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Silvesterlauf Peuerbach (C) ReiseckerEs war am 31. Dezember 1981, als in der Gemeinde Natternbach im Bezirk Grieskirchen die hiesige Sektion Leichtathletik, die erst drei Jahre davor gegründet worden war, zum ersten Silvesterlauf lud.

Die Motivation dafür, am letzten Tag des Jahres noch einen Wettkampf zu veranstalten, war eher von finanzieller als von sportlicher Natur: Ein Minus von 25.000 Schilling stand auf dem Vereinskonto, und das sollte so rasch wie möglich wieder gestopft werden.

Staatsmeister gewann ersten Silvesterlauf
Die Idee zur Sanierung der Kassa anhand einer Veranstaltung hatte Sektionsleiter Hubert Lang. "Machen wir eben einen Silvesterlauf", meinte der Natternbacher im Herbst 1981. Der erste Versuch mit 91 Startern aus Österreich und Bayern fand ein so gutes Echo, dass man beschloss weiterzumachen. Schließlich konnte bereits im ersten Jahr ein prominenter Name in die Siegerliste eingetragen werden: Peter Pfeifenberger gewann als regierender Staatsmeister über 3000 Meter Hindernis den ersten Silvesterlauf der Natternbacher Leichtathleten. 1982 stieg die Raiffeisenbank als Sponsor ein, der Hauptpreis des Tages: ein tragbarer Fernseher.

Millionig und Zatopek pushen Natternbach
1983 lief und gewann der mehrfache Staatsmeister und WM-Achte Dietmar Millonig erstmals in Natternbach - und die Tatsache, dass der Star in einem "unbekannten Dorf" läuft, lockte bereits erste Kamerateams aus Wien ins Hausruckviertel. 1986 gelang es mit Hilfe der tschechischen Lauf-Legende Emil Zatopek, erstmals Athleten aus der Tschechoslowakei zu verpflichten. Neben 300 Laufteilnehmern wurden bereits 1000 Zuschauer gezählt. 1987 gewann mit Ludwig Ratzenböck ein Natternbacher den Lauf, 1988 gab ein "Wetten dass"-Kandidat den Startschuss, indem er eine Wärmeflasche bis zum Platzen aufblies.

Spätere Weltrekordler
1989 wurde ein neues Kapitel in der Laufgeschichte aufgeschlagen: Für Spitzeläufer wurde ein eigener "Lauf der Asse" geschaffen, in dem nur geladene Athleten mit entsprechenden Vorleistungen an den Start gehen. 1990 waren mit Wilson Omwoyo und Julius Korir erstmals zwei Kenianer am Start - ein neuer Streckenrekord und ein großes, weit über Österreichs Grenzen hinaus reichendes Medienecho waren die Folge, der Durchbruch zum internationalen Spitzenbewerb geschafft. 1991 wurde erstmals eine "Miss Silvesterlauf" gewählt und der Deutsche Carsten Eich feierte seinen ersten Silvesterlauf-Sieg im Hausruckviertel. 1994 war mit dem Kenianer Daniel Komen ein zweifacher Junioren-Weltmeister am Start, er gewann und schrieb danach noch mit acht Weltrekorden bzw. WM-Titeln Lauf-Geschichte. Auch Damen-Siegerin Sally Barsosio aus Kenia lief ein Jahr nach ihrem Silvesterlauf-Triumph Weltrekord.

Österreichischer Seriensieger
Seit 1997 wird der Int. Raiffeisen Silvesterlauf in Peuerbach ausgetragen. Der Sieger 1999 hieß Richard Limo, seine Siegerzeit hielt bis zum 31.12.2012 als Streckenrekord. Im Jahr 2000 gewann nach Ratzenböck erstmals wieder ein Oberösterreicher: Günther Weidlinger. Seine bislang sieben Silvesterlauf-Siege bedeuten Rekord, nur der deutsche Spitzenläufer und nunmehrige Athletenmanager der Veranstaltung, Carsten Eich, kann mit sechs Erfolgen eine ähnliche Bilanz aufweisen. 2002 gewann die Jugoslawin Sonja Stolic, sie hält bis heute den Streckenrekord der Damen. 2003 bereichert der Auftritt von Olympiasieger und Lauflegende Dieter Baumann aus Deutschland den Int. Raiffeisen Silvesterlauf. 2005 präsentierte sich die Veranstaltung zum 25-Jahr-Jubiläum mit einem neuen Logo, entworfen vom Künstler Manfred Hebenstreit. 2007 wurde Anna Hammel zur Miss Silvesterlauf gekürt, ehe sie im Jahr darauf als Miss Austria bekannt wird. 2008 beendete Carsten Eich seine internationale Karriere in Peuerbach, wo er am 31. Dezember sein letztes Rennen absolvierte. 2009 stoppte der Äthiopier Lema Abere-Chane die seit 2004 anhaltende Siegesserie von Günther Weidlinger. 2011 war mit Leonard Patrick Komon aus Kenia der amtierende Weltrekordler im 10-Kilometer-Straßenlauf in Peuerbach am Start. Der noch immer weltbeste Straßenläufer kehrte 2012 ins Hausruckviertel zurück und stellte bei der bislang hochkarätigsten Veranstaltung mit einem fulminanten Sieg einen neuen Streckenrekord auf.

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Foto (C)Reisecker


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