60 Minuten Challenge

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EM 2014 in ZürichKeine drei Monate trennen uns vom Leichtathletik-Highlight 2014 - der Freiluft EM 2014 in Zürich.

Mit Christian Pfügl (Marathon) und Brenton Rowe (5000 m) wurden bereits zwei Läufer vom Leichtathletikverband nominiert. Rund 20 weitere Athleten haben gute Chancen auf die Qualifikation. Hier ein Überblick:

Andreas Vojta (1500 m)
Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollte Vojta die Norm von 3:40,50 Minuten nicht erreichen, zumal das Wort "Verletzung" im Lexikon des Olympiateilnehmers nicht existiert. Mit einer persönlichen Bestzeit von 3:36,36 Minuten hat er vom Leistungspotential keine Probleme das Limit schnell abzuhacken. Sein erster Start über 1500 Meter könnte am 9. Juni in Prag erfolgen. Am Samstag hat Vojta bei der Leichtathletik-Gala in Salzburg den ÖLV-Rekord über 800 Meter (1:46,21 Minuten) im Visier.
Quali-Chance: 99 %

Beate Schrott (100 m Hürden)
Das Limit von 13,38 Sekunden läuft die Niederösterreicherin fast aus dem Schlaf. Auch nach langer Verletzungspause und schwacher Hallensaison darf man von der Olympiafinalistin die erfolgreiche Qualifikation erwarten - sofern nicht erneut der Verletzungsteufel zuschlägt. Den ersten Wettkampf bestreitet Schrott ebenfalls am Samstag in Salzburg.

Gerhard Mayer (Diskus)
Das Qualifikationslimit von 62,30 Meter hat Mayer (PB 65,24 m) im Laufe seiner Karriere bereits mehrmals übertroffen. Für den seit gestern 34-Jährigen wäre es nach 2006, 2010 und 2012 die 4. Freiluft-EM Teilnahme in Serie. Vergangenen Mittwoch näherte sich Mayer in Hainfeld mit 61,45 Metern der Norm bereits gefährlich nahe.
Quali-Chance: 80 %

Elisabeth Eberl (Speer)
Nach der überraschenden Olympiaqualifikation im Sommer 2011 mit einem Wurf über 60 Meter, blieben bis auf eine Bronze-Medaille bei der Universiade 2013 weitere vielversprechende Würfe der Steirerin aus. Jedoch gab Eberl Anfang Mai in Wien mit 56,99 Metern ein großes Lebenszeichen. Nur noch 41 Zentimeter fehlen für einen Flug nach Zürich - nächste Möglichkeit am Samstag in Salzburg.
Quali-Chance: 50 %

Andreas Rapatz (800 m)
Der Kärntner zeigte die vergangenen Jahre in der Halle meist bessere Leistungen als im Freien. 2014 lief Rapatz jedoch nur bei den Hallen-Staatsmeisterschaften, wo er über 800 Meter gewann. Somit soll es dieses Jahr andersherum laufen. Das EM-Limit von 1:47,80 Minuten ist für den 27-Jährigen mit einer Bestzeit von 1:46,65 Minuten durchaus realistisch.
Quali-Chance: 50 %

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Thomas Kain (400 m Hürden)
Fast 30 Jahre ist es her, als sich zuletzt ein männlicher österreichischer Hürdenläufer für eine Freiluft-EM qualifizierte. Der Niederösterreicher könnte diese Durststrecke beenden. Dank kontinuierlicher Entwicklung in der letzten Jahre hat sich Kain mit einer Bestzeit von 51,45 Sekunden bis auf 35 Hundertsel an die EM-Norm (51,10 sek) gesteigert. Eine Qualifikation für Zürich wäre daher keine große Überraschung, sondern das Ergebnis zielgerichteten Trainings. Auch er könnte am Samstag in Salzburg bereits das Ticket für die EM buchen.
Quali-Chance: 50 %

Lukas Weißhaidinger (Diskus)
Der Oberösterreicher strebt erstmals eine internationale Teilnahme bei den Erwachsenen an. Der Saisonauftakt war vielversprechend: Im April gelang ihm erstmals ein Wurf über 60 Meter (U 23 Rekord), im Mai steigerte er seine Bestleistung auf 60,68 Meter. Knapp zwei Meter fehlen dem Junioren-Europameister noch auf die Norm.
Quali-Chance: 40 %

Nikolaus Franzmair (800 m/1500 m)
Der 19-Jährige beeindruckte im Winter in der Halle mit neuem ÖLV-U 20 Rekord über 1.500 Meter. Seine Bestzeit von 3:45,19 Minuten ist knapp fünf Sekunden über der EM-Norm (3:40,50 min). Größere Chancen hat der Oberösterreicher aber über 800 Meter, wo das Limit bei 1:47,80 Minuten liegt. Vergangenen Sommer lief er bei der Leichtathletik-Gala in Salzburg 1:48,12 Minuten. Mit einer Steigerung um 32 Hundertsel könnte Franzmair kommenden Samstag in Salzburg sowohl EM-Norm als auch U-20 WM Norm (1:50,50 min) abhaken.
Quali-Chance: 40 %

Armband Love Running

Jennifer Wenth (5000 m)
Die Niederösterreicherin hat trotz zahlreicher Verletzungsprobleme in den vergangenen Jahren die Form gut gehalten. Das zeigte sie mit einem überzeugenden Saisonauftakt in Pliezhausen (Deutschland), wo sie die 3.000 Meter in 9:16,93 Minuten gewann. Für einen Startplatz in Zürich muss sie über 5.000 Meter 15:45 Minuten laufen. 2013 lief sie 16:02,49 Minuten. 18 Sekunden Steigerung sind notwendig. Erster Versuch: Am 28. Mai in Koblenz.
Quali-Chance: 40 %

