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Apfel By PeterHill Pixelio.de

Die Birkenpollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie ist eine häufige Begleiterscheinung der Birkenpollenallergie.

Die Betroffenen plagen – etwa beim Verzehr vor allem von Äpfeln, aber auch von Nüssen, Pfirsichen oder Kiwis – Schwellungen und Rötungen oder Juckreiz im Mund- und Rachenbereich. Eine Forschergruppe am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien unter der Leitung von Barbara Bohle hat nun herausgefunden, dass sich die „Apfelallergie“ mit einem Apfel-Allergen (Mal d 1) gut behandeln lässt und dabei hilft, die Symptome deutlich zu vermindern.

In der aktuellen Studie, die jetzt im Top-Journal „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ publiziert wurde, haben die WissenschafterInnen das künstlich hergestellte Molekül Mal d 1 als Tropfen unter die Zunge verabreicht. Damit wurde der Verzehr des Apfels „imitiert“. Die Folge: Das Immunsystem wurde aktiviert und erste Anzeichen von Toleranz konnten gemessen werden. Das deutet darauf hin, dass bei längerer Behandlungsdauer Betroffene weniger sensibel reagieren und beim Biss in den frischen Apfel das Allergen besser tolerieren können.

Bohle: „Somit ist rekombinant hergestelltes Mal d 1 ein vielversprechendes Molekül, um die Birkenpollen-assoziierte Apfelallergie zu behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen künftig deutlich zu verbessern.“ Das soll nun in einer klinischen Studie nachgewiesen werden.

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Hartnäckige Kreuzallergie
Rund 400.000 ÖsterreicherInnen sind von der Birkenpollenallergie betroffen. Ihre Symptome können heutzutage durch Impfstoffe bereits gut behandelt werden. Der Nachteil: „Sie wirken zwar gegen das Birkenpollen-Allergen, aber nur selten gegen die Kreuzallergien“, so Bohle. Zudem tritt die Birkenpollenallergie nur saisonal auf. „Unter der Nahrungsmittelallergie leiden die Betroffenen aber viel stärker und länger – nämlich das ganze Jahr.“ 70 Prozent aller Birkenpollenallergiker haben gleichzeitig eine Nahrungsmittelallergie.

Foto ©Peter Hill / pixelio.de


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