Ultraschmerz trifft Ultraglück: Das Trailrunning-Spektakel im Paznaun
Was für ein Showdown in den Alpen: Beim Paznaun Ischgl Ultra Trail (PIUT) gingen am Wochenende über 1.000 Laufbegeisterte an ihre Grenzen – und teilweise darüber hinaus. Von der neu geschaffenen Königsdistanz über 100 Kilometer bis hin zum 10-Kilometer-Race war alles dabei. Und mittendrin: Emotionen, Muskelkrämpfe, Gänsehaut – und großartige Sieger.
100 Kilometer Wahnsinn: Der neue Maßstab im Trailrunning
Die neu erweiterte Königsdistanz mit 6.300 Höhenmetern war nicht nur brutal, sondern auch bildschön: Steile Anstiege, knackige Trails, steinige Downhills und ein Blick auf die Bergwelt, der selbst die härtesten Waden vergessen ließ, dass sie brannten.
Christian Stern zeigte dabei, dass er aktuell in der Ultra-Laufwelt kaum zu stoppen ist. In beeindruckenden 13 Stunden und 22 Minuten kraxelte er durch das Paznaun und stellte damit eine Fabelzeit auf, die so schnell kaum jemand toppen dürfte. „Der PIUT war ein außergewöhnliches Erlebnis – mit allem, was einen echten Ultra ausmacht“, resümierte der Stubaier im Ziel. Seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf: Nachtstart, Vollmond, Sonnenaufgang in den Bergen – Gänsehaut pur.

Bei den Damen dominierte Sonja Kinna das Feld und holte sich souverän den Titel auf der 100-km-Distanz. Ebenfalls stark: Marcus Burger, der sich als bester Österreicher auf Rang drei kämpfte, nur knapp hinter dem Deutschen Adrian Niski.
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PIUT bedeutet Vielfalt: Sechs Strecken – vier Startorte – ein Erlebnis
Der Paznaun Ischgl Ultra Trail überzeugt nicht nur durch extreme Distanzen. Vielmehr zeigt er, wie abwechslungsreich Trailrunning sein kann: Von See über Kappl und Galtür bis nach Ischgl – das Paznaun wird zur Bühne für Hobbyläufer und Elite gleichermaßen. Der Trail entlang des Paznauner Höhenwegs fordert nicht nur die Waden, sondern begeistert auch das Herz.

Marie-Luise Mühlhuber verteidigte auf der 85-km-Distanz ihren Titel souverän. „Ein ganz besonderes Rennen, bei dem du alles geben musst“, so die Siegerin. Ihr tschechischer Konkurrent Tomás Hudec holte sich bei den Herren den Sieg. Der beste Österreicher, Markus Lindl, schaffte es auf einen starken dritten Platz.
Favoritensiege und Tiroler Power
Die restlichen Distanzen boten sportliche Highlights im Minutentakt. Isabell Speer holte auf der 50-km-Strecke einen umjubelten Sieg für das Gastgeberland. Über 30 Kilometer war der Südtiroler Lukas Gasser nicht zu bremsen, während David Walzthöni mit einem starken zweiten Platz für Aufsehen sorgte. Der junge Tiroler Johannes Nussbaumer glänzte über die 20-Kilometer-Distanz und ließ der Konkurrenz keine Chance.

Organisation top – Stimmung grandios – PIUT als Trail-Magnet
Mit perfektem Wetter, einem reibungslosen Ablauf und unzähligen emotionalen Zielankünften war der Paznaun Ischgl Ultra Trail 2025 ein voller Erfolg. Der Obmann des Tourismusverbandes, Alexander von der Thannen, zeigte sich begeistert: „Ein einmaliger Tag für die Region und den Sport. Besonders die jungen Teilnehmer haben mich beeindruckt.“

Auch Lukas Kocher, Renndirektor des PIUT, strahlte im Zielbereich: „Die heutige Stimmung hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt.“
Der PIUT hat sich endgültig im europäischen Trailrunning-Kalender etabliert – mit einem Konzept, das begeistert: herausfordernde Distanzen, emotionale Höhenflüge und eine Region, die den Läufern alles bietet – außer Langeweile.
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