Meine Marathonreise nach Ostasien, die in Wien am 30. Oktober begann und nach einem kurzen Zwischenstopp in Dubai fortgesetzt wurde, dauert inzwischen schon zehn Tage – ein Ende ist derzeit nicht in Sicht.
Der Marathon rund um den Kaiserpalast in Tokio am 7. Novemeber liegt bereits hinter mir (einen ausführlichen Bericht dazu gibt es auf HDSports). Nun blicke ich voraus auf den Lauf, der am 16. November im größten und ruhigsten Park der 21-Millionen-Metropole Peking stattfinden soll. Bis dahin bleibt mir jedoch noch über eine Woche Zeit, die ich für Sightseeing im „Reich der Mitte“ nutzen möchte.
Meine erste Station in China wird Shanghai sein
Mein mehrtägiger Aufenthalt im APA Hotel Kayabacho Hachobori Ekimae in Tokio endet am 8. November frühmorgens und ohne Frühstück. Noch in der Dunkelheit mache ich mich mit meiner Samsonite-Rolltasche auf den Weg zur Tokio Station. Von dort nehme ich um 6:30 Uhr den Airport Express zum Terminal 3 des internationalen Flughafens Narita.
Um den Reisestress – insbesondere bei den oft langen Warteschlangen an Schaltern und in den öffentlichen Verkehrsmitteln Japans – zu minimieren, habe ich das Ticket inklusive Sitzplatzreservierung in einem der vorderen Waggons bereits am Vortag gekauft. Der Preis dafür lag bei etwa 15 Euro und hat sich allein schon für die reibungslose Abwicklung gelohnt.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Als ich vor mittlerweile 34 Jahren, Anfang Oktober 1990, zum ersten Mal nach Japan flog, landete die Lufthansa Boeing 747 zwar ebenfalls in Narita, doch das Terminal 3 existierte damals noch nicht einmal auf den Bauplänen. Der Flughafen war weit von den Dimensionen entfernt, die wir heute kennen. Haneda war damals wie heute ein weiterer bedeutender internationaler Airport in Japan. Seitdem hat der weltweite Flugverkehr enorm zugenommen – das Fliegen ist längst ein selbstverständlicher Teil des Alltags geworden, ob aus Notwendigkeit oder Bequemlichkeit sei dahingestellt.
Für meinen aktuellen Flug von Tokio nach Shanghai mit Air China habe ich das Ticket bereits Wochen vor Reisebeginn online auf der Website der Fluggesellschaft gebucht. In der erweiterten Economy-Klasse lag der Preis bei etwa 160 Euro. Der heutzutage übliche Online-Check-in erleichtert die Prozedur, sodass der Bag-Drop-Prozess vor Ort zur Routine wird.

Der Flug, angesetzt für 9:00 Uhr und mit einer geplanten Dauer von 3 Stunden und 10 Minuten, wird mit einem brandneuen Airbus A321 durchgeführt. Die Reise verläuft jedoch recht turbulent: Bei anhaltendem Rütteln zeigen die an der Decke montierten Displays beruhigende Tierfilme, die wohl dazu dienen sollen, den Passagieren ein Gefühl von Ruhe zu vermitteln.
Aber der Flieger kommt (trotzdem) um 11:10 Uhr vormittags pünktlich an. Seit der Visaerleichterung für Europäer und Amerikaner scheinen auch die Kontrollen bei der Einreise geringer geworden zu sein. Ich verweile weniger als 5 Minuten am Schalter, das bereits im Airbus A321 ausgefüllte Formblatt wird entgegen genommen. Es folgt die Abnahme meiner Fingerabdrücke und die inzwischen obligate Gesichtserkennung mittels Kamera, dann stempelt die etwas unwirsche Beamtin in Uniform wortlos meinen Reisepass ab.
Am Ausgang halte ich bei einem Stand von China Telecom an und lasse mir in den zweiten SIM-Slot meines Huawei-Smartphones eine China-SIM-Karte einsetzen. Die Karte kostet rund 40 Euro und bietet ein großzügiges Datenvolumen von 40 GB.

Vor meiner Reise hatte ich bereits gehört, dass man in China mit gewissen Internetbeschränkungen rechnen muss. Dienste wie Google oder WhatsApp sind dort nicht verfügbar. Allerdings soll sich Bing problemlos für Webrecherchen nutzen lassen, was mir die Kommunikation und Informationssuche erleichtern dürfte.
Herausforderungen bei der Reiseorganisation für Japan (im Rückblick) und nun China
Bereits bei der Buchung der Hotels in Osaka und Tokio über booking.com hatte ich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mein Hauptkriterium war stets die Nähe zu Flughäfen und Bahnhöfen, um meine Reise so reibungslos wie möglich zu gestalten. Allerdings stellte sich heraus, dass Google Maps nicht immer die erhoffte Hilfe bietet – unvollständige oder gar fehlende Daten, wie Straßennamen oder detaillierte Wegbeschreibungen, erschwerten die Planung erheblich.
Als ich in Osaka landete, bestand zudem Taifunwarnung. Bei strömendem Regen fand ich schließlich nur mit einem Taxi den Weg zu meinem Hotel. Das Osaka APA Hotel, strategisch zwischen zwei Bahnhöfen gelegen, war in der Dunkelheit und für jemanden, der die Stadt nicht kennt, schwer zu finden. Ein zusätzliches Hindernis war, dass kaum jemand auch nur grundlegendes Englisch spricht, was die Orientierung zusätzlich erschwerte.
Ein weiterer wichtiger Faktor war der Startort des Marathons in Osaka, der am Yodo-Fluss lag, etwa einen Kilometer von der vorletzten Station der Tanimachi-Linie entfernt. Um mich optimal vorzubereiten, installierte ich den Metroplan von Osaka direkt auf meinem Smartphone, damit ich ihn auch offline nutzen konnte. Diese Maßnahme erwies sich als äußerst nützlich, um die Navigation im komplexen Nahverkehrsnetz zu erleichtern.
Nach dem Yodo-River-Marathon reiste ich am folgenden Tag mit dem Shinkansen nach Tokio. Mein zentraler Orientierungspunkt dort war der Kaiserpalast, weshalb ich bei der Hotelwahl bewusst eine Unterkunft in dessen Nähe suchte.
Dank der hilfreichen Tipps und detaillierten Wegbeschreibung des 100 Marathon Club Japan, die mir die beste Verbindung aufzeigte, fiel es mir wesentlich leichter, das Hotel problemlos zu erreichen. Solche Ratschläge erwiesen sich als wertvoll, besonders in einer Stadt mit einem so umfangreichen und komplexen Verkehrsnetz wie Tokio.
China gestern und heute – Erste Eindrücke von Shanghai
China ist anders – Shanghai mag eine moderne Weltstadt sein, doch für mich ist es der erste Besuch hier. Mein letzter Aufenthalt in China liegt bereits 29 Jahre zurück. Im Jahr 1995 war die Volksrepublik China noch ein Entwicklungsland.
Damals, zu meinem vierzigsten Geburtstag, unternahm ich mit meiner Familie eine Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff. Unsere Route führte uns unter anderem nach Kanton (heute Guangzhou) und ins damals noch unabhängige Hongkong, das erst 1997 von Großbritannien an China zurückgegeben wurde.
Ein besonderes Highlight der Reise war der optionale Ausflug nach Peking, bei dem viele Passagiere die Gelegenheit nutzten, die beeindruckende Große Mauer zu besuchen. Wir entschieden uns jedoch für eine andere Attraktion: die atemberaubende Landschaft von Guilin am Li-Fluss. Diese Region, geprägt von ihrer einzigartigen Karstgeographie, hinterließ einen bleibenden Eindruck und zählt bis heute zu den schönsten Orten, die wir je gesehen haben.
Bei der Auswahl meines Hotels in Shanghai war die zentrale Lage an der grün markierten Metrolinie 2 entscheidend. Diese Linie verbindet den internationalen Flughafen Pudong mit wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Sie führt über den Huangpu-Fluss, vorbei am “The Bund Citywalk”, und bietet Haltestellen an der berühmten Nanjing Road, der bekanntesten Einkaufsstraße Shanghais.
Bereits Wochen vor Reiseantritt habe ich fünf Nächte im Campanile Shanghai Bund Hotel, das etwa 300 Meter von der Nanjing Road East entfernt liegt, für rund 380 Euro inklusive Frühstück gebucht.

Nach meiner Ankunft in Shanghai kontaktierte ich Thomas Spatz aus Deutschland, unseren Mann in der chinesischen Hauptstadt, der in den letzten Wochen intensiv an der Organisation des geplanten Chaoyang Marathons in Peking gearbeitet hatte. Er gab mir einen wichtigen Tipp: Man hätte bereits vor der Reise eine VPN-App (Virtual Private Network) auf dem Smartphone installieren sollen, am besten über den Google Play Store, da in China viele internationale Dienste ohne VPN nicht zugänglich sind. Mit einem aktiven VPN wären Surfen, soziale Medien und andere Online-Dienste technisch einfacher möglich.
Im Hotel funktioniert das WLAN zwar passabel, aber draußen verlasse ich mich auf meine installierte China-SIM-Karte. Selbst an den ersten beiden Tagen kann ich problemlos chatten und zahlreiche Bilder an meine Verwandten und Freunde senden.
Die Nanjing Road, mit einer Länge von über 3 Kilometern, gehört zu den größten Einkaufsstraßen Shanghais. Tausende von Touristen strömen hier dicht gedrängt von Westen nach Osten. Alle zieht es zum Fluss und zum Bund, vorbei an unzähligen Shopping-Malls, in denen vor allem westliche Trendmarken vertreten sind. Die Modeware in den Geschäften ist deutlich teurer als bei uns.
Ich habe meine Sonnenkappe vom Orlen Warschau Marathon 2017 zur Erinnerung an unserem gemeinsamen Marathon dem Generalsekretär des 100 MC Japan Kazuyoshi Iida gegeben, will mir daher in Shanghai in einem Sportgeschäft eine neue kaufen. Bei Adidas würde sie 269 Yuan kosten (1 Euro = 7,50 Yuan), das wären ca. 35 Euro. Günstig bekommt man hier in Shanghai in offiziellen Läden gar nix. Erst bei Puma leiste ich mir eine neue Kappe um 99 Yuan, umgerechnet ca.15 Euro.

Ein Bekannter in Wien hatte diesen Sommer beiläufig darauf hingewiesen, wie beeindruckt er nach seinem Chinaurlaub von Shanghai war. Damals hatte ich dazu nichts zu sagen, doch inzwischen könnte ich mitreden: In den letzten fünf Tagen habe ich mich nahezu ausschließlich dem Sightseeing gewidmet. Ich bin die Nanjing Road mehrmals auf und ab spaziert, habe verschiedene Parks besucht und mich am Bund – dem beliebtesten Treffpunkt für Einheimische und Touristen aus aller Welt – von einem Profifotografen ablichten lassen. Das Bild mit der berühmten Skyline mit Rahmen habe ich für 50 Yuan gekauft.

Ich besuchte das Shanghai Museum, wo Ausländer ab 60 Jahren ermäßigten Eintritt erhalten. So zahlte ich statt der regulären 199 Yuan beispielsweise nur 119 Yuan für den Eintritt zum Oriental Tower, einem imposanten Gebäude, das aus der Skyline deutlich herausragt und sich auf der gegenüberliegenden Seite des Huangpu-Flusses befindet.
Zum Essen ging ich ausschließlich in sehr kleine lokale Restaurants, die fast nur von Chinesen frequentiert werden. Die Preise waren entsprechend günstig – zwischen 15 und 30 Yuan (also etwa 2 bis 4 Euro).

Um auf Nummer sicher zu gehen, besuche ich am vorletzten Tag meines Aufenthalts in Shanghai die Hongqiao Railway Station. Die grüne Metro-Linie, die von Pudong kommt, verbindet die beiden Flughäfen miteinander. Terminal 1 und Terminal 2 liegen in der Nähe des Bahnhofs, von dem aus die Hochgeschwindigkeitszüge abfahren.
Der Bahnhof ist so riesig, dass ich mich praktisch „mit Händen und Füßen“ durchfragen muss, um die genaue Station der Bullet Trains zu finden. Die Haltestellen befinden sich im zweiten Stock der gigantischen Halle. Ich stelle mich in eine Warteschlange, um herauszufinden, ob ich mein Ticket für Peking, das ich bereits vor Wochen online für etwa 100 Euro gekauft habe, einen Tag vor der Reise einlösen kann. Es genügt, wird mir erklärt, wenn ich einfach meinen Reisepass vorzeige. Papiertickets, wie sie in Japan üblich sind, werden in China nicht mehr ausgestellt.
Na wenigstens eine klare Antwort. Trotzdem werde ich morgen zwei Stunden vor Abfahrt hier sein – man weiß ja nie.
Fahrt mit dem Bullet Train nach Peking
Wie in den Metros von Tokio oder Osaka bekommt man auch in der U-Bahn in Shanghai nur selten einen Sitzplatz. Von meinem Gepäck hätte ich locker die Hälfte zu Hause lassen können. Da ich die Witterungsverhältnisse in Tokio und Osaka nicht einschätzen konnte, hatte ich zu viel warme Kleidung eingepackt. Doch Anfang November hatte es in Japan stets deutlich über 20 Grad Celsius. Für den Sport oder die Freizeit hätte ich weder Langarmhemden noch lange Laufhosen gebraucht.
So stieg das Gewicht meines Gepäcks auf 23 kg. Inzwischen, nach einigen kleineren Einkäufen und zwei Laufshirts, die ich bei den Marathons in Osaka und Tokio bekommen habe, wiegt es jedoch etwa 2 kg mehr.
Wer einen der Bullet Trains nutzt, muss wie am Flughafen einchecken. Das gesamte Gepäck wird durchleuchtet. Und siehe da, in meiner Reisetasche scheint man fündig geworden zu sein. Man durchsucht meine Sachen und findet in der Toilettentasche eine alte, vorne abgebrochene kleine Schere. In meinem Medikamentenbeutel liegt eine noch kleinere Schere, die zum Schneiden von Pflastern gedacht ist. Beide als „gefährliche“ Gegenstände eingestuft, obwohl keine der Klingen 7 cm erreicht, werden mir ohne Quittung einfach abgenommen.
Ein Deutscher, der hinter mir ansteht, mischt sich ein und stimmt mir zu. Doch er meint: „Wenn die einmal in Fahrt sind, gibt’s kein Halten mehr.“
Ich habe ein 1. Klasse-Ticket für etwa 100 Euro gebucht. Die Schlange am Ende des bereits eingefahrenen Schnellzugs ist lang. Nachdem ich eingestiegen bin, sehe ich, dass kein einziger Platz mehr frei ist. Täglich fahren über 40 dieser Hochgeschwindigkeitszüge (G-Trains) eine Strecke von 1300 km (ca. 815 Meilen) von Shanghai nach Peking, und das in einer Zeit von 4 1/2 bis 7 Stunden.
Freunde und Bekannte, die aufgrund der Visaerleichterungen inzwischen China bereist haben, erwähnten, dass die Fahrt mit einem der Schnellzüge für sie ein Höhepunkt der Reise war – neben dem Besuch der Chinesischen Mauer und des Tiananmen-Platzes.
Nun sitze ich im Zug auf bequemen, gepolsterten Sesseln, und die Landschaft zieht an mir vorbei – ganz ohne Ruckeln. Nur wenn ein Zug auf der zweiten Spur aus der Gegenrichtung vorbeizischt, lässt der Luftdruck den Waggon leicht erzittern. Aber insgesamt fühlt man sich sicher. Das Servicepersonal hat alles bestens unter Kontrolle.
Was mich jedoch überrascht, ist, dass auch 1. Klasse-Fahrgästen kein Getränk serviert wird. Man kann zwar allerlei bestellen, aber scheinbar wird nichts gratis angeboten. Vielleicht hätte ich bei der Ticketbuchung schon an Speisen und Getränke während der Fahrt denken sollen.

Bis Peking erreicht ist, hält der Zug noch dreimal in größeren Städten wie z.B. Guangzhou, jeweils für mehrere Minuten. Trotzdem kommt er pünktlich in der South Station von Peking an.
Herausforderungen auf dem Weg zum Hotel in Peking
Thomas, der seit Wochen intensiv mit der Organisation des Marathons beschäftigt ist, hat mir auf meine Anfrage hin wichtige Informationen zukommen lassen – insbesondere, welche Metrolinien ich vom Südbahnhof aus nehmen sollte. Doch so einfach ist das nicht. Zunächst musste ich das U-Bahn-Netz genauer unter die Lupe nehmen. Viele Umsteigestellen sind nur unzureichend auf Englisch beschriftet, und die Anschlussverbindungen sind oft nicht klar ersichtlich. Es dauert eine ganze Weile, bis ich den Überblick bekomme.
Dank einer Skizze von Thomas – einem markierten Metroplan, den ich als PDF auf meinem Handy gespeichert habe – finde ich mich schließlich zurecht: Mit der „grünen“ Daxing-Linie fahre ich bis Xuanwumen, wo ich in die blaue Linie 2 umsteigen soll. Diese Linie verläuft fast kreisförmig, sodass ich mir die Fahrtrichtung aussuchen kann. Mein Ziel ist die Station Dongzhimen, von der aus ich zum Ostausgang gehen soll.
Der Kartenautomat stellt die nächste Hürde dar: Zwar gibt es eine Menüführung auf Englisch, doch mir ist zunächst unklar, wie man ein Umsteigeticket auswählt. Schließlich finde ich heraus, dass man lediglich das Fahrziel eingibt – der Fahrpreis wird automatisch berechnet. Die 2,40 Yuan zahle ich in bar. Von den 600 Yuan, die ich zuvor in Shanghai gewechselt habe, sind noch etwa 200 übrig. Beim Wechseln habe ich darauf geachtet, möglichst viele kleinere Geldscheine zu erhalten. In China wird zwar überwiegend per App bezahlt, doch angesichts der wachsenden Zahl an Touristen akzeptieren viele Geschäfte und Restaurants inzwischen auch (wieder) Bargeld.
Weder an der Umsteigestelle Xuanwumen noch in Dongzhimen gibt es sichtbare Rolltreppen oder Aufzüge – falls doch, sind sie für mich nicht erkennbar. Also schleppe ich meine 25 kg schwere Rolltasche die Treppen hinauf, zusätzlich einen 10 kg Rucksack auf dem Rücken. Für das Übergewicht bin ich selbst verantwortlich – zu viel Sportkleidung, und dazu noch die falsche Auswahl.
Oben, am Eingang der Metrostation Dongzhimen angekommen, muss ich mich erst einmal orientieren: In welche Richtung liegt das Holiday Inn Express Hotel? Google Maps funktioniert auf meinem Handy nicht mehr, und in China ist es ohnehin nur mit technischen Tricks nutzbar. Meine ersten Versuche, Passanten nach dem Weg zu fragen, bleiben erfolglos. Doch als ich die Hotelreservierung mit chinesischem Text vorzeige, bietet ein etwa 40-jähriger Mann seine Hilfe an. Er weist mir die Richtung, und mit meiner Handskizze finde ich mich schließlich auch ohne Google Maps zurecht.
Einchecken im Hotel und Treffen mit Thomas
Thomas hatte die Entfernung von der Metrostation zum Hotel mit 800 Metern angegeben. Tatsächlich habe ich fast 2 Kilometer zurückgelegt, bis ich dort ankomme. Bei trübem, leicht regnerischem Wetter fällt es mir schwer, mit der überladenen Rolltasche zügig voranzukommen. Im Nachhinein wäre es einfacher gewesen, direkt vom Bahnhof ein Taxi zu nehmen – aber ich habe mal wieder an der falschen Stelle gespart.
Das Einchecken im Holiday Inn Express Beijing Dongzhimen verläuft schnell und unkompliziert. Mein gebuchtes Doppelzimmer befindet sich im 16. Stock. Für 16 Uhr habe ich mit Thomas ein Treffen im Foyer vereinbart. Er ist pünktlich. Persönlich kannten wir uns bislang nicht, hatten jedoch bereits telefonischen und schriftlichen Kontakt per E-Mail.
In einem nahegelegenen Café setzen wir uns zu einem Gespräch zusammen. Thomas erzählt, dass er seit 16 Jahren in China lebt. Früher war er Repräsentant einer großen deutschen Firma und ist mit einer chinesischen Unternehmerin verheiratet. In dieser Gegend, umgeben von stilvollen Büros und in der Nähe des Diplomatenviertels, hat sein Sohn Niko den deutschen Kindergarten besucht. Die Mieten und das Schulgeld seien hier sehr hoch, aber die meisten Firmen würden ihren Mitarbeitern diese Kosten erstatten.
Vor vielen Jahren war Jürgen Sinthofen ein Arbeitskollege von ihm. Dieser habe Thomas nun gebeten, bei der Organisation eines Clubmarathons in Peking zu helfen. Thomas selbst sei Hobbyläufer und trainiere regelmäßig im Chaoyang Park. Dort gebe es einen vermessenen Laufparcours von etwas mehr als 5 Kilometern Länge. Allerdings sei der Park ein beliebter Rückzugsort für viele Pekinger, sodass es ratsam sei, früh dort zu trainieren.
Thomas erwähnt außerdem, dass er ein umfangreiches Besichtigungsprogramm für uns zusammengestellt hat, das am Freitag – übermorgen – mit einem Besuch des Tiananmen-Platzes und der Verbotenen Stadt beginnen soll. Er stehe in ständigem Kontakt mit Jürgen Sinthofen, der jedoch erst am Donnerstag mit einer Gruppe weiterer Deutscher aus Amsterdam in Peking eintreffen werde. Für den morgigen Abend plant Thomas ein gemeinsames Abendessen, um die gesamte Reisegruppe zusammenzuführen.
Gemeinsames Abendessen am Donnerstag, 14.11.2024
Gegen 18 Uhr kommt Thomas, unser Mann für (fast) alles in Peking, zu uns ins Holiday Inn Express. Bis auf Giuseppe Raguso, der mit aktuell 142 Marathonländern die italienische Statistik anführt, sind alle versammelt: Jürgen Sinthofen, Mario und Doris Sagasser. Mario, der Obmann des 100 MC Deutschland, kann auf eine beeindruckende Bilanz von über 1.000 Marathons in 104 Ländern verweisen. Auch Doris, seine Frau, steht kurz vor einem Meilenstein: ihrem 99. Marathonland.
Außerdem ist Ronald Harz, ein Freund von Jürgen, dabei – und ich, der einzige Österreicher in der Runde, der ebenfalls knapp vor der Marke von 100 Marathonländern steht. Thomas, der selbst schon Marathonerfahrung gesammelt hat, plant ebenfalls, am Samstag an den Start zu gehen.
Ein bestimmtes Restaurant hat Thomas nicht im Sinn, aber in der Nähe des Hotels gibt es zahlreiche kleine Lokale mit Spezialitäten aus verschiedenen Regionen Chinas. Eher zufällig entscheiden wir uns für ein uigurisches Restaurant. Wir finden einen Tisch für sechs Personen.
Am Nebentisch beobachte ich einen Mann, der eine Nudelsuppe isst. Geschickt fischt er die Nudeln mit Essstäbchen aus der Schüssel, während die Flüssigkeit wie durch Zauberhand in seinem Mund landet. Ich beschließe, sicherheitshalber einen Löffel zu verlangen.
Die Gruppe studiert die Speisekarte, doch als ich genau diese Nudelsuppe bestellen möchte, versteht mich die lächelnde Kellnerin nicht. Generell gestaltet sich die Kommunikation schwierig: Niemand spricht Englisch, und die Speisekarte ist ausschließlich auf Chinesisch geschrieben. Thomas, der ein wenig Chinesisch versteht und sich ausdrücken kann, stößt ebenfalls an seine Grenzen.
Mit viel Geduld, Zeichensprache und improvisierten Gesten gelingt es uns schließlich, nach etwa 30 Minuten unsere Bestellungen aufzugeben.
Nach dem Abendessen nimmt Thomas uns mit auf einen Spaziergang durch die nähere Umgebung. Wir passieren ein Stadion, in dem internationale Konzerte stattfinden, Autohäuser chinesischer und westlicher Marken, trendige In-Lokale sowie eine große Shopping-Mall. Insgesamt erkunden wir ein modernes Viertel, das sich als Treffpunkt für die Jugend der Stadt und für Ausländer, die hier leben und arbeiten, etabliert hat. Wie modern das heutige China doch erscheint!

