Informationen zu Kasese
Kasese ist eine Gemeinde in der Western Region Ugandas und das urbane, wirtschaftliche und administrative Zentrum des Kasese Districts sowie Hauptstadt des kulturellen Königreichs Rwenzururu.
Die Stadt liegt spektakulär im Albertine Rift am Fuße der schneebedeckten Rwenzori-Berge („Mondberge“) und gilt als wichtigstes Tor zum Queen-Elizabeth-Nationalpark. Sie befindet sich rund 360 Kilometer westlich von Kampala und etwa 60 Kilometer von der Grenzstadt Mpondwe zur DR Kongo, was sie zu einem strategischen Knotenpunkt im grenzüberschreitenden Handel macht.
Kasese entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als kleiner Handelsposten. Den entscheidenden Aufschwung brachten in den 1950er Jahren die Uganda Railway und die Eröffnung der Kupfer- und Kobaltminen in Kilembe. Damals wurde die Stadt auch zum Zentrum der Rwenzururu-Bewegung, in der Bakonzo und Amba für Unabhängigkeit vom Tooro-Königreich kämpften.
Heute lebt Kasese vor allem vom Tourismus als Ausgangspunkt für die Nationalparks, vom Handel mit der DR Kongo und von der Landwirtschaft. Die Bergbauindustrie konzentriert sich auf Kobalt. Mit über 100.000 Einwohnern ist die Bevölkerung ethnisch vielfältig, mehrheitlich jedoch Bakonzo.
Eine große Herausforderung sind die regelmäßigen Überschwemmungen des Nyamwamba-Flusses, ausgelöst durch Starkregen im Rwenzori-Gebirge, Entwaldung und den Klimawandel.
Zu den bekannten Persönlichkeiten zählen der König (Omusinga) von Rwenzururu, Charles Mumbere, und die ehemalige Oppositionsführerin Winnie Kiiza.

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