Ein Monat, drei Events, unzählige Stars: Die Diamond League zieht im Juli 2025 mit voller Wucht an – und bringt in Eugene, Monaco und London gleich mehrfach die Weltklasse auf die Bahn.
Ob spektakuläre Comebacks, neue Rivalitäten oder der Kampf um historische Bestmarken: Fans der Leichtathletik dürfen sich auf absolute Highlights freuen.
Eugene – Jubiläumsduell der Giganten
Wenn am 5. Juli das 50. Prefontaine Classic die Tore von Hayward Field öffnet, steht die Runde Bahn Kopf: Olympiasiegerin Julien Alfred und Weltmeisterin Sha’Carri Richardson liefern sich im 100-Meter-Sprint den ultimativen Showdown „World’s Fastest Women“, während Shootingstar Letsile Tebogo die 200 Meter elektrisiert. Doch das Herzstück des Abends schlägt über zwei Stadionrunden: Athing Mu, Keely Hodgkinson und Mary Moraa bringen ihre WM-Lorbeeren in die vielleicht tiefste 800-Meter-Startliste der Saison ein. Hinter ihnen lauern Weltrekordhalterin Faith Kipyegon (1500 m) und Hürden-Queen Sydney McLaughlin-Levrone, die ihr Prefontaine-Debüt diesmal im 400-Meter-Flachlauf gibt.
Der Männer-400-Meter verspricht mit Olympiasieger Quincy Hall, Bronzegewinner Muzala Samukonga und Evergreen Kirani James pure Hochspannung. Dieser Kampf freut nicht nur Leichtathletik-Fans, sondern auch Wettfreunde – die aufgrund des ausgeglichenen Teilnehmerfeldes bei Sportwetten ohne Sperrdatei von Top-Quoten ausgehen dürfen. Insgesamt bietet Eugene ein Staraufgebot, das dem Jubiläum würdig ist: Weltrekorde sind ebenso möglich wie neue Rivalitäten, und Hayward Field wird zum globalen Brennpunkt der Leichtathletik, ehe der Diamond-League-Tross weiter nach Monaco und London zieht.
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Monaco – Glanz und Rekorde an der Cote d'Azur
Am 11. Juli verwandelt das Herculis EBS Meeting das Stade Louis-II erneut in eine Bühne für Superlative. Sieben frisch gekrönte Olympiasieger reisen weniger als ein Jahr nach Paris an die Côte d’Azur, um vor ausverkauften Rängen das nächste Kapitel der Diamond-League-Saison aufzuschlagen. Im Mittelpunkt steht Stabhochsprung-König Armand Duplantis, der mit seinem zwölften Weltrekord von 6,28 m im Gepäck schon jetzt die Latte höher legt als je zuvor und seit Jahren das Publikum in Monaco verzaubert.
Sprinterinnen aufgepasst: Julien Alfred, die in Stockholm in 10,75 s nur knapp an ihrem Landesrekord vorbeischrammte, jagt nun auch den 27 Jahre alten Meeting-Bestwert von 10,72 s. Über die Stadionrunde will Marileidy Paulino mit einer Saisonbestzeit von 49,12 s ihre Dominanz festigen, bevor Grant Holloway in den 110 m Hürden das Familiensilber verteidigt. Im 800-Meter-Finale trifft der pfeilschnelle Emmanuel Wanyonyi auf die Uhr – nach 1:41,95 min in Stockholm könnte sogar der Meeting-Rekord wackeln.
Auch die Technikdisziplinen glänzen: Hochsprung-Olympiasieger Hamish Kerr peilt am Mittelmeer erneut 2,40 m an, während Kugelstoß-Königin Yemisi Ogunleye nach EM-Silber zeigen will, dass ihre Formkurve rechtzeitig zur WM steil nach oben zeigt. Komplettiert wird das Feuerwerk von Jessica Hull, die über 1000 m an jenem Ort startet, an dem sie 2024 den 2000-m-Weltrekord pulverisierte – wer weiß, ob das Stadionsprechers „world record“ diesmal nicht schon früher ertönt.

London – Stars und Showdowns beim London Athletics Meet
Die Diamond-League-Karawane macht am 19. Juli Halt im ausverkauften London Stadium, und schon der erste Knall gehört dem schnellsten Mann der Gegenwart: Noah Lyles jagt über 100 Meter seine eigene Stadionbestzeit von 9,81 s – nur ein Wimpernschlag entfernt von seinem Olympia-Gold-Rekord in 9,79 s. Der US-Star hat mit einem 400-Meter-Hausrekord im April seine Formkurve unterstrichen und will die britischen Fans ebenso begeistern wie das globale TV-Publikum.
Auf den Mittelstrecken kribbelt es besonders: Jakob Ingebrigtsen und Lokalheld Josh Kerr liefern im 1500-Meter-Finale das mit Spannung erwartete Rematch nach Kerrs WM-Coup von Budapest. Der Norweger reist mit Hallen-Doppeltitel und Weltrekorden von 1500 m bis zwei Meilen an, während Kerr nach britischem Meilenrekord und Olympia-Silber in Paris die heimische Kulisse im Rücken hat.
Die Atmosphäre kocht endgültig, wenn Keely Hodgkinson unter gellendem Jubel über 800 Meter auf die Bahn springt, wo sie 2024 ihren britischen Rekord (1:54,61 min) aufstellte. Parallel fliegen im Diskusring die Scheiben: Olympiasieger Roje Stona, Weltmeister Daniel Ståhl, Weltrekordmann Mykolas Alekna und Lokalmatador Lawrence Okoye formen eines der tiefsten Felder aller Zeiten – perfekte Bühne für Weiten jenseits der 70-Meter-Marke.
Ob Sprint, Mittelstrecke oder Wurf – der Juli 2025 zeigt, warum die Diamond League das globale Herzstück des Leichtathletik-Kalenders ist.

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