Freitag 15. November 2024 – Besuch des Tiananmen Platzes und der Verbotenen Stadt
Nach dem Frühstück treffen wir Thomas im Hotel-Foyer, um gemeinsam in den Tag zu starten. Von dort aus spazieren wir zur Dongzhimen-Metrostation. Mit der Linie 2 fahren wir bis zur Station Fuxingmen und steigen dort in die Linie 1 um. Diese bringt uns direkt zum Tiananmen-Platz. Die Tickets organisiert Thomas unkompliziert am Automaten, und die Abrechnung erfolgt gesammelt am Ende der Reise. Bereits gestern hat er die Restaurantkosten für die gesamte Gruppe übernommen.
Thomas, ein bundesdeutscher Staatsbürger, lebt seit einiger Zeit in Peking und fühlt sich dort heimisch. Mit seinem umfangreichen Wissen über die Stadt und China insgesamt ist er für uns nicht nur Reiseleiter, sondern auch eine wertvolle Informationsquelle. Auf dem Weg erzählt er: „Der Tiananmen-Platz, dessen Name übersetzt ‚Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens‘ bedeutet, wurde 1959 in seiner heutigen Form als zentraler Paradeplatz gestaltet. Mit einer Fläche von über 400.000 Quadratmetern zählt er zu den größten öffentlichen Plätzen der Welt. Er liegt im Herzen Pekings, eingebettet in die historische Nord-Süd-Achse, die bedeutende Sehenswürdigkeiten wie den Himmelstempel und die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Verbotene Stadt verbindet. Letztere war einst Kaiserpalast und bietet ein reiches kulturelles und geschichtliches Ambiente.“
Der Zugang zum Platz erfolgt ausschließlich über speziell eingerichtete Eingänge mit strengen Sicherheitskontrollen, die Metalldetektoren und Röntgengeräte umfassen. Da ein Ausweis erforderlich ist, hat Thomas uns bereits am Vorabend daran erinnert, den Reisepass mitzuführen. Der Platz ist täglich von 5:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, und der Eintritt ist kostenfrei.
Am Tiananmen-Platz angekommen, begegnen wir einem Schweizer Touristen, der uns hört, wie wir Deutsch sprechen. Freundlicherweise bietet er an, uns als Gruppe zu fotografieren. Der Platz ist beeindruckend: Wir stehen inmitten Tausender Besucher, überwiegend Chinesen, aber auch vieler westlicher Touristen.

Rund um den Platz erheben sich imposante Bauwerke. Im Westen liegt die Große Halle des Volkes, im Osten das Chinesische Nationalmuseum. Im Süden thront das Mausoleum von Mao Zedong, das nach seinem Tod 1976 errichtet wurde und seinen konservierten Leichnam beherbergt. Das Monument der Volkshelden, ein 37 Meter hoher Obelisk, erinnert an jene, die für die Nation ihr Leben ließen.
Für viele Besucher ist ein Foto vor dem riesigen Porträt von Mao Zedong ein Muss. Thomas erklärt, dass der Tiananmen-Platz nicht nur ein Symbol der chinesischen Geschichte, sondern auch Schauplatz prägender Ereignisse ist. Hier rief Mao Zedong 1949 die Volksrepublik China aus. 1989 wurde der Platz zum Schauplatz der international bekannten Pro-Demokratie-Proteste, die tragisch endeten.

Mit seiner schlichten Weite und Größe bietet der Platz Raum für mehr als eine Million Menschen. Besonders beeindruckend sind die täglichen Zeremonien: Das Hissen und Einholen der Nationalflagge bei Sonnenaufgang und -untergang sowie die Wachablösungen ziehen viele Besucher an. An nationalen Feiertagen ist der Platz festlich geschmückt, und abends sorgt die Beleuchtung der umliegenden Gebäude für eine einzigartige Atmosphäre.
Jürgen ergänzt schließlich, dass der Tiananmen-Platz während der Olympischen Sommerspiele 2008 der Startpunkt des Marathonlaufs war.
Auf in die Verbotene Stadt
Thomas hat für uns alle die Eintrittskarten für die Verbotene Stadt organisiert – ab 60 Jahren erhält man hier eine Ermäßigung. Wie gewohnt wird am Ende der Reise mit ihm abgerechnet.
Die Verbotene Stadt, auf Chinesisch Zǐjìnchéng, „Purpurne Verbotene Stadt“, ist ein Meisterwerk chinesischer Baukunst und Geschichte. Sie diente bis zur Revolution von 1911 als Residenz und Regierungssitz von 24 Kaisern der Ming- sowie zehn der Qing-Dynastie. Strenge Zeremonien und Protokolle prägten den Alltag innerhalb der Anlage. Der Zutritt war der einfachen Bevölkerung streng untersagt, was ihr den Namen „Verbotene Stadt“ einbrachte. Zwischen 1406 und 1420 errichtet, gilt sie mit 720.000 Quadratmetern Fläche und über 800 Gebäuden als der größte Palastkomplex der Welt. Eine zehn Meter hohe Mauer und ein breiter, mit Wasser gefüllter Graben umgaben die Stadt und trennten sie vollständig von der Außenwelt. Innerhalb dieser Mauern lebten bis zu 3.000 Menschen, darunter der Kaiser, seine Frauen, Kinder und zahlreiche Eunuchen. Der Bau dieser Anlage erforderte immense Ressourcen: etwa eine Million Arbeiter und 100.000 Kunsthandwerker waren beteiligt.

Betreten wird der eindrucksvolle Komplex durch das Tiananmen-Tor, das „Tor des Himmlischen Friedens“, an dem ein übergroßes Porträt von Mao Zedong an die Gründung der Volksrepublik China erinnert. Über das Mittagstor und schließlich das Tor der Höchsten Harmonie gelangt man in das Herz der Verbotenen Stadt. Dort befinden sich die drei Hauptgebäude: die Halle der Höchsten Harmonie, die Halle der Harmoniewahrung und die Halle der Harmonie der Mitte. Besonders die Halle der Höchsten Harmonie spielte eine zentrale Rolle. Mit dem prachtvollen Drachenthron im Zentrum war sie Schauplatz wichtiger Zeremonien, Thronbesteigungen und Feierlichkeiten zur Wintersonnenwende. Mit einer Höhe von 35 Metern ist sie zudem das größte Bauwerk der gesamten Palastanlage. In den umliegenden Palästen kann man heute eine Vielzahl historischer Artefakte bestaunen: Kunstgegenstände, Waffen, Gewänder und Musikinstrumente, die einen Einblick in das höfische Leben der Kaiserzeit geben. Im nördlichen Teil liegt der Palastgarten, ein Ort der Ruhe und Entspannung für den Kaiser. Hier beeindrucken kunstvolle Mosaikpflasterungen, alte Bäume, elegante Pavillons.
1925 wurde die Verbotene Stadt in ein Museum, das heutige Palastmuseum, umgewandelt. Seit 1987 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Etwa 60 % der Anlage sind heute für Besucher zugänglich, die von der Pracht und Symbolik des Ortes fasziniert sind. Obwohl die tatsächliche Anzahl der Räume auf 8.886 geschätzt wird, erzählen Legenden von 10.000 – eine symbolische Zahl, die die irdische Macht des Kaisers und die Verbindung zum Himmel betonen soll.
Nach Stunden, in denen wir die vielen Facetten der Verbotenen Stadt erkunden, endet unsere Besichtigung am Nordausgang, wo wir wie verabredet, Thomas treffen. Vorher lasse ich mich jedoch in einem Souvenirgeschäft nieder, um eine Mao-Kappe zu kaufen. Schnell werde ich fündig, doch Mario, der ebenfalls den Laden betritt, korrigiert mich: Es sei lediglich eine Baseballkappe mit Mao-Bild. Dabei hatte ich erst am Vortag erklärt, dass ich eine klassische grüne Revolutionskappe suche – ein Symbol, wie es auch die Kommunisten unter Fidel Castro in Kuba trugen. Schließlich tausche ich die Kappe um und bekomme etwa 20 Yuan zurück. Einige Tage später bereue ich jedoch, die auffällige Baseballkappe mit dem Mao-Porträt vorne und einer Abbildung des Kaiserpalastes an der Seite, nicht behalten zu haben.

Mit Thomas schlendern wir zunächst durch eine weitere Parkanlage in der Nähe des Kaiserpalastes. Immer wieder begegnen uns junge Leute und Kinder in traditionellen Kostümen. Die herbstliche Luft ist angenehm, und die Menschen scheinen die entspannte Atmosphäre zu genießen. Überall wird fotografiert, vermutlich auch, weil es Freitag Nachmittag ist und einige das Wochenende vorzeitig eingeläutet haben.

Während die Gruppe ihr Sightseeing-Programm fortsetzen möchte, verabschiede ich mich. Ich möchte für den morgigen Marathon fit sein. Aus Erfahrung weiß ich, dass zu lange Spaziergänge bei Kniebeschwerden kontraproduktiv sein können. Deshalb meide ich konsequent ein 10-Kilometer-Walkingprogramm, um meine Knie zu schonen.
Marathontag im Sonnenpark von Peking
Wir sind alle hier, um einen Marathon-Länderpunkt aus China zu heimzuholen. Jürgen, der die Reise initiiert hat und gemeinsam mit Thomas seit Monaten daran arbeitet, den Marathon im Chaoyang Park zu organisieren, verfolgt ein ganz persönliches Ziel: Er möchte seine Sammlung von Marathons in Olympiastädten erweitern, zu denen auch Peking gehört.
Jürgen erzählt, dass er jahrelang versucht hat, einen Startplatz für den offiziellen Peking-Marathon zu ergattern, doch die Chancen seien nahezu aussichtslos. In diesem Jahr etwa wurde der Lauf sehr kurzfristig ausgeschrieben, und bei 183.000 Bewerbungen durften nur 35.000 Läufer starten – der Marathon fand am 3. November statt. Mein Ziel ist weniger ehrgeizig; für mich zählt lediglich der Länderpunkt. Zwar hätte ich mich über eine englische Agentur für den Shanghai-Marathon am 1. Dezember anmelden können – für etwa 1.200 Pfund inklusive drei Übernachtungen –, doch fehlten Informationen zu den Cut-off-Zeiten und der Streckenöffnung. Zudem war ich bereits für den Yodo-River-Marathon in Osaka am 3. November registriert und nahm wie erwähnt am 7. November an einem Clubmarathon um den Kaiserpalast in Tokio teil. Terminüberschneidungen wären also unvermeidlich gewesen.
Auch der Rest der Gruppe ist hauptsächlich wegen des Länderpunktes hier. Giuseppe, der in Frankfurt lebende Italiener allerdings kombiniert den Marathon mit einer Chinareise, die er gemeinsam mit seiner Frau unternimmt – eine ideale Gelegenheit, einen weiteren Lauf zu seiner imposanten Ländersammlung hinzuzufügen.
Der Chaoyang-Park ist eine weitläufige Anlage im Bezirk Chaoyang im Nordosten Pekings, die auf dem Gelände des ehemaligen Prinzenpalastes liegt. Die Bauarbeiten begannen 1984. Der Park ist 2,8 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit, mit einer Gesamtfläche von 288,7 Hektar, von denen 68,2 Hektar mit Wasser bedeckt sind. 87 Prozent der Fläche sind Grünanlagen.

Dieser Freizeitpark eignet sich vor allem für Spaziergänge, bietet aber auch einige Bereiche mit Fahrgeschäften und Verleihmöglichkeiten. Für die Fahrgeschäfte können Tickets an einem nahegelegenen Kiosk gekauft werden.
Thomas läuft regelmäßig hier, für ihn ist es der ideale Ort für einen Marathon in der chinesischen Hauptstadt. Er findet den Park schön und malerisch, und es ist hier angenehm ruhig, besonders am frühen Morgen. Der Eintritt kostet 5 Yuan, wie in den meisten Parks in Peking. Auch international wird der Sonnenpark wegen seiner ruhigen Lage und guten Infrastruktur in der Läufercommunity empfohlen, so etwa auf mypacer.com: „Chaoyang Park Walking and Running Trail is a 3.5 mile (8,000-step) route located near Chaoyang District, Beijing, China. This route has an elevation gain of about 32.8 ft and is rated as easy. This route starts at Chaoyang Park’s South Gate and heads straight north until it meets the running track. Then it does one ~5km loop on the track. The running track has other offshoots if you want to go farther.”

Der Rundkurs ist etwa 5,3 Kilometer lang und weist einen Höhenunterschied von rund 10 Metern auf. Er muss achtmal durchlaufen werden, sodass insgesamt etwa 80 Höhenmeter gesammelt werden. Die Laufbahn bietet auch Abzweigungen, falls man weiter laufen möchte.
Das Südtor des Chaoyang-Parks liegt 1,5 Kilometer östlich der Tuanjiehu-Station der Pekinger U-Bahn-Linie 10. Von den meisten Teilen des Gebiets aus dauert es etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß zur U-Bahn.
Mit etwas Verspätung fahren wir gegen 7:30 Uhr vom Holiday Inn Express zum Park. Jürgen, Ron und ich nehmen das zweite Taxi und fahren hinterher. Als Treffpunkt war das Westtor des Parks vereinbart, doch unser Fahrer setzt uns am Südtor ab. Wir finden trotzdem den Weg zum Start des Marathons vor einem Sportgeschäft, aber Thomas sowie die anderen – Mario, Doris und Giuseppe – sind noch nicht da. Jürgen wird nervös, doch niemand drängt uns, höchstens, dass es nun schon früher dunkel wird und die herbstliche Frische einsetzt. Schließlich kommen uns die anderen auf dem rötlich markierten Parcours entgegen. Thomas hat als Helfer seine Frau und seinen Sohn dabei. Wir besprechen noch einmal den Ablauf. Das Gepäck wird von Thomas' Familie beaufsichtigt, die auch für die Kontrolle der Runden verantwortlich ist. Obwohl jeder für seine eigene Verpflegung sorgt, hat Thomas’ Frau eine ganze Reihe an Dingen mitgebracht, sogar Gels.

Um sicherzustellen, dass die volle Strecke von 42,195 km erreicht wird, beschließen Jürgen und Thomas, dass wir zu Beginn der ersten Runde noch einen etwa 500 Meter langen Zusatzlauf einbauen. Zunächst wundere ich mich, warum wir nicht im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn laufen sollen. Es wird beschlossen, dass wir bei der Kontroll- und Labestation umkehren und somit insgesamt nur viermal in dieselbe Richtung laufen. Diese Entscheidung wird unter anderem mit dem zu erwartenden Anstieg von Spaziergängern und Läufern am späteren Morgen und vor allem am Nachmittag begründet. Auf diese Weise kann man die Menschenmengen besser sichten.
Ich bin jedoch erstaunt, wie viele Läufer an diesem herrlichen Samstagmorgen bereits unterwegs sind. Alle in moderner Laufkleidung, mit schicken Brillen und einem “coolen” Gesichtsausdruck, der darauf schließen lässt, dass viele schon an internationalen Wettkämpfen und Großveranstaltungen teilgenommen haben. Das China, das ich 1995 auf unserer Weltreise erlebt habe, scheint in Städten wie Peking offenbar nicht mehr zu existieren.

Seit Monaten kämpfe ich gegen eine verschleppte Bronchitis – im Juli musste ich sogar drei Tage im Krankenhaus verbringen, mit dem Verdacht auf eine Lungenembolie. Drei Corona-Infektionen seit 2020 haben meine Lungenfunktion beeinträchtigt, sodass ich nicht mehr meine volle Leistungsfähigkeit erreiche. Daher kann ich nur noch langsam laufen, während die Gruppe leider schon auf der Einschubkurzrunde ohne Rücksicht auf mich davoneilt.
Nach etwa 250 Metern kommen mir alle entgegen. Im Park kann man sich kaum verirren, man muss sich nur an der roten Markierung des Laufparcours orientieren. So schön der Tag auch ist, es gibt keinen Morgensportler, der mich nicht überholt. Viele laufen mit Zeiten von 5 Minuten pro Kilometer, ähnlich wie ich in meinen besten Tagen vor 20 Jahren im Wiener Prater. Doch die vollen 5,3 Kilometer ziehen sich, ein kleiner Brückenanstieg ist zu überwinden, und bei einer Straßenunterführung merke ich wieder meine Knie, weil es bergab geht. Alles in allem keine guten Voraussetzungen für eine passable Finisherzeit, die noch in weiter Ferne liegt.
Als ich bei der Kontrollstelle ankomme, begegnet mir gerade Giuseppe aus der anderen Richtung. Hat sich da jemand verirrt?
Ich habe mich nicht über die Höhenlage Pekings informiert, aber mehr als 100 Meter über dem Meeresspiegel dürfte die Stadt nicht liegen. In der ersten Runde ist mir aufgefallen, dass die Luftqualität im Park vielleicht doch nicht die beste ist. Obwohl in der Stadt fast nur noch Elektroautos unterwegs sind, merke ich, dass mir der Atem etwas kürzer wird. Von den geplanten 9 Minuten pro Kilometer bin ich weit entfernt – die GPS-Uhr zeigt nach der ersten Runde 51 Minuten an.
Ich kann Thomas nur beglückwünschen, so eine schöne Laufstrecke für uns ausgesucht zu haben. Manche einheimische Morgensportler zwinkern mir zu, auch die zum Teil sehr jungen Frauen auf der Strecke nehmen Notiz von mir, besonders wenn ich wie gewohnt fotografiere. Sie nicken freundlich rüber.

In meiner zweiten Runde treffe ich auf Thomas und Jürgen, die heute mit großem Einsatz unterwegs sind. Sie laufen in etwa 6:30 Minuten pro Kilometer und unterhalten sich dabei. Das zeigt, dass beide gut trainiert sind. Ob sie dieses Tempo jedoch bis zum Ende durchhalten werden, bleibt abzuwarten. Nicht minder schnell sind Mario (er ist immer eine verlässliche Bank!) und Doris, die ihr 99. Land vor Augen hat. Dahinter kommen Giuseppe und Ron. Besonders Giuseppe wirkt heute sehr ambitioniert, ich habe ihn selten so hartnäckig erlebt. In dieser Konstellation scheint für mich wohl nur der letzte Platz übrig zu bleiben.

Nach der zweiten Runde gönne ich mir eine etwas längere Pause an der Kontrollstelle und trinke einen Schluck Cola. In meinem Sportsack habe ich auch eine Dose Red Bull verstaut, und in meiner Bauchtasche liegen fünf Gels bereit. Obwohl Jürgen, unser mitlaufender Race Director, uns jeglichen Zeitdruck genommen hat, möchte ich trotzdem nicht zu weit zurückfallen. Flüssige Energie- und Sportnahrung könnte auf den nächsten Runden hilfreich sein, falls Red Bull tatsächlich Flügel verleiht.
Während ich die dritte Runde in Angriff nehme, sind Jürgen und Thomas weiter in einem überdurchschnittlichen Tempo unterwegs, gefolgt von Mario und Doris, die sich ebenfalls auf dem Rückweg befinden und bald in die vierte Runde starten werden. Ron und Giuseppe folgen ihnen in einigem Abstand. Die bisherige Reihenfolge hat sich nicht verändert und könnte möglicherweise bis zum Ende des Rennens Bestand haben.
Wir gehen inmitten Hunderter anderer Läuferinnen und Läufer, zahlreicher Walker, Familien mit Kinderwägen und Radfahrern nahezu unbemerkt unter. Unsere dezent gestaltete Startnummer, die seitlich an der Laufhose befestigt ist, trägt ebenfalls dazu bei, dass wir nicht auffallen. Zufälligerweise findet gerade ein Kinder- und Firmenlauf statt, dessen Teilnehmende alle einheitlich gekleidet sind und als lautstarke Gruppe die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wieder begegnen mir Thomas, dicht gefolgt von Jürgen – beide sind gezwungen, ständig auszuweichen, da der Zustrom an Ausflüglern merklich zugenommen hat. Auf dem Laufparcours tummeln sich inzwischen Batteriefahrzeuge, Kinderfahrräder und andere “Verkehrsteilnehmer”. Dennoch bleibt genügend Platz, sodass der Lauffluss weitgehend ungestört bleibt.
Kurz darauf folgen Mario, Doris und Ron. Nur Giuseppe scheint etwas zurückgefallen zu sein, hält aber weiterhin einen Vorsprung vor mir.

Thomas' Gattin erhält beim Rundenzählen nun Unterstützung von ihrer Tante und einer weiteren Verwandten. Ihr Sohn Niko hat inzwischen eine Trainingsrunde absolviert und mich, trotz meines zügigen Schritttempos als Walker, mühelos überholt.
Mittlerweile befinde ich mich in meiner fünften Runde, während alle anderen diese bald abschließen werden. Ron und Giuseppe liegen weiterhin etwas zurück, wobei Letzterer beeindruckend Boden gutgemacht hat und wieder näher an die Gruppe herankommt.

Am frühen Nachmittag begegnen wir Spaziergängern, die in prachtvollen Kostümen herausgeputzt sind. Offenbar feiern sie einen besonderen Festtag oder treten aus einem speziellen Anlass in dieser Weise auf. Familien mit Kindern tummeln sich am Streichelzoo, der rege besucht wird.
Es ist ein wunderschöner Herbsttag hier in Peking – einer Stadt, die ich bisher noch nie besucht habe und die ich nur dank meiner Marathonsammlerambitionen zum ersten Mal erleben darf.

Das Rundenzählen wird zur Routine, und mittlerweile haben mich alle anderen Läufer, abgesehen von Ron und Giuseppe, mindestens einmal überrundet. Jürgen und Thomas, die bis Kilometer 30 noch gemeinsam liefen, scheinen ihre gemeinsame Linie verloren zu haben. Jürgen hat sich offenbar einen kleinen Vorsprung erarbeitet und wirkt entschlossen, ihn bis zum Ende zu halten.
Inzwischen überqueren Mario und Doris als erste die imaginäre Ziellinie. Nach knapp unter sechs Stunden beenden sie das Rennen – ein beeindruckendes Ergebnis, das ihren Ehrgeiz und ihre Ausdauer widerspiegelt. Ron und Giuseppe haben zu diesem Zeitpunkt noch jeweils eine Runde vor sich, während ich selbst noch zwei Runden zu absolvieren habe.

Als ich endlich die siebte Runde abschließe, drängt Jürgen mich eindringlich, das Tempo zu erhöhen. Es wird langsam dunkel, und die angenehme Herbstluft verwandelt sich allmählich in eine kühle Abendbrise. Trotz seiner eigenen Anstrengungen wartet er jedoch geduldig am Kontrollpunkt, gemeinsam mit Ron, um sicherzustellen, dass wir alle gemeinsam den Park verlassen können.
Unser Rückweg vom Südeingang des Parks gestaltet sich mühsam. Der samstägliche Abendverkehr in Peking sorgt für dichte Straßen, und unser Taxi steht immer wieder im Stau. Doch die Stimmung ist gelöst – der Gedanke, den Tag gemeinsam mit einem erfolgreichen Marathon abgeschlossen zu haben, überwiegt die Strapazen.

Zurück im Hotel erwartet uns ein kleiner, aber herzlicher Höhepunkt: die Siegerehrung. Im Foyer überreicht Jürgen jedem von uns eine Medaille und Thomas händigt uns ein T-Shirt aus, das er eigens für diese Veranstaltung organisiert hat. Es ist ein stolzer Moment, der die Mühen des Tages würdigt und uns als Gruppe enger zusammenschweißt.
Zum Abschluss des Tages gehen wir gemeinsam Abendessen. Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen lassen wir den Marathon Revue passieren und genießen das wohlverdiente Gefühl, eine außergewöhnliche sportliche Leistung vollbracht zu haben – inmitten der lebhaften Metropole Peking.

Nach dem Marathon: Besuch der Großen Mauer, des Sommerpalastes und des Olympiastadions
Thomas hat für uns einen Shuttlebus organisiert, der uns am Sonntagvormittag gegen 9 Uhr direkt vom Hotel zur berühmten Chinesischen Mauer bringt. Dieses monumentale Bauwerk ist nicht nur ein Wahrzeichen Chinas, sondern auch eines der sieben neuen Weltwunder. Mit einer Gesamtlänge von beeindruckenden 21.196,18 Kilometern, so die neuesten Erkenntnisse, gehört die Mauer zu den größten architektonischen Meisterwerken der Menschheit. Der Name „10.000 Li lange Mauer“ verweist auf ihre symbolische Unendlichkeit und umfasst mehr als 43.000 Einzelobjekte und Standorte.
Der von ihm ausgewählte Abschnitt bei Jinshanling, etwa 130 km bzw. 2 ½ Autostunden nordöstlich von Peking, ist besonders bekannt und gut erhalten. Er wurde in der Ming-Dynastie zwischen 1368 und 1389 erbaut und später unter General Qi Jiguang in den Jahren 1567–1570 renoviert. Dieser 5,1 km lange Abschnitt umfasst 31 Wachtürme und bietet beeindruckende Aussichten. Laut Thomas ist er weniger überlaufen als der häufig besuchte Badaling-Abschnitt.

Jinshanling ist ideal für Wanderungen, besonders die beliebte Route nach Simatai, die etwa vier Stunden dauert. Der Abschnitt ist sowohl historisch als auch architektonisch faszinierend, mit Wachtürmen und Leuchttürmen, die einst als Schutz vor Eindringlingen dienten. Die beste Reisezeit ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter angenehm und die grüne Landschaft besonders eindrucksvoll ist. Mitte November ist die Landschaft jedoch in ein herbstliches Braun gehüllt, und die Kälte macht sich bemerkbar. Die Mauer erstreckt sich über die “Goldenen Berge”, und der Kleine Jinshan-Turm bietet einen beliebten Aussichtspunkt, der auch per Seilbahn erreichbar ist. Leider können wir diese am Tag unseres Eintreffens nicht nutzen. Stattdessen bringt uns ein kleiner Elektrobus direkt von der Station zum Maueraufgang.
Thomas und die Gruppe sind voller Elan, die Stufen der Großen Mauer hinaufzusteigen. In diesen Momenten frage ich mich, wie anstrengend der Marathon auf der Mauer wohl sein muss.

Vor fünf Jahren hätte ich mir das durchaus zugetraut – damals habe ich zahlreiche Bergmarathons, darunter auch die nicht gekürzte Variante in Andorra, in guten Zeiten bewältigt. Doch jetzt steige ich Schritt für Schritt die Stufen hinauf, während hinter und neben mir zwei ältere Damen, die sich mit Stöcken stützen, keuchend die Höhenmeter überwinden. Oben macht jemand von uns ein Gemeinschaftsfoto.

Die Aussicht, die sich mir bietet – die Weite der Landschaft und der Blick auf die tiefer gelegenen Abschnitte der beeindruckenden Mauer – ist überwältigend. Für mich wird dies zum klaren Höhepunkt meiner Chinareise. Rückblickend wird nicht mehr der Marathon im Chaoyang Park im Mittelpunkt stehen, sondern all die unvergesslichen Eindrücke und Erlebnisse, die ich als Siebzigjähriger für immer mit mir tragen werde.

Auf der ca. 2 ½ Stunden dauernden Rückfahrt bringt uns der Shuttlebus laut Programm noch auf einen Abstecher zum Olympiastadion von Peking, wo 2008 auch ein Marathon stattfand. Während besonders Jürgen auf einen Schnappschuss drängt, suche ich zuerst ein WC auf und danach einen Kiosk,wo ich zufälligerweise einige für Chinareisende passende Souvenirs finde: für die inzwischen erwachsene Tochter einen Stoffpandabären, der sie, auf dem Schreibtisch platziert, bei ihren juristischen Tätigkeiten auf andere Gedanken wie z.B. Fernreisen bringen möge und für mich eine Erinnerungsmedaille, die bestätigen soll, dass ich auf der Großen Mauer war.
Anschließend steht noch ein Kurzbesuch im Sommerpalast an. Der Neue Sommerpalast, etwa 15 km nordwestlich von Pekings Zentrum, erstreckt sich über 300 Hektar mit historischen Palästen und Naturlandschaften. Einst war er Rückzugsort für Kaiser im heißen Sommer, seit 1998 ist er UNESCO-Weltkulturerbe und für seine kaiserliche Architektur und Gartengestaltung bekannt. Ursprünglich im 12. Jahrhundert als kaiserlicher Garten angelegt, wurde der Sommerpalast in der Qing-Dynastie (1644-1911) in seiner heutigen Form gestaltet und 1924 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Halle der Freude und Langlebigkeit sowie der Garten der Tugend und Harmonie. Vom Turm des buddhistischen Wohlgeruchs hat man einen Panoramablick über den Park. Der Kunming-See ist umgeben von vielen weiteren Attraktionen, darunter der berühmte Wandelgang mit kunstvoll bemalten Stützbalken, das Marmorboot und die Siebzehn-Bogen-Brücke.

Bootstouren rund um den See sind möglich, jedoch wetterabhängig. Der Sommerpalast ist ein beliebtes Ziel und an Spitzentagen kann es voll werden. Die beste Besuchszeit ist im Frühling und Herbst, wenn das Wetter angenehm und die Blumen in Blüte sind. Im Sommer sind die Lotusblüten eine Attraktion, im Winter kann man auf dem gefrorenen See Schlittschuh laufen. Der Sommerpalast ist täglich geöffnet, die U-Bahnstation Beigongmen (Linie 4) ist der nächstgelegene Zugang.

Kurzes Nachwort:
Ich habe in anderen Berichten schon betont, dass “klassische” Marathonsammler heutzutage oft keine sportlichen Spitzenläufer mehr sind, sondern eher etablierte Hobbyläufer, die sich Fernreisen leisten können und wollen, um ihr Steckenpferd mit zusätzlichen Aufenthalten in verschiedenen Ländern zu verbinden. So habe auch ich neue Länder entdeckt und finde mich als Marathontourist unter Gleichgesinnten gut aufgehoben. Meine sportlichen Höchstleistungen habe ich „damals“ erbracht: Meine österreichischen Jahresrekorde (53 Marathons ohne Ultraläufe zumeist sub 5 Stunden) aus den Jahren 2013 und 2017 stehen noch immer, und mit rund 470 Marathons wird auch mein zweiter Platz (wenn auch weit hinter dem österreichischen Rekordhalter Gerhard Wally) noch einige Jahre Bestand haben. Hätte ich mit 30 anstatt mit knapp unter 50 Jahren begonnen, wäre meine Statistik womöglich “üppiger” (und auch die Laufzeiten altersadäquat “besser”).
Abschließend möchte ich mich herzlich bei Jürgen Sinthofen bedanken, dessen großer Einsatz und Expertise maßgeblich zum Erfolg des Marathons im Chaoyang Park in Peking beigetragen haben. Ein ebenso herzliches Dankeschön gilt Thomas Spatz für die hervorragende Organisation sowohl des Marathons als auch des abwechslungsreichen Ausflugsprogramms. Mein Dank richtet sich zudem an seine Familie, die durch die Betreuung der Versorgungsstation und die Abnahme der Durchgangszeiten einen wichtigen Beitrag geleistet hat.


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