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Bereits kommenden Oktober wird die neue Sportstätte eingeweiht

Wien (OTS) - Die Bauarbeiten für die Errichtung des neuen Leichtathletikzentrums im Prater haben begonnen. In der Meiereistraße gegenüber des Ernst-Happel-Stadions entsteht nun die Infrastruktur für sämtliche olympischen Leichtathletikdisziplinen mit Ausnahme der Langstreckenbewerbe. Im Falle eines internationalen Sportmeetings könnten diese im benachbarten Happel-Stadion ausgetragen werden. wien.at drehte mit dem Präsidenten des Wiener Leichtathletikverbandes, Walter Ottmann, eine Runde über die Baustelle.

Roter Tartan - Belag für die Laufstrecken
Sprintbewerbe werden künftig auf einer achtspurigen Strecke, die direkt vor der ebenfalls neu zu errichtenden Tribüne entstehen, durchgeführt. Dazu wird momentan die Lauffläche von sechs auf acht Bahnen erweitert. Insgesamt ergeben sich so rund um den Laufparcours ca. 300 Sitzplätze. Verbandspräsident Ottmann zeigte sich über den zentralen Standort für seine rund 2.500 praktizierenden LeichtathletInnen in Wien erfreut: "Wir haben schon seit vielen Jahren auf diesen Moment gewartet und uns für die Umsetzung dieses Projekts vorbereitet. Auch Dank des Wiener Sportamtes können wir nun zur Projektrealisierung schreiten." Insgesamt betragen die Projektkosten 800.000 Euro.

Herzstück der Anlage wird der weinrote Spezialbelag namens Tartan sein, der derzeit erneuert wird. Neben Messanlagen und Startmaschinen werden sämtliche Schnittstellen vorgesehen, die für die Durchführung eines Wettkampfes notwendig sind. In den nächsten Jahren sollen laut Leichtathletikverband noch weitere Finanzmittel in die technische Endausstattung fließen. In einem neuen Gebäude werden Räumlichkeiten für Umkleidekabinen, Nassräume, eine kleine Kraftkammer und ein Raum für physiotherapeutische Behandlungen vorgesehen. Außerdem wird das neue Zentrum barrierefrei gebaut.

Einweihung mit Jugendwettkampf
Nach Fertigstellung des Zentrums Ende September 2013 wird die Nutzung so geregelt, dass an den Vormittagen Schulen und Kindergärten die Anlage benützen können. Eingeweiht wird die neue Sportstätte am 10. Oktober mit einem umfassenden Jugendwettkampf. Präsident Ottmann denkt aber darüber hinaus auch die Durchführung von Lauf-, Sprung- und Wurfwochen für Kinder und Jugendliche an.

An den Nachmittagen bleibt das neue Gelände ausschließlich den AthletInnen vorbehalten. Insgesamt gibt es in Wien etwa 2.500 Leichtathletinnen und -athleten. Einige von ihnen wie zum Beispiel Andreas Vojta, Lena Ungerböck oder Dominik Stadlmann haben bereits den internationalen Durchbruch geschafft. National gesehen liegt Wien laut Angaben Ottmanns im Ranking der Leistungen in den Leichtathletikbewerben etwa um Platz 4. Besser als Wien sind nur Nieder- und Oberösterreich sowie Vorarlberg. Ottmann: "Mit der Errichtung des Zentrums ist der Weg, sich in absehbarer Zukunft an die Spitze in Österreich zu setzen, einen deutlichen Schritt näher gekommen!"

1978: Weltrekord auf 10.000 Meter
Schon einmal blickte die internationale Sportwelt in den Wiener Prater auf die ehemalige Cricket-Anlage: Denn dort absolvierte am 11. Juni 1978 im Rahmen eines internationalen Langstreckenlaufwettbewerbs der Kenianer Henry Rono die 10 Kilometer Distanz mit einer neuen Weltrekordmarke in einer Zeit von 27:22,46 (Schluss).



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