Kira Grünberg (Stabhochsprung)
Mit Kira Grünberg ist eine weitere Nachwuchsleichtathletin reif für EM der Erwachsenen. Ihre Bestleistung von 4,22 Metern liegt noch 13 Zentimeter unter der Vorgabe für Zürich. Diese Steigerung ist für die mehrfache Finalistin von internationalen Nachwuchs-Titelkämpfen aber durchaus realisierbar. Erste Möglichkeit: Am 29. Mai in Bönnigheim (Deutschland).
Quali-Chance: 30 %

Anita Baierl (10000 m)
Abgesehen von Susanne Pumper, die 2006 in Göteborg aufgab und ein Jahr später des Dopings überführt wurde, wäre Baierl die erste österreichische Läuferin überhaupt, die sich für einen 10.000 Meter-Bewerb bei Freiluft-Europameisterschaften qualifiziert. Dazu müsste die Oberösterreicherin aber ihre Bestzeit von 34:00,48 Minuten um 30 Sekunden auf 33:30,00 Minuten steigern. Beim 10.000 Meter Europacup in Skopje (7. Juni) könnte ihr dieser Coup gelingen.
Quali-Chance. 20 %

Christian Steinhammer (3000 m Hindernis)
Nachdem der Niederösterreicher in Deutschland bei einem Limitversuch über 10.000 Meter (Norm 28:55 min) aufgeben musste, versucht er nun über 3.000 Meter Hindernis sein Glück. Die Chancen auf die Norm von 8:37,50 Minuten sind durchaus da. Seine Bestzeit (8:53,46 min) liegt zwar rund 15 Sekunden über dem Qualifikationskriterium, am Sonntag zeigte Steinhammer aber über 2.000 Meter Hindernis mit 5:38,10 Minuten eine passable Leistung. Am 31. Mai könnte in Oordegem (Belgien) das Limit fallen.
Quali-Chance: 20 %

Verena Menapace (400 m Hürden / 800 m)
Gleich zwei Optionen stehen der Wienerin offen. Über 400 Meter Hürden fehlt ihr mit einer Bestzeit von 48,99 Sekunden eine gute Sekunde auf die Norm (57,90 min), über 800 Meter benötigt sie eine Steigerung um fast drei Sekunden (Norm 2:03,00 min / Bestzeit 2:05,85 min). Die 27-Jährige arbeitete sich allerdings in den letzten Jahren von der Mitläuferin zur Titelabräumerin im nationalen Bereich vor. 2013 beeindruckte sie bei den Freiluft-Staatsmeisterschaften mit drei Goldmedaillen. 2014 könnte sie sich erstmals international in Szene setzen.
Quali-Chance: 20 %

Christoph Sander (3000 m Hindernis)
Der Wiener liegt mit einer Bestzeit von 8:53,21 Minuten im selben Leistungsbereich wie Steinhammer. Allerdings blieb er am Wochenende in Pliezhausen über 2.000 Meter Hindernis fast 17 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Eine große Steigerung ist also notwendig.
Quali-Chance: 10 %

Valentin Pfeil (10000 m)
Der Oberösterreicher steht vor einer fast unmöglichen Aufgabe. Das Limit liegt bei 28:55 Minuten, seine persönliche Bestleistung verbesserte er Anfang Mai in Deutschland auf 29:30,00 Minuten. Noch immer fehlen 35 Sekunden auf die Norm. Viele Möglichkeiten für ein Limit über 10.000 Meter gibt es ohnehin nicht. Anfang Juni startet er einen weiteren Versuch.
Quali-Chance: 10 %

Marina Kraushofer (Weitsprung)
Kleine Chancen auf das EM-Limit hat auch die Niederösterreicherin Marina Kraushofer, deren Bestzeit von 6,35 Metern nur 20 Zentimeter unter der Norm liegt. Die Bestmarke der 22-Jährigen ist allerdings schon vier Jahre alt. Aber auch 2013 sprang sie regelmäßig über sechs Meter. Gelingt ihr ein Ausreißer nach oben, ist ein Ausflug Mitte August in die Schweiz möglich.
Quali-Chance: 10 %

Pamela Märzendorfer (800 m)
Für die Wahl-Schweizerin wären die Titelkämpfe vor eigenem Publikum etwas ganz besonderes. Mit ihrerer Bestleistung von 2:03,57 Minuten liegt sie auch nur 57 Hundertsel über der Norm. Allerdings verlief das vergangene Jahr verletzungsbedingt alles andere als erfolgreich. Auch 2014 startete sie nicht gut, als sie bei den Staffel-Staatsmeisterschaften gegenüber Verena Menapace das Nachsehen hatte. Zuletzt gab sie in Pliezhausen über 600 Meter mit 1:29,54 Minuten aber eine gute Performance ab.
Quali-Chance: 10 %

Dominik Distelberger (Zehnkampf)
Die Norm von 7.820 Punkten hat der Niederösterreicher bereits im Vorjahr erfüllt. Beim hypo Mehrkampf Meeting in Götzis (30.5/1.6) möchte er seine Leistung bestätigen.

Edwin Kemboi (Marathon)
Der Kenianer spekuliert noch mit einer Einberufung, sofern er rechtzeitig die Österreichische Staatsbürgerschaft erhält.

Chancen auf eine EM-Teilnahme hat zudem die 4 x 100 Meter Staffel der Herren.


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