Ein Dresdner schreibt Sportgeschichte – und das ausgerechnet daheim.
Was für ein Tag im Heinz-Steyer-Stadion! Beim traditionsreichen DSC-Meeting flogen nicht nur die Spikes, sondern auch die Rekorde. Und mittendrin ein Lokalmatador mit Raketenantrieb: Karl Bebendorf, Dresdens Hindernis-Ass, sorgte für den Paukenschlag des Tages. Der 29-Jährige ließ es auf seiner Hausrunde ordentlich krachen – und ballerte den 27 Jahre alten deutschen Rekord über die 2.000 Meter Hindernis regelrecht in den Dresdner Sand.
Die Uhr blieb bei unfassbaren 5:20,03 Minuten stehen – über fünf Sekunden schneller als das bisherige Uralt-Bestmarkenzeichen von Marc Ostendarp aus dem Jahr 1998. Und das war beileibe kein Zufallsprodukt. Bebendorf kam direkt aus dem Höhentrainingslager im schweizerischen St. Moritz, offensichtlich mit mehr als nur frischer Alpenluft im Gepäck.
Von Bananenkisten zu Bestzeiten
Wer Bebendorf kennt, weiß: In seinem Wohnzimmer – dem Heinz-Steyer-Stadion – ist er zu allem fähig. Hier hat vor rund 20 Jahren alles angefangen, damals noch mit Läufen über Bananenkisten, wie der MDR berichtet. Jetzt zündet er auf demselben Untergrund echte Fabelzeiten. Das Publikum? Aus dem Häuschen! Die Reaktion der Zuschauer auf den neuen Rekord war eindeutig: Standing Ovations und Gänsehaut pur.
Beim DSC-Meeting 2025 zeigte sich einmal mehr, dass der gebürtige Dresdner nicht nur über die klassischen 3.000 Meter Hindernis brillieren kann, sondern auch bei selten gelaufenen Distanzen für Spektakel sorgt. Die 15 Stadionrunden absolvierte er mit einer Leichtigkeit, die an Zauberei erinnerte. Bereits eine Runde vor dem Ziel konnte man ahnen: Da bahnt sich etwas Großes an. Bebendorf selbst wirkte, als würde er ein gut gelauntes Trainingsläufchen absolvieren – mit dem Unterschied, dass am Ende ein deutscher Rekord auf der Anzeige stand.
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