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Schrott Beate Team EM 2011 OELV LilgeÖsterreichs Rekordsprinterin Beate Schrott startet heute um 11:12 Uhr (MESZ) in die Olympischen Spiele.

100 Meter, 10 Hürden und 51 Konkurrentinnen warten auf die 24-jährige Niederösterreicherin, wenn sie im sicher wieder bis oben hin vollen Olympiastadion alles daran setzt, den Einzug ins Semifinale zu schaffen. „Die Vorfreude ist schon groß, genauso die Anspannung“, sagt sie. „Ich weiß, dass ich gut drauf bin. Die Olympischen Spiele sind aber etwas Anderes und ich hoffe, dass ich mit der Nervosität gut umgehen kann.“

Pearson ist Favoritin – aber das Rennen ist längst nicht gelaufen
An der Spitze darf man ein zumindest tri-nationales Turnier um die Medaillen zwischen Australien, den USA und Großbritannien erwarten. Weltmeisterin Sally Pearson (Australien), die heuer 12,40 gelaufen ist, muss als erste Goldkandidatin gelten. Allerdings wurde sie heuer bereits von der US-Amerikanerin Kellie Wells geschlagen. Dazu ist aus den Vereinigten Staaten die Titelverteidigerin Dawn Harper im Rennen, sowie Lolo Jones, die vor vier Jahren nur durch einen Sturz Olympiagold verloren hat. Dazu muss man in London immer mit den Britinnen rechnen. Tiffany Porter mit einer Saisonbestleistung von12,65 Sekunden kann vorne mitmischen.

Losglück für Schrott
Interessant: Auch Siebenkämpferin Jessica Ennis ist in der Meldeliste. Mit ihren 12,54 Sekunden vom ersten Tag des olympischen Siebenkampfes zählt sie heuer zu den Top-3 der Welt. Einen Start, mit dem sie tatsächlich spekuliert hat, sagte die gefeierte Olympiasiegerin aber doch ab. "Ich denke, dass mein Körper etwas Ruhe braucht. Ich bin mehr als zufrieden, eine Medaille gewonnen zu haben", sagte sie. Da Schrott im gleichen Lauf wie Ennis startet, wartet also auf die Niederösterreicherin eine Konkurrentin weniger. Mit ihrer Saisonbestleistung von 12,82 Sekunden liegt sie in ihrem Lauf nur knapp hinter der Ksachin Anastassiya Pilipenko (12,69sek) und der Jamaikanerin Latoya Greaves (12,77sek). Die besten 3 jedes Laufes plus 6 über die Zeitregel qualifizieren sich für das Semifinale. Einzig gefährlich werden könnten ihr Eline Berings (Belgien/SB 12,95sek) und Seun Aidugun (Nigeria/PB 12,88sek/SB 13,38sek)

Konstant und raketengleich
Die Union St. Pölten Athletin sprintet ihre Rennen mit beeindruckender Konstanz, gleichzeitig wirkt ihr Aufstieg im Rückblick fast raketengleich. Vor zwei Jahren qualifizierte sie sich für ihre ersten Europameisterschaften in der Allgemeinen Klasse. Was damals im Vorlauf passiert ist, vergisst man lieber. 2011 drückte sie den österreichischen Rekord über 100m Hürden auf 12,95 Sekunden und schaffte es bei der WM ins Semifinale. Heuer stürmte sie ins Finale der Hallen-WM, verpasste EM-Bronze nur um eine Hundertstelsekunde und steigerte ihren eigenen ÖLV-Rekord auf 12,82 Sekunden. Damit hat sie sich in der Europaspitze einen Namen gemacht und ist den Allerschnellsten ihrer Zunft um einen großen Schritt näher gerückt. Fortschritte hat sie auf vielen Gebieten gemacht: „Vor, über und nach der Hürde, in der Oberkörperposition, beim Start, beim Zielwurf – ich habe mich in den letzten zwei Jahren in jedem Bereich verbessert.

Semifinale ist das Ziel
Dass die Medizinstudentin Spitzenform agiert, zeigen ihre jüngsten Resultate wie die 12,82 Sekunden von Luzern und die 12,92 Sekunden bei 0,8m/s Gegenwind im Vorlauf der Staatsmeisterschaften von Klagenfurt. Bereits sieben Mal ist sie heuer unter der 13-Sekunden-Marke geblieben. Für die Olympischen Spiele ist das Semifinale ihr Ziel. „Je besser ich dort laufe, umso zufriedener bin ich. Das Finale ist aber sehr schwierig. Zwischen Semifinale und Finale liegt extrem viel.“

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Aggressivität ist am Wichtigsten
In der Vorbereitung hat sie mit Trainer Philipp Unfried „auf Altbewährtes zurückgegriffen“, wie er sagt. „Die Olympiasaison ist nicht die Zeit für Experimente. Wir haben etwas weniger im Kraftbereich gemacht, weil wir gesehen haben, dass ihr Niveau international ausreicht. Dafür haben wir einen Schwerpunkt auf Technik und Schnelligkeit gelegt.“ Besonderes Augenmerk legt Schrott auf den Start: „Unmittelbar vor dem Rennen versuche ich Aggressivität aufzubauen. Aggressiv ins Rennen und über die ersten Hürden zu gehen ist das Wichtigste.“

Foto ÖLV/Lilge


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