Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Netsanet Kebede stellte bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Valencia einen neuen Weltrekord auf.

Die Äthiopierin lief in 66:11 Minuten zum Titel und stellte damit die schnellste Zeit auf, die je in einem reinen Frauenrennen gelaufen wurde. Bei den Herren triumphierte Geoffrey Kamworor zum dritten Mal.

Entscheidung bei km 14

In einem spannenden Rennen machte zuerst Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei das Rennen. Die Kenianerin ist mit 64:51 Minuten die schnellste Halbmarathon-Läuferin der Welt. Allerdings hatte sie ihren Weltrekord 2017 in einem gemischten Rennen mit Männern aufgestellt. Die 10 km Marke durchlief sie in Valencia bei 31:39 Minuten. Ihr konnten nur drei Läuferinnen folgen. U.a. Kebede und Pauline Kamulu (Kenia), die beide nach 14 km Weltrekordlerin Jepkosei stehen ließen.

Danach konnte auch Kamulu nicht mehr folgen und Kebede lief mit dem "Womens-Only-Weltrekord" von 66:11 Minuten zu Gold vor Jepkosgei (66:54 min), die am letzten Kilometer noch Kamulu abfing. Der bisherige Weltrekord in einem reinen Frauen-Rennen lag bei 66:25 Minuten, aufgestellt von Lornah Kiplagat (Niederlande) vor elf Jahren. Chancenlos war die einzige deutsche Teilnehmerin Anja Scherl. Sie blieb mit 76:13 Minuten gut fünf Minuten über ihrer Bestzeit.

Unglaubliche 5 km

Gold bei den Herren ging zum dritten Mal an Geoffrey Kamworor. Die ersten 15 km wurden taktisch gelaufen. Danach drückte der Kenianer aufs Gaspedal und lief die folgenden fünf Kilometer in 13:01 Minuten. Das 30-köpfige Spitzenfeld war danach weit auseinandergegzogen. Nach 60:02 Minuten hatte Kamworor schlussendlich 20 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Abraham Cheroben (Bahrain). Bronze holte Aron Kifle aus Eritrea. Der Schweizer Julien Wanders war als Achter (61:03 min) bester Europäer.

Starke Österreicher

Der ÖLV war mit drei WM-Debütanten vertreten, die allesamt ausgezeichnete Leistungen erbrachten und jeweils neue persönliche Bestleistung erzielten.

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53. Peter Herzog (LC Saalfelden) 1:03:22 Std. (=neuer Salzburger Landesrekord)
68. Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik) 1:03:57 Std.
90. Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) 1:05:09 Std.

Bei 15 Grad, zwischenzeitlich starkem Regen und teilweise heftigem Wind begann Lemawork Ketema am stärksten und hatte bei Halbzeit des Rennens 21 Sekunden Vorsprung auf Peter Herzog. Der Salzburger zeigte aber eine ausgezeichnete zweite Rennhälfte, konnte den Niederösterreicher auf den letzten Kilometern noch überholen und schob sich mit seiner Zeit auf Rang 3 der ewigen ÖLV-Bestenliste vor.

Peter Herzog: „Die WM ist für mich mit der persönlichen Bestleistung unglaublich verlaufen, so eine Stimmung und solche Menschenmassen habe ich noch nie erlebt. Meine Zeit ist für mich sensationell, einfach unglaublich.“


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