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Die Finisherzahlen bei Schweizer Running-Events befinden sich weiterhin merklich unter dem Vor-Corona-Niveau. Swiss Runners hat die Gründe fürs Fernbleiben analysiert. Neben dem Rückgang der Anmeldezahlen beschäftigt die Organisatoren die inflationsbedingten Kostensteigerungen und folglich die Finanzierung der Veranstaltung.

Auch wenn in der Freizeit sehr viele Schweizer die Laufschuhe schnüren und so den gesunden Ausgleich zum Arbeitsalltag pflegen – das gesteigerte Bewegungsbedürfnis der Bevölkerung schlägt sich 2022 noch nicht in den Finisherzahlen an Laufevents nieder. Eine umfassende Analyse der Teilnehmerzahlen der großen Schweizer Laufveranstaltungen hat ergeben, dass die Anmelde- und Finisherzahlen zwischen 30% und 40% hinter den Durchschnittswerten 2017-2019 zurückbleiben. Die Erholung nach der Eventpause folgt schleppend.

Befragung der Läufer mit Rennpause

Swiss Runners hat als Interessenvereinigung der größten Schweizer Laufevents in einer Umfrage die Gründe für den Rückgang untersucht. In Frühling wurden rund 5.500 Personen, welche in vergangenen Jahren für einen Laufevent angemeldet waren und 2022 auf einen Start verzichteten, über die Motive ihres Fernbleibens befragt. Die Antworten sind dabei vielfältig. Terminliche Gründe sowie die fehlende Vorbereitung waren die beiden Hauptgründe für die Rennpause. Das Meiden von größeren Menschenansammlungen ist nur bei einer kleinen Minderheit Grund für die Nichtanmeldung.https://vg06.met.vgwort.de/na/d02a063f128748cf95379af51beae63c

Leichte Besserung für 2023 zu erwarten

Erfreulich ist, dass ein Großteil der Befragten weiterhin in der Freizeit läuft und eine Mehrheit beabsichtigt, 2023 an die angestammte Laufveranstaltung zurückzukehren. Dennoch wird erwartet, dass sich die Finisherzahlen auch im nächsten Jahr noch merklich unter dem Level der Boom-Jahre 2017-2019 bewegen werden.

Herausforderungen für Laufevents

Die Startgelder sind für Organisatoren von Laufevents eine wichtige Einnahmequelle. Sinkende Erträge aus Teilnahmegebühren erschweren die organisatorische Weiterentwicklung der jeweiligen Veranstaltung. Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld sorgt für weitere Herausforderungen. Stark gestiegenen Energie- und Lieferkosten führen einerseits zu einer massiven Zusatzbelastung für Laufevents und zwingt andererseits die Sponsoren zur Kürzung ihrer Marketingbudgets, was eine Reduktion der finanziellen Unterstützung der Veranstalter zur Folge hat.

Erhöhung der Startgebühren sehr wahrscheinlich

Es ist folglich denkbar, dass gewisse Organisatoren für ihre Veranstaltungen die Startgebühren für 2023 den neuen Gegebenheiten anpassen müssen, um das weitere Fortbestehen zu sichern.

Mit vertiefter Zusammenarbeit sowie konzeptionellen Optimierungen möchten die Schweizer Laufevents ihrer wichtigen Funktion in der Gesellschaft hinsichtlich der Bewegungsförderung nachkommen und auch weiterhin Veranstaltungen von höchster organisatorischer Qualität anbieten.

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Kommentare

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Tono
Dienstag, 11. Oktober 2022 22:07
In der Schweiz könnte es 2023 Besserung geben, aber in Deutschland eher nicht. Höhere Startgebühren werden wohl kaum für Besserung der Teilnehmerzahlen sorgen, wenn uns die Politik ja jetzt schon alle arm macht. Da spare ich mir lieber die 100 Euro Startgebühr für den Marathon und laufe in meiner Freizeit einen Marathon.
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