Am 7. September steht die Domstadt wieder Kopf, wenn der Köln Triathlon die Triathlon-Elite und tausende Hobbysportler auf die Straßen, in den Rhein und aufs Rad lockt.
Das Rennen hat sich längst zu einem echten Kult-Event gemausert – und 2025 verspricht es besonders packend zu werden.
Preisgeld, Punkte und Prestige
Auf der Mitteldistanz kämpfen die Profis nicht nur um satte 24.800 Euro Preisgeld, sondern auch um wertvolle Zähler für das PTO Ranking. Das Starterfeld kann sich sehen lassen: Mit am Start sind internationale Größen, nationale Meister und starke Rückkehrer, die in Köln zeigen wollen, was in ihnen steckt.
Kraft trifft auf Holm – Duell mit Spannungsgarantie
Alle Augen sind auf Fabian Kraft gerichtet. Der frischgebackene 70.3-Europameister aus Jönköping ist aktuell in Topform und will auch am Rhein ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Vor seinem Start in Köln testet er beim 70.3 Zell am See noch einmal die Beine. „Die Vorbereitung läuft sehr gut, ich fühle mich fit. Es wird spannend, wie ich zwei Rennen direkt hintereinander verkrafte. Aber Köln bietet die perfekte Gelegenheit, das gegen ein starkes Feld auszuprobieren. Mein Ziel ist es natürlich, möglichst weit vorne zu landen“, erklärt Kraft voller Vorfreude.
Sein größter Rivale ist kein Unbekannter: der Däne Emil Holm, der bei den Olympischen Spielen in Paris über die Sprintdistanz antrat und dort Rang 35 belegte. Am Tag vor dem Köln Triathlon geht er noch bei der Triathlon-Bundesliga in Hannover an den Start – Doppelschicht für den schnellen Skandinavier.
Jägerfeld mit Huckschlag, Butters und Co.
Auch die deutsche Konkurrenz will es wissen. Nils Huckschlag, im Vorjahr Dritter in Köln, tritt mit klaren Ambitionen an. Dazu kommen Hannes Butters vom Erdinger Active Team, Jannik Stoll vom Skinfit Racing Tri Team sowie Lennart Sievers, Deutscher Vizemeister über die Mitteldistanz, der nach längerer Verletzung wieder an der Startlinie steht.
Powerfrauen auf der Mitteldistanz
Bei den Frauen ist das Feld mindestens genauso spannend. Jana Uderstadt hat 2025 bereits Siege in Obernai und Ingolstadt gefeiert und beim Ironman Südafrika Rang sechs geholt. Ihre Dauerrivalin Katharina Wolf glänzte bei der Challenge Roth mit Platz acht. Im PTO-Ranking liegen beide nur zwei Plätze auseinander – Spannung pur für die Zuschauer am Rheinauhafen.
Dazu kommt die dänische Kämpferin Anastacia Nielsen, die im Vorjahr in Köln Zweite wurde und auch in Samorin bei der Challenge „The Championship“ auf das Podium kletterte. Und dann ist da noch Bianca Bogen, die nach der Geburt ihres zweiten Kindes beim 70.3 in Hradec Kralove gleich mal einen Sieg einfuhr. Ihr Comeback könnte in Köln ein echtes Highlight werden.
Teilnehmerrekord und neue Radstrecke
Auch die Masse der Starter sorgt für Aufsehen. Mit insgesamt mehr als 4.000 Athleten ist der Köln Triathlon so früh wie nie ausgebucht. Auf der Mitteldistanz allein treten 800 Triathleten an, die Olympische Distanz lockt 1.400 Starter, die Sprintdistanz 1.200. Bei den Staffeln wird es mit 600 Teilnehmern ebenfalls bunt und spannend. Insgesamt bedeutet das eine Steigerung von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders heiß diskutiert: die neue Radstrecke. Wegen Bauarbeiten auf der Severinsbrücke rollt das Feld diesmal ab der Deutzer Brücke über die Rheinuferstraße in den Kölner Norden bis zum Fühlinger See. Das hat Folgen: Die Rundenlänge steigt von 20 auf 40 Kilometer, was vor allem die Mitteldistanz betrifft. Statt viermal heißt es jetzt nur noch zweimal volle Power – was Taktik und Spannung ordentlich durcheinanderwirbeln dürfte.

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