipp Benda (ATG) von diesem Wochenende mit nach Hause nehmen. Er siegte über 110m Hürden und mit der 4x100m-Staffel.

Matthias Freinberger springt erstmals über 5,00m. Der Stabhochsprung hatte, auch international gesehen, sehr gutes Niveau. Junioren-WM Teilnehmer Lukas Wirth (ATSV Innsbruck) meisterte 4,90m, musste sich aber einem entfesselt springenden Matthias Freinberger (LCA Umdasch Amstetten) geschlagen geben, der 4,90m als auch 5,00m im ersten Versuch übersprang. Für Freinberger, der seit dem letzten Jahr mit Wolfgang Adler trainiert, kommt sein erster 5m-Sprung leider wenige Wochen zu spät, wäre doch diese Höhe, die Qualifikationsnorm für die U20-WM in Barcelona gewesen. Das außergewöhnliche Niveau beider Springer zeigt ein Blick auf die U18-Weltrangliste, wo Wirth mit 5,02m auf Rang 4 und Freinberger mit 5,00m jetzt auch Platz 7 rangiert.

Für eine neue ÖLV-U16-Bestleistungen sorgte Dominik Hufnagl (SVS) bei seinem Sieg über 200m mit 22,46 sec - und das bei leichtem Gegenwind.

U23: Urbankova, Dorfer und Scheffauer mit Doppelsiegen
In der Altersklasse U23 kam es in den Einzelbewerben zweimal zu einem Aufeinandertreffen von 100m-Staatsmeisterin Petra Urbankova (DSG Volksbank Wien) und Junioren-WM Semifinalistin Rosalie Tschann (ULC Dornbirn), bei dem sich zweimal die Tschechin durchsetzte. Tschann konnte den Weitsprung mit 5,97m für sich entscheiden. Raffaela Dorfer (ULC Dornbirn) war auf der Stadionrunde ohne und mit Hürden die Schnellste. Über 400m lief sie in 57,70 sec zum Titel, über die Hürdenstrecke war sie in 62,24 sec ungefährdet. Christina Scheffauer (IAC Pharmador) kann sich ebenso U23-Doppelmeisterin nennen. Sie siegte mit der Kugel (13,45m) und mit dem Hammer (48,77m).

Zum Hundertstelkrimi entwickelte sich der 100m Hürdenlauf der Mädchen, bei dem sich die ATS Pinkafeld-Athletin Yvonne Zapfel (14,21 sec) hauchdünn gegen Junioren-WM Teilnehmerin Eva Wimberger (14,22 sec) vom ULC Linz Oberbank durchsetzte.

U23: Weißhaidinger überzeugt mit zwei neuen persönlichen Bestleistungen
Wurf-Ass Lukas Weißhaidinger (ÖTB LA OÖ) zeigte im Umdasch-Stadion zwei starke Bewerbe. Am Samstag schleuderte er den Diskus auf 57,76m nicht nur zum Sieg, sondern auch auf neue persönliche Bestleistung. Am Sonntag wollte er mit der Kugel um nichts nachstehen und markierte mit 18,87m eine neue Topmarke. Er streifte damit den ÖLV-U23-Rekord von Erwin Weitzl (SVS, 18,94m) aus dem Jahr 1982. In seinem Schatten sammelte Union Salzburg-Werfer Eniz Sahbegovic fleißig Edelmetall. Gold im Speerwurf vor einem starken Dominik Distelberger (58,57m), Silber mit Kugel und Speer sowie Bronze mit dem Diskus war seine Ausbeute.

Neben einer neuen Speerwurf-Bestleistung und Platz 2 sorgte Dominik Distelberger (UVB Purgstall) auch über 100m (1. mit 10,81 sec), Weitsprung (1. mit 7,41m) und Stabhochsprung (2. mit 4,90m) für ansprechende Leistungen. Doppel-Meister in der U23-Klasse wurden auch Felix Ramprecht (ATUS Knittelfeld), der über 800m und 1500m siegte, sowie die beiden ATSV Linz-Athleten Thomas Rosenthaler und Timon Hellwagner, die über 200m bzw. 400m Hürden und gemeinsam in der 4x100m Staffel erfolgreich waren.


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