Veganer werden in vielen Lebenslagen diskriminiert, so auch beim Angebot an Protein-Shakes.
Denn ein Großteil der Proteinpulver ist nicht vegan. Und die Pulver, die vegan sind, haben oftmals einen deutlich geringeren Proteinanteil als die nicht-veganen Pulver.
Unterschiede zwischen veganen und nicht-veganen Proteinshakes
Okay, okay, wir wollten mit dem Titel auch etwas provozieren. Mittlerweile ist das Angebot an laktosefreien und veganen Proteinshakes zumindest "gut". Aber, und das ist nun mal Fakt (seit der Corona-Pandemie inkl. den teilweise absurden politischen Maßnahmen benutzen wird das Wort eigentlich ungern - oje, damit haben wir wohl einen Teil der Leser verloren...), ist die Auswahl im Vergleich zur nicht-veganen Sparte deutlich geringer.
Aber diskriminierend ist das natürlich nicht. Zumal es auch für Veganer tatsächlich sehr gute und auch auch hochwertige Pulver mit einem hohen Eiweißanteil gibt. Aber auch da kommen wir zur zweiten Wahrheit. Aus einer Stichprobe aus rund 50 unterschiedlichen Proteinpulver hatten die als vegan gekennzeichnet Pulver tatsächlich im Schnitt einen deutlich geringeren Proteinanteil. Herkömmliche Pulver erreichen oftmals sogar mehr als 80 % Protein. Bei veganem Proteinpulver ist ein Wert um die 70 % bereits sehr hoch. Einige Varianten bestehen allerdings auch nur zu rund 50 % aus Proteinen. Etwas wenig und irgendwie auch vergleichbar mit einigen Sportriegeln, die sich als Protein-Riegeln anpreisen, obwohl der der Protein-Anteil lächerlich gering ist.
Okay, jetzt ist aber Schluss mit der Nörgelei. Wir wissen nun also, dass das Angebot veganer Eiweißshakes überschaubar ist und dass der Proteinanteil ausbaufähig ist. Aber es gibt auch einiges Gutes an den veganen Pulver-Quellen.
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Die Proteinquellen beim veganen Pulver

Milch fällt als Proteinquelle beim veganen Pulver natürlich weg. Zum Glück gibt es aber andere Alternativen, die in bestimmten Fällen sogar hochwertiger sind.
Das gewünschte "vollständige Aminosäurenprofil" ist auch im veganen Proteinpulver realisierbar. Aminosäuren bilden körpereigene Proteine. Sie sind also die Bausubstanz der Proteine bzw. des Körpers und daher essentiell.
Klassische Proteinquellen für Veganer sind Sonnenblumenprotein (als ehemaliger Landwirt bin ich natürlich ein Fan davon), Kürbiskernprotein, Erbsenprotein, Hanfprotein, Reisprotein und auch Sojaprotein. Wer also nicht nur tierische Produkte verabscheut, sondern auch Soja-Produkte, kommt hier ebenfalls nicht zu kurz. Blöderweise enthalten einige vegane Pulver auch Soja. Das heißt, wer auch auf Soja verzichtet, bekommt nun wirklich bald ein Problem mit der Auswahl an Eiweißshakes.
Eine Protein-Wertigkeit von 100, also vergleichbar mit Whey Protein, kann auch mit dem veganen Pulver umgesetzt werden.
Weiterer Vorteil von veganen Pulvern: Sie sind fast immer fettarm, je nachdem welche Zutaten noch zugemischt sind. Wenn dann noch kein künstliches Aroma dazu gemischt wird, können wir hier wahrlich von einem hochwertigen Produkt sprechen (das dann möglicherweise aber auch etwas fade schmeckt).
Welche Marken haben vegane Proteinshakes
Anbei eine Auswahl einiger Marken, mit denen wir uns bereits näher beschäftigt haben. Wir garantieren natürlich keine Vollständigkeit. Im Kommentar unterhalb des Artikels dürfen gerne weitere Empfehlungen abgegeben werden
Vegane Proteinpulver-Marken:
- RoC-Sports
- nu3
- nupro
- Peeroton
- Veganflow
- V-Protein
Optimale Mischung: Pulver mit Flüssigkeit
Das Pulver muss mit einer Flüssigkeit gemischt werden.
Möglich ist da etwa Wasser. Da gibt es zum Glück noch keine Gruppe von Personen, die, aus welchen Gründen auch immer, auf Wasser verzichtet. Blöderweise schmecken einige Proteinpulver ziemlich neutral und langweilig. Eine Mischung mit Wasser führt oftmals zu einem furchtbaren Geschmack. Muss nicht sein, kann aber sein.
Nicht-Veganer mischen ihr Pulver regelmäßig mit Milch. Die Variante fällt logischerweise für den Veganer weg. Eine Alternative wäre da Sojamilch. Wer auch auf Soja verzichten möchte, muss weitere Alternativen wählen. Im Prinzip ist nahezu alles möglich, wie etwa auch eine Mandelmilch. Okay, nur Alkohol ist womöglich keine gute Idee. Oder gibt es hier jemanden, der auch da gute Erfahrungen gemacht hat? ;)
Das optimale Mischverhältnis gibt es nicht. Grundsätzlich könnt ihr euch merken, das pro 100 ml max. 1 Esslöffel Pulver zugemischt werden soll. Das ist aber bereits oberstes Maximum und eher für den Verkäufer vorteilhaft. Denn so benötigt der Konsument relativ bald ein neues Proteinpulver. Auch weniger ist möglich und in vielen Fällen ausreichend.
Nach dem Sport können z.b. zu 500 ml Sojamilch (oder Wasser / Mandelmilch) 2 Esslöffel veganes Proteinpulver zugemischt werden. Das reicht vollkommen aus. Vergesst ca. 30 Sekunden schütteln oder mixen nicht, damit das Pulver auch gut mit der Flüssigkeit vermischt ist.
Proteinriegel vegan: 4 herausragende Riegel
Wichtiger Tipp für Sportler: Nach dem Sport muss die Proteinaufnahme immer mit Kohlenhydraten kombiniert werden, da unser Körper auch Kohlenhydrate benötigt. Immerhin greift der Körper beim Sport vorrangig auf die Energiereserven aus dem Glykogenspeicher zurück. Ist dieser geleert, können wir keine Leistung erbringen. Also bitte vergesst, diesen Low-Carb-Trend und vergesst stattdessen nicht auf Kohlenhydrate im Ernährungsplan.

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