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Gruenberg Kira OEM Halle 2011 OELV KatzenbeisserMit neuem ÖLV U20-Rekord von 4,15 Meter egalisiert die Tirolerin die beste österreichische Platzierung in der Geschichte von Junioren-Weltmeisterschaften! Nikolaus Franzmair läuft auf 10. Platz über 800m!

Kira Grünberg (ATSV Innsbruck) holte bei den IAAF U20-Weltmeisterschaften in Barcelona sensationell den vierten Platz im Stabhochsprung. Mit neuem ÖLV U20-Rekord von 4,15 Meter, den sie im ersten Versuch gesprungen ist, gelang der bald 19-jährigen Tirolerin ein nicht erwarteter Erfolg. Als Vierte des Finalbewerbes schaffte sie ein historisches Resultat und egalisierte die beste ÖLV-Platzierung in der Geschichte dieser Titelkämpfe. Günther Weidlinger war 1996 in Sydney über 3000m Hindernis ebenfalls Vierