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Speed-Bergsteiger Benedikt „Bene“ Böhm hat den Dhaulagiri VII in Nepal am 15. Oktober 2019 in einer neuen Rekordzeit bestiegen.

Der 42-jährige startete seine Speed-Begehung im Base Camp auf 4.903 m. Bis zum Gipfel auf 7.246 m benötigte er nur 6 Stunden und 6 Minuten. Im Anschluss fuhr Böhm auf Ski vom Gipfel ab und kehrte nach insgesamt 7 Stunden und 53 Minuten wieder ins Base Camp zurück. Mit der neuen Rekordzeit hat Benedikt Böhm sein selbst gesetztes Ziel von acht Stunden erreicht.

Seine Speed-Besteigung stellte der dreifache Familienvater in den Dienst einer guten Sache. Vor seinem Abflug nach Nepal hatte Böhm die Aktion „United for Himalayan Kids“ ins Leben gerufen. Bergausdauer-Spezialist DYNAFIT hatte für diesen Zweck eigens ein Stirnband entworfen, das während Böhms Expedition zum Sonderpreis von 10 Euro pro Stück im Online-Shop verkauft wurde. Über den Verkauf der Stirnbänder kamen bislang bereits 7.530 Euro zusammen. Mit dem Umsatz wird gemeinsam mit dem Verein Nepal-Medical-Careflight ein Schulprojekt in Nepal unterstützt.

So lief die Besteigung

Von Dunai aus, dem letzten Punkt der Zivilisation, waren Böhm und seine Crew zu einem fünftägigen Fußmarsch zum Base Camp aufgebrochen. Nach einer weiteren Nacht im „German Base Camp“ auf 4.500 m erreichte die Gruppe nach insgesamt neun Tagen das Base Camp auf 4.903 m.

Seinen Gipfelsturm startete Benedikt Böhm nach einigen Tagen der Akklimatisierung am 15. Oktober um 4:17 Uhr morgens. Vom Base Camp auf 4.903 m ging es für Böhm über die Nordseite mit Tourenski hinauf zum Gipfel. Nach 6 Stunden und 6 Minuten erreichte der Extrembergsteiger sein Ziel auf 7.246m. Anschließend fuhr Böhm auf Ski wieder zum Base Camp ab. Für die 2.469 Höhenmeter und 20,06 Kilometer benötigte der 42-jährige insgesamt 7 Stunden und 53 Minuten. Damit konnte Böhm sein selbst gesetztes Ziel von acht Stunden erfolgreich unterbieten.

„Der Dhaulagiri VII ist mit seiner gewaltigen Schneeflanke ein großartiger Skitourenberg. Die Schneebedingungen waren aber eine ziemliche Herausforderung. Von Bruchharsch und abgeblasenen Eispassagen war wirklich alles mit dabei. Außerdem war es wahnsinnig kalt und in Kombination mit der Höhe waren natürlich auch die Nächte vor dem Summit-Push sehr unruhig“, berichtet Böhm. „Ich bin überglücklich, dass ich es in knapp unter acht Stunden geschafft habe, aber die Speed-Besteigung hat mich definitiv an meine körperlichen Grenzen gebracht. Am Ende ist der Kopf der entscheidende Faktor und da puscht es einen schon zusätzlich, wenn man weiß, dass man die Expedition in den Dienst einer guten Sache stellt. Ein herzliches Dankeschön an jeden, der die Aktion `United for Himalayan Kids` unterstützt hat und damit Kindern Zugang zu guter Bildung ermöglicht.“

Zum E-Book Trainingspläne für Läufer und Läuferinnen

Insgesamt kamen über den Verkauf der limitierten Stirnbänder bereits 7.530 Euro zusammen. Die Aktion läuft noch bis 21. Oktober weiter. Der Erlös der Stirnbänder geht zu 100 Prozent an ein privat initiiertes Schulprojekt in Dandaphaya in Humla, eine der ärmsten Regionen Nepals. Der Verein Nepal-Medical-Careflight mit Hauptsitz in Pfronten im Allgäu hat dort eine Schule gebaut und betreibt diese weiterhin mit viel Engagement und Passion. Mittlerweile besuchen über 200 Kinder die Grund- und Sekundarschule. Ein angegliedertes Mutter-Kind-Haus mit medizinischer Station bietet bedürftigen Familien Zugang zu dringend benötigter Versorgung. Eine weitere Schule wird gerade gebaut und in Kürze fertig gestellt. Benedikt Böhm wird den Spendenscheck an den Verein am 24. Oktober 2019 persönlich im Allgäu überreichen.


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