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Unglaubliches Lauffest in der französischen Hauptstadt.

Am 14. April 2019 wurde zum 44. Mal der Schneider Electric Marathon de Paris ausgetragen. Mit über 40.000 Marathonfinishern ist der Marathon in Paris einer der größten Marathonläufe weltweit.

Unter den Top 5 Marathons weltweit

Nur die Marathons in London, New York, Tokio und Berlin kommen auf ähnlich große Teilnehmerfelder, als in der Stadt der Liebe, die heute zur Stadt der Läufer wurde.

42,195 Kilometer Gänsehaut-Feeling pur

Wieso in Paris so viele Teilnehmer mitlaufen, ist ganz einfach. Denn die Stimmung ist nicht nur grandios, sondern die Strecke führt an sehr vielen schönen Locations Paris vorbei. Alleine der Startschuss am Champ-Elysees und der Zieleinlauf auf dem Arc de Triomphe ist unglaublich beeindruckend. Doch auch auf den gut 42 Kilometern dazwischen nimmt das Gänsehautfeeling nicht ab. Eines der Highlights der Strecke war garantiert der Eiffelturm, den die Marathonteilnehmer auf der zweiten Hälfte der Strecke passierten.

Streckenrekorde in Gefahr?

Obwohl die Strecke zum größten Teil sehr flach ist, zählt der Paris-Marathon aus internationaler Sicht nicht zu den schnellste Läufen. 2014 lief die äthiopische Lauflegende Kenenisa Bekele mit 2:05:03 Stunden einen Kursrekord. Seit 2017 hält bei den Damen die Kenianerin Purity Cherotich Rionoripo mit 2:20:55 den Kursrekord. Beide Zeiten liegen doch einige Minuten über dem Weltrekord. Natürlich waren die Hoffnungen der Veranstalter groß, das dieses Jahr die Streckenrekorde weiter verbessert werden.

Der 1. Hattrick?

Große Ambitionen hegte vor allem Paul Lonyangata. Der Kenianer wollte als erster Läufer überhaupt den Paris-Marathon drei Mal in Serie gewinnen. Bisher gewann noch nie ein Läufer oder eine Läuferin, den Paris-Marathon mehr als zwei Mal. Schnellster Läufer von der Papierform war der Äthiopier Feyisa Lelisa, mit 2:04:52 Stunden, gelaufen im Jahr 2012. Im Jänner musste er allerdings er mit Formproblemen seinen Start beim Dubai-Marathon absagen. Bei den Damen führte Gelete Bukra das Feld an, die 2018 in Dubai 2:20:45 Stunden lief.

Überraschungssieger 2019

Doch die Top-Favoriten konnten heuer nicht ihren Erwartungen gerecht werden. Bei den Herren verpasste Paul Lonyangata seinen 3. Sieg in Serie. Stattdessen gewann der Äthiopier Abrha Milaw in eher bescheidenen 2:07:05 Stunden. Es war der erste äthiopische Herren-Sieg in Paris seit Kenenisa Bekele im Jahr 2014 mit 2:05:03 Stunden gewann. Lonyangata belegte hinter Asefa Mengistu den 3. Rang.

Französin sorgte für Schlagzeilen

Bei den Damen wurde hingegen Gelete Burka ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit 2:22:48 Stunden holte sie sich in einem spannenden Damen-Rennen vor Azmera Gebru den Sieg.

Doch für die großen Schlagzeilen sorgte die Französin Clemence Calvin, die als Vierte 2:23:41 Stunden lief und damit einen neuen Landesrekord aufstellte. Brisant an der Sache ist allerdings, das Calvin nur wenige Tage vor dem Paris-Marathon eine Dopingkontrolle verweigerte. Am 27. März entzog sie sich in Marokko einer Dopingkontrolle. Daraufhin wurde Calvin suspendiert. Doch nur zwei Tage vor dem Marathon wurde ihre Suspendierung von einem Gericht aufgehoben. Calvin muss aber weiterhin mit einer Sperre und einer Annullierung des Rekordes rechnen.

Ergebnisse Paris Marathon 2019 - Herren

  1. Abrha Milaw - 2:07:05 Stunden
  2. Asefa Mengistu - 2:07:25 Stunden
  3. Paul Lonyangata - 2:07:29 Stunden
  4. Morris Gachaga - 2:07:46 Stunden
  5. Barselius Kipyego - 2:07:58 Stunden.

Ergebnisse Paris Marathon 2019 - Damen

  1. Gelete Burka - 2:22:47 Stunden
  2. Azmera Gebru - 2:22:52 Stunden
  3. Azmera Abreha - 2:23:35 Stunden
  4. Clemence Calvin - 2:23:41 Stunden
  5. Sally Chepyego - 2:23:53 Stunden

Alle Resultate und Bilder vom Paris Marathon


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