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Der 70-Jährige Läufer Dr. Frank Meza sorgte im Frühjahr beim Los Angeles Marathon mit einer unglaublichen Marathonleistung für Schlagzeilen.

Er beendete am 24. März 2019 den Los Angeles Marathon nach 2:53:10 Stunden. So schnell lief noch nie zuvor ein Marathonläufer in seinem hohen Alter. Demnach wurde Frank Meza als neuer Marathon-Weltrekordhalter in der Altersklasse 70+ auszeichnet.

Nachforschungen belegen Betrug

Doch gut drei Monate nach dem Marathonlauf wurde der Pensionist nun disqualifiziert. Denn Nachforschungen belegen, das der Läufer nicht die gesamte Marathondistanz zurücklegte.

Splits variierten stark

Für seinen Betrug gab es gleich mehrere Belege. Bei seinen Durchgangszeiten gab es größere Differenzen. Auf einen 5-Kilometerabschnitt in 25 Minuten folgte ein weiterer 5-Kilometerabschnitt in weniger als 19 Minuten. Zudem zeigten Überwachungskameras, das er den Kurs an einer Stelle verließ und an einer anderen Stelle wieder zur Strecke zurückkehrte. Auch Augenzeugen bestätigten dies. Meza gab an, das er den Kurs für einen Toilettenpause verlassen hatte und danach wieder auf die Strecke zurückkehrte. Da er ohne GPS-Uhr lief, konnte er keinen Gegenbeweis liefern, das er den gesamten Marathon so schnell absolvierte.

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Es ist zudem nicht die erste Disqualifikation gegen Frank Meza. Er wurde beim California International Marathon bereits lebenslang gesperrt, nachdem er dort aufgrund unregelmäßiger Durchgangszeiten ebenfalls disqualifiziert wurde. Damals lief er im Jahr 2014 eine Zeit von 2:52:33 Stunden. Allerdings lösten mehrere Zeitmessmatten seine Laufzeit nicht aus.

Start 2020 geplant

2020 möchte er in Los Angeles ein letztes Mal zum Marathon antreten. Allerdings nur, um zu beweisen, das er den Marathon unter drei Stunden laufen kann.

Leider sind solche Betrugsversuche bei Marathons keine Seltenheit. Beim Mexiko-City Marathon wurden sogar mehrere tausend Läufer und Läuferinnen überführt (). In London musste ein Marathon-Betrüger sogar hinter Gitter ().

UPDATE: Der Läufer wurde nur wenige Tage später tot aufgefunden:


Kommentare   
+2 #7 NaRcOtIc 2019-07-05 08:29
Ich würde mich über so eine Medaille nicht freuen können.
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+1 #6 Spekulacius 2019-07-04 17:55
Wer beim Sport betrügt, betrügt auch bei der Doktorarbeit ...
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+1 #5 S04 2019-07-04 10:53
Ich habe auch schon mal einen Läufer in ein Hauseinfang laufen gesehen und ein anderer mit gleicher Startnummer kam Sekunden später raus. Was solls, das müssen die mit sich ausmachen.
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0 #4 Großer Kater 2019-07-04 10:51
in Berlin gab es früher welche die mit der U-Bahn abgekürzt haben und sind dann mit 2:40 Std. ins Ziel erholt reingelaufen
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+7 #3 Mh 2019-07-04 09:47
ich verstehe das immer nicht.
ich kann mich über eine Medallie erst dann freuen, wenn ich sie mir ehrlich und hart erkämpft habe.
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0 #2 i am no robot 2019-07-04 09:18
schein ganz normal zu sein. in berlin 2018 ging das quer durch alle altersklassen. da sind viele nach km 10 ( teils weit über eine stunde für die ersten 10 km ) dann mit unter 3 std ins ziel, denen fehlten die zeiten von 15- 35 komplett. sogar ak 80 war dabei. die haben die abkürzung mit der u-bahn genommen.
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+6 #1 Smart 2019-07-04 09:14
Wozu soll so etwas gut sein....man läuft doch für sich selber....ich bin froh wenn ich ab und an den Marathon 1-3min unter 4h schaffe und freue mich genauso wenn ich 4h 20min brauche....die Zeit ist mir nicht mehr so wichtig eher die Stadt und das Ganze sowie gesund anzukommen....mit fast 48 Jahren mittlerweile. warum soll ich mir den Stess machen um immer schneller zu werden....Laufen soll mir Spaß machen...denn Stress habe ich auf der Abeit genug....den brauche ich privat nicht auch noch
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