Der Saisonauftakt für den Wildsau Dirt Run ging am 5. April 2014 in der Hellsklamm in Klammhöhe/NÖ bei Wien erfolgreich über die Bühne.
Die Teilnehmer sind erschöpft, aber glücklich. Denn die erste Wildsau dieses Jahres war dreckig, hart, gnadenlos und gerade deshalb ein voller Erfolg. Knapp 700 Läufer folgten dem Aufruf von „Director of Pain“ Georg Melzer und stellten sich bei idealen Dirt Run Bedingungen der Herausforderung.
Im Ziel konnte man trotz der Anstrengung lächelnde, wenn auch dreckige Gesichter sehen. Andreas Ropin und Raffaela Benz, die härtesten Wildsäue in der 20km Disziplin, sowie Lisi Meissl und Christian Stockner, die Gewinner auf der 10km Strecke, konnten sich gegen ihre Kontrahenten im Schlamm durchsetzen. Im Team-Bewerb entschied Team „CRANK“ das Rennen für sich. Und die furchterregenden Zombies konnten das Publikum mit dem kreativsten Kostüm überzeugen.
Viele Zuschauer pilgerten in die Hellsklamm, um dem ersten Wildsau Dirt Run der Saison beizuwohnen und die Läufer moralisch zu unterstützen. Die Stimmung war hervorragend, genauso wie das Wetter. Deshalb musste sogar die Strecke mit Wasser bearbeitet werden, um das gewollte „Gatsch-Level“ für den Lauf zu erreichen und die Hindernisse Wildsau-tauglich zu machen. Egal ob man mit knapp fünf Stunden oder schon nach knapp hundert Minuten ins Ziel kam, bei diesem extravaganten Lauf steht immer der Spaß im Vordergrund. Die härtesten Wildsäue in der Königsdisziplin von 20km mit insgesamt fünf Runden durch den herausfordernden Hindernis-Parcours waren Raffaela Benz (5:56:49) und Andreas Ropin (3:28:42). Auf der 10 km Strecke mit mehr als 1.000 Höhenmetern gewinnen Lisi Meissl (2:04:45) und Christian Stockner (1:38:32). In der Teamwertung setzte sich das Team „CRANK“ mit einer Durchschnittszeit von 2:10:18 gegen die Konkurrenten durch.
Von der Wildsau zur Prinzessin
Die aufregendste Läuferin war wohl Wendy Night. Die Burlesque Queen aus Wien, die von ihren Freunden liebevoll „Wildsau“ genannt wird, konnte während des Rennens die eine oder andere schmutzige Phantasie in den Köpfen mancher Zuschauer wecken. Wendy Night stellte sich neben Gatsch und Schlamm aber noch einer anderen Herausforderung: In nur einem Tag verwandelte sie sich von der „Wildsau“ beim Dirt Run zur „Prinzessin“ – und zwar bei einem VIP- Auftritt am Dancer against Cancer Ball in der Hofburg.
Lass sie raus!
Für alle, die es verpasst haben: Es gibt noch weitere Chancen sich der Herausforderung zu stellen. Nach einer kurzen Sommerpause geht es am 6. September 2014 in St. Leonhard bei Salzburg weiter, gefolgt von einem Lauf am 4. Oktober 2014 in der Steiermark. Der Abschluss der Saison findet am 18. Oktober 2014 wieder in der Hellsklamm statt. Gleich vier Mal in diesem Jahr haben also alle mutigen Läufer die Chance zu beweisen, dass sie zu den härtesten Wildsäuen des Landes gehören. Für den Wildsau-Cup gilt es, sich bei allen vier Terminen der Herausforderung zu stellen und möglichst viele Punkte zu sammeln. Dem Gewinner steht ohne Zweifel der Titel „Ober-Wildsau 2014“ zu. Der Cup-Sieg wird nicht nur unter Einzelkämpfern ausgefochten. Auch Teams von 3-10 Personen haben die Möglichkeit den heißbegehrten Titel zu holen.
Die schnellsten Wildsäue aus allen Disziplinen:
20km Mann: Andreas Ropin, 3:28:42
20km Frau: Raffaela Benz, 5:56:49
10km Mann: Christian Stockner, 1:38:32
10km Frau: Lisi Meissl, 2:04:45
10km Team: Team CRANK (Lisi Meisssl, Peter Hofbauer, Roman Dittrich), 2:10:18
Kreativstes Kostüm: Die Zombies
Foto (C) Nr22.com
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