Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Am Wetter sollte es nicht scheitern, wenn Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg) am Sonntag auf der bekannt schnellen Strecke des Berliner Halbmarathons eine Topzeit anstrebt.

Konkret will er sich zwar nicht äußern, auch um seinem Rennen den Druck zu nehmen, aber seine persönliche Bestzeit von 62:09 Minuten sollte dabei schon „zum Opfer fallen", was unter normalen Rennbedingungen nicht sonderlich überraschen würde.

Mit seiner Grundschnelligkeit und mit dem Deutschen Marathonrekord im Gepäck, den er im vergangenen Herbst in Frankfurt aufgestellt hatte, dürfte eine Endzeit zwischen 61 und 62 Minuten realistisch sein. „Ich will einfach das Rennen laufen, die Uhr Uhr sein lassen, in das Rennen eintauchen und keinen Druck spüren", so Gabius, der sich in die Spitzengruppe mit den Topläufern aus Ostafrika einordnen will, um dann abzuwarten, wie lange er sich dort wohl fühlt, quasi nach dem Motto „die Zeit kommt dann von selbst". Der Deutsche Rekord von Carsten Eich (Berlin 1993) steht seit bei 60:34 Minuten.

Favorit auf den Sieg ist der kenianische Ex-Weltmeister über die Halbmarathonstrecke, Wilson Kiprop, der 2011 in Berlin den zweiten Platz belegt hatte, die Strecke also kennt und nach Wadenproblemen im vergangenen Jahr wieder fit ist. Die Veranstaltung profitiert in diesem Jahr beim Elitefeld von der Tatsache, dass in diesem Jahr neben Olympischen Spielen auch Europameisterschaften (Amsterdam) stattfinden, für die sich etliche Athleten aus dem In- und Ausland qualifizieren wollen bzw. müssen. Die Qualifikationsnorm für die Läufer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes steht bei 63:45 Minuten.

Bei den Frauen ist Elizeba Cherono, eine in den Niederlanden lebende Kenianerin, die im Vorjahr Zweite war, Favoritin auf den Sieg. Das Frauen-Elitefeld ist aus deutscher Sicht nicht so stark besetzt wie bei den Männern. Neben Melina Tränkle (Karlsruhe), die 2015 Achte und damit beste Deutsche war, kommen einige weitere Läuferinnen für eine Platzierung im vorderen Frauenfeld in Frage.

32.753 Läuferinnen und Läufer aus 103 Nationen haben sich angemeldet.

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