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Foto (C) Andreas MaringerEs war der spannendste Zielsprint, den Peuerbach je gesehen hat und in der Folge der erste Ex-aequo-Sieg in der Silvesterlauf-Geschichte!

Das Duell um den Sieg zwischen Victor Chumo und Richard Ringer, das am 31. Dezember 2014 die Zuschauer gefesselt hatte. Genau ein Jahr später kommt es zur Neuauflage dieser Version von Europa gegen Afrika. Chumo und Ringer wollen heuer klarstellen, wer die Nummer eins auf dem Peuerbacher Silvesterlauf-Ring ist.

Der 28-jährige Victor Chumo kommt aus Kenia, der weltweit stärksten Laufnation. An der Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2015 in Peking ist er als Fünfter auf der 5000-Meter-Strecke knapp gescheitert – nur die ersten drei Athleten durften zur WM fahren. Chumo ist derzeit bei internationalen Crossläufen im Einsatz. Am 27. Dezember wird er versuchen, seinen Vorjahressieg beim Internationalen Straßenlauf „Paris Corrida Internationale de Houilles“ über 10 Kilometer zu wiederholen, ehe er am 28. Dezember nach Peuerbach reisen wird. Ein Sieg dort wäre ein gutes Omen: Der Sieger aus Houilles stand bereits 2013 (Cornelius Kangogo) und 2014 (Victor Chumo) gleich darauf auch in Peuerbach auf dem obersten Stockerl.

Der Deutsche Richard Ringer hat heuer mit 13:10,94 Minuten eine neue persönliche Bestzeit über 5000 Meter aufgestellt. Damit gehört er zur absoluten Weltspitze, wie er bei der WM in Peking mit einem souveränen Einzug in das 5000-Meter-Finale (Rang 14) bewies. Schon bei der Hallen-Europameisterschaft in Prag im März 2015 belegte er den 5. Platz über 3000 Meter. Ringer bereitet sich momentan auf die Cross-Europameisterschaft vor, die am 13. Dezember 2015 in Frankreich stattfindet. Der 26-Jährige gehört dort zu den Favoriten auf einen Medaillenrang. In Peuerbach ist ihm eine Überraschung gegen die starke Konkurrenz aus Afrika also durchaus zuzutrauen.

Die Neuauflage des Duells der beiden Ex-aequo-Sieger des Int. Raiffeisen Silvesterlauf 2014 verspricht auf jeden Fall Spannung pur. Athletenmanager Carsten Eich verhandelt jedoch laufend mit weiteren Weltklasse-Athleten und hat bis dato bereits ein preisgekröntes Feld aufgestellt:

- Clement Kemboi aus Kenia hat heuer die All-Afrika-Games über 3000 Meter Hindernis gewonnen – ein Titel, der in Kenia aufgrund der großen Konkurrenz einen hohen Stellenwert hat.
- Pieter Jan Hannes aus Belgien lief 2013 beim Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach sensationell auf Platz drei und will diesen Erfolg heuer wiederholen.
- Martin Grau aus Deutschland ist der regierende Studentenweltmeister im 3000-Meter-Hindernislauf.
- Philipp Pflieger aus Deutschland glänzte heuer bei seiner Marathon-Premiere in Berlin als bester Deutscher mit einer Top-Zeit von 2:12:50 Stunden.

Bei den Frauen wird es nach dem kenianischen Dreifachsieg 2014 mit neuem Streckenrekord auch heuer wieder ein starkes Starterfeld geben. Eine der weltbesten Straßenläuferinnen über 10 Kilometer ist bereits fix: Alice Aprot aus Kenia. Sie hat heuer bei den All-Afrika-Games die 10.000 Meter dominiert und über 5000 Meter Rang drei belegt. Erst im Oktober lief sie in Berlin mit einer Zeit von 31:02 Minuten auf Platz 6 der Jahresweltbestenliste im 10-Kilomete-Straßenlauf.
-  Ruth Jebet ist eine gebürtige Kenianerin, die für Bahrain startet. Sie ist Junioren-Weltmeisterin 2014 über 3000 Meter Hindernis, ebenso gewann sie 2014 die Asien Games über diese Distanz. Heuer stand sie im WM-Finale von Peking, wo sie Platz 11 belegte.
- Amela Terzic gewann den Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach in den Jahren 2012 und 2013. Heuer war sie bei den Weltmeisterschaften in Peking dabei, wo sie ihre Bestzeit über 1500 Meter auf 4:04,77 Minuten verbesserte.

Österreichs Elite drängt nach Peuerbach

Auch die besten Läuferinnen und Läufer aus Österreich wollen bei der klaren Nummer eins der heimmischen Silvesterlaufszene unbedingt dabei sein. Mit der vielfachen Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr und WM-Finalistin Jennifer Wenth sind jene beiden Athletinnen am Start, die sich bereits für die Olympischen Spiele 2016 in Rio qualifiziert haben. Ebenfalls auf der Starterliste: 5000-Meter-Staatsmeisterin Anita Baierl, Cross-Staatsmeisterin Martina Bruneder-Winter und Nada Ina Pauer.

Bei den Männern sind es fast ausschließlich regierende Österreichische Staatsmeister, die im Lauf der Asse die rot-weiß-rote Fahne hochhalten: Andreas Vojta, Valentin Pfeil, Christian Steinhammer, Christoph Sander und Stephan Listabarth. Steinhammer überraschte im Vorjahr als bester Österreicher auf Rang 7.

Sportlicher Mix überzeugt

Sportlich ist es der Mix aus Weltklasse-, Volks- und Nachwuchsläufern, der beim Int. Raiffeisen Silvesterlauf in Peuerbach überzeugt.
Vor den Asseläufen steht der Spaß im Vordergrund. Beim beliebten Staffellauf, der um 13.50 Uhr gestartet wird, bilden jeweils drei Läuferinnen oder Läufer – oder auch bunt gemischt, unabhängig von Alter und Geschlecht – ein Staffelteam. Jeder hat eine Silvesterlaufrunde über 850 Meter zu absolvieren. Attraktive Preise werden unter allen Teams verlost, für die schnellsten zehn Mannschaften gibt es zusätzliche Präsente. Eine eigene „Feuerwehr-Wertung“ soll wieder Ansporn für viele sportliche Florianijünger sein.

Um 12.40 Uhr fällt der Startschuss für den Volkslauf – unter dem Motto „Zuerst selbst laufen, dann den Stars auf die Beine schauen“. Der Volkslauf führt über 8 Silvesterlaufrunden (6800 Meter), Männer und Frauen laufen gemeinsam. Heuer neu: Der „Flotte Dreier“, das ist eine Team-Wertung für Frauen-, Männer- oder Mixed-Teams, jeweils aus drei Personen bestehend. Die Teilnehmer laufen im Volkslauf in ihrer jeweiligen Klasse (Einzelwertung) und werden dann zusammengefasst als Team gewertet. Pokale und Warenpreise gibt es für die schnellsten Teams (Rang 1 bis 3).

Ein Extra-Zuckerl gibt es im Volkslauf für die Bewohner der Gemeinden Peuerbach, Bruck und Steegen mit einer eigenen „Peuerbacher-Wertung“ und damit doppelter Chance auf Gewinne in Form von Pokalen und Sachpreisen.
Los geht es ab 12 Uhr mit den Nachwuchsläufen. Bei den Kinder- und Schülerläufen gibt es eigene Wertungen für jeden Jahrgang. Sumsi-Bienen, Eltern und Zuschauer feuern an, im Ziel gibt es Finisher-Medaillen und Geschenke für alle, dazu Trophäen und Warenpreise für die Schnellsten. Eine eigene, vorgezogene Siegerehrung um 12.30 Uhr im Schlosshof erleichtert den Jüngsten das Warten auf diese.

Duell für einen guten Zweck: Rennen für Kira

Ein Wiedersehen auf der Laufstrecke gibt es heuer mit Günther Weidlinger. Grund dafür ist ein Duell, das Nervenkitzel garantiert und für einen guten Zweck steht. Ex-Seriensieger Günther Weidlinger gegen Paralympics-Sieger Walter Ablinger heißt es dabei. Weidlinger wird eine Runde im Laufschritt absolvieren, Ablinger parallel dazu zwei Runden mit dem Handbike. Das Publikum kann vorher auf den Sieger dieses Spezial-Duells tippen und dabei tolle Preise gewinnen, zum Beispiel einen 500-Euro-Einkaufsgutschein von Erima, einen 250-Euro-Gutschein von Löffler, einen Familien-Jahresbedarf Schartner Bombe oder ein 200-Euro-Sparbuch von Raiffeisen. Der Reinerlös aus dem Wettgeschäft geht zur Gänze an die ehemalige Leichtathletin Kira Grünberg, die seit einem tragischen Trainingsunfall im Rollstuhl sitzt. Das große Wetten geht in den Peuerbacher Geschäften schon ab dem kommenden Wochenende los, am Veranstaltungstag kann noch bis kurz vor dem Start auf Weidlinger oder Ablinger getippt werden.

Lauf-Nachwuchs wärmt schon auf

Bereits in Silvesterlauf-Laune sind die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Peuerbach, nachdem sie der siebenfache Silvesterlaufsieger Günther Weidlinger schon im Frühjahr im Rahmen der Aktion „Kinder gesund bewegen“ ein paar Mal besucht hat. Die Aktion wurde im Herbst wiederholt, die Kinder sind somit auf die Laufveranstaltung und ein aktives Dabeisein eingestimmt. Auf den Nachwuchs wird beim Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach seit jeher großen Wert gelegt.

Foto (C) Andreas Maringer


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