Das große Laufbuch der Trainingspläne

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LaufenWM-Generalprobe und Titeljagd bei Staatsmeisterschaften in Linz

Diesen Samstag, 25. Februar geht mit den Hallen Staatsmeisterschaften in Linz der Höhepunkt der heimischen Leichtathletik-Indoorsaison in Szene. Alle Finalentscheidungen mit dem Hallen-WM-Team für Istanbul (9.-11. März) und vielen der ÖLV Top-Talente gibt es in einem dichten Programm von 12 bis 17 Uhr in der Linzer Tips Arena zu erleben. Binnen fünf Stunden werden Gold, Silber und Bronze in 26 Bewerben vergeben.

Hallen-WM Team im Formtest
Beate Schrott (Union St. Pölten) kommt mit frischem ÖLV-Rekord von 8,02 Sekunden über 60m Hürden und in starker Form zu den Staatsmeisterschaften. Für sie wird das Rennen in Linz eine letzte Generalprobe vor der Hallen-WM. Über 800 Meter tritt Raphael Pallitsch (Laufimpuls Oggau) als Favorit an. Der 22-jährige Burgenländer hat vergangenes Wochenende mit 1:47,94 Minuten das WM-Limit geknackt und will in Linz seinen ersten Staatsmeistertitel gewinnen. Andreas Rapatz (VST Laas), mit ÖLV-Rekord von 1:46,65 Minuten ebenfalls über 800 Meter für die Hallen-WM qualifiziert, laboriert an einer Erkältung und plant einen Start über 400 Meter.

Vojta kommt von Stockholm-Auftritt
Mittelstreckler Andreas Vojta (team2012.at) hat einen der begehrten Startplätze beim IAAF Permit Meeting in Stockholm bekommen. Dort startet er heute Abend über 1500 Meter. Mit 3:38,99 Minuten hat er heuer bereits eine starke Zeit erzielt und auch das Hallen-WM-Limit unterboten. Auf eine WM-Teilnahme verzichtet er jedoch zugunsten der langfristigen Olympiavorbereitung. Bei den Staatsmeisterschaften in Linz startet er entweder über 1500 oder über 3000 Meter. Eine Entscheidung fällt erst nach dem Rennen in Stockholm. Hochspannung und starke Leistungen sind in vielen Disziplinen programmiert. Über 60m Hürden der Frauen ist EM-Teilnehmerin Victoria Schreibeis (DSG Wien) mit 8,33 Sekunden eine gute Saisonbestzeit gelaufen. Hinter der Favoritin Beate Schrott kann sie mit einer starken Leistung aufzeigen.

Distelberger hofft auf Medaillenflut
Siebenkampf-Staatsmeister Dominik Distelberger (UVB Purgstall) geht im 60m-Sprint, über 60m Hürden und im Weitsprung an den Start. In allen drei Disziplinen hat er Medaillenchancen. Im Weitsprung trifft er u.a. auf Roland Schwarzl (Union Salzburg), der seit Jahresbeginn in Saarbrücken lebt und sich dort für die Olympiasaison aufbaut. Über 60m war mit 6,81 Sekunden heuer einzig Benjamin Grill (Union St. Pölten) schneller als Distelberger (6,91). Aber insgesamt fünf Sprinter mit Saisonbestleistungen unter 7 Sekunden garantieren ein spannendes Rennen. Über die Hürden erlebt das Duell mit Manuel Prazak (SVS) eine Neuauflage. Prazak lief heuer 7,90 Sekunden, Distelberger 7,92.

Spannende Duelle
Im Kugelstoß darf man ein Zentimeter-Duell zwischen Nachwuchs-Ass Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ) und dem vielfachen Staatsmeister Martin Gratzer (LAC Klagenfurt) erwarten. Der 30-jährige Gratzer hält mit 18,68 Meter die ÖLV-Jahresbestleistung. Weißhaidinger, 20, stößt heuer zum ersten Mal mit der 7,26kg schweren Männerkugel und hat bisher 18,64 Meter erreicht. Ganz eng werden die Entscheidungen im Frauen-Sprint. Drei Vorarlbergerinnen werden sich spannende Rennen liefern. Serienstaatsmeisterin Doris Röser (TS Lauterach), Bianca Dürr (TS Bregenz-Stadt) und die neue ÖLV U20-Rekordlerin Rosalie Tschann (ULC Dornbirn) liegen sowohl über 60 Meter wie auch über 200 Meter eng zusammen.

Comeback von Wenth
Zum ersten Mal in der aktuellen Hallensaison geht 1500m-Spezialistin Jennifer Wenth (SVS) an den Start. Wegen einer Plantarsehnentzündung musste sie zuletzt kürzer treten. Nach mehreren Wochen mit Alternativtraining bestreitet die 20- Jährige wieder ihr erstes Rennen. Ein Zweikampf auf hohem Niveau ist im Hochsprung der Frauen angesagt. Monika Gollner (KLC) und Ekaterina Kuntsevich (DSG Wien), die heuer erstmals bei Österreichischen Staatsmeisterschaften startberechtigt ist, werden die Entscheidung um den Titel wohl unter sich ausmachen. Mit beachtlichen 1,88 Meter führt Kuntsevich die Jahresbestenliste an. Gollner ist nur drei Zentimeter hinter der Saisonbestleistung ihrer Trainingskollegin. Bei den Meisterschaften werden die Karten sicher neu gemischt.


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