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"Stabhochsprin-Queen" Jelena Issinbajewa hat es nicht verlernt.

Die Weltrekordlerin meldete sich nach Jahren der Titellosigkeit mit dem Weltmeisterschaftstitel vor heimischen Publikum zurück. Die Russin setzte sich mit 4,89 Metern vor Olympiasiegerin Jennifer Suhr (USA) und der Kubanerin Yarisley Silva durch.

Einem Fehlversuch zu Beginn bei 4,65 Metern, folgten zwei gültige Sprünge. Nachdem die Russin die 4,82 Meter im 2. Versuch gültig überquerte, war die Medaille bereits fix in der Tasche. Die nächste Höhe von 4,89 Meter meisterte aber nur noch Issinbajewa, für die es voraussichtlich der letzte Wettkampf ihrer Karriere war. Danach legte sich die 31-Jährige noch die Weltrekordhöhe von 5,07 Meter auf - ohne Erfolg.

Blech, Blech, Blech, Blech
Zur "Blech-Queen" mausert sich langsam aber doch die Deutsche Silke Spiegelburg. Nach jeweils vierten Plätzen bei der Hallen WM 2012, Freiluft-EM 2012 und Olympia 2012 muss die 27-Jährige auch dieses Großereignis als Vierte ohne Medaille beenden. Ihre 4,75 Meter hätten bei den letzten Titelkämpfen immer zu einem Podestplatz gereicht.

400-Meter-Superstar chancenlos
Die elf schnellsten Zeiten des Jahres teilten sich Olympiasieger Kirani James (Grenada) und LeShawn Merrit (USA). Doch aus dem erwartetem Zweikampf wurde auf den letzten 100 Metern ein Sololauf des ehemaligen Dopingsünders Merrit. Während James die Luft ausging, lief Merrit mit der Weltjahresbestleistung von 43,74 Sekunden der Konkurrenz auf und davon. Dahinter mit Tony McQuay ein weiterer Landsmann Merrit's. Vizelolympiasieger Luguelin Santos holte sich Bronze vor dem Belgier Jonathan Borlée. James wird noch bis auf Platz 7 durchgereicht.

Harting zu stark
Einmal mehr zum König des Diskuswurfes krönte sich der Deutsche Robert Harting. Der Olympiasieger und amtierende Weltmeister beförderte den Diskus im 4. Versuch auf 69,11 Meter. Zu weit für den polnischen Jahresbesten Piotr Malachowski, der dieses Jahr als einziger bereits über 70 Meter geworfen hatte und Harting bei der Freiluft EM 2010 in Barcelona auch die letzte Niederlage bei einem Großereignis zugefügt hatte. Malachowski musste sich mit 68,36 Metern und dem Silberrang vor dem Medaillen-Abonnenten Gerd Kanter (Estland) begnügen. Österreichs Hoffnung Gerhard Mayer scheiterte bereits in der Qualifikation.

Äthiopien feiert Premiere über 800 Meter
Erstmals überhaupt stellt Äthiopien den Weltmeister über die Stadionrunde. Der Sieger der Universiade in Kazan (damals auf Platz 3 Andreas Vojta), Mohammed Aman und leichte Favorit des Rennens beendete die schwarze Serie der Laufnation. In einem engen Spurt, der von den Amerikanern Duane Solomon und Nick Symmonds angeführt wurde, spurtete Aman in 1:43,31 Minuten vor Symmonds zum Titel. Auf dem Bronzrang landete noch Ayanleh Souleiman (Dschibuti). Der Weltjahresbeste Solomon (1:43,27 min) fiel noch auf Platz 6 zurück.

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Bronze nach Sturz
Keine Lust auf taktische Spielchen hatten die afrikanischen Läuferinnen im 3000-Meter-Hindernislauf. Ein Sextett um jeweils drei Äthiopierinnen und Kenianerinnen setzte sich schon in der 1. Runde vom Rest des Feldes deutlich ab. Nachdem Kenia bei den bisherigen vier Weltmeisterschaften im Steeple jeweils mit Bronze Vorlieb nehmen musste, reichte es diesesmal gar zu Gold und Silber. Milcah Chemos Cheywa setzte sich mit der Jahresweltbestleistung von 9:11,65 Minuten vor Landsfrau Lidya Chepkurui durch. Bronze holte die Äthiopierin Sofia Assefa, die nach einem Sturz dem Führungsduo noch gefährlich Nahe kam.

Siebenkampf-Krimi um Bronze
Erwartungsgemäß eng verlief der Siebenkampf der Damen, der in Abwesenheit der großen Stars um Jessica Ennis-Hill (Großbritannien) stattfand. Im abschließenden 800-Meter-Lauf verteidigte die konstanteste Athletin der zwei Tage, Ganna Melnichenko (Ukraine) ihren knappen Vorsprung auf Brianne Theisen Eaton (Kanada), der Ehefrau von Weltmeister und Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton. Dramatisch wurde es im Kampf um Bronze. Die Niederländerin Dafne Schippers musste drei Sekunden Vorsprung auf die Deutsche Claudia Rath verteidigen. Auch vier weitere Mehrkämpferinnen hatten vor dem abschließenden 800er noch die Chance auf eine Medaille. Rath lief in 2:06,43 Minuten zum Laufsieg in persönlicher Bestzeit. Dumm nur das auch die Niederländerin mit 2:08,62 Minuten ihre Bestmarke über die zwei Stadionrunden um satte sieben Sekunden verbesserte. Mit Landesrekrod von 6.477 Punkten rettete Schippers doch noch die Bronzemedaille vor Rath. Die Top 5 der Damen beendeten den Siebenkampf allesamt mit persönlichen Bestleistungen.

Nach vier von neun WM-Tagen führt USA den Medaillenspiegel mit 10 Medaillen, davon vier in Gold, an.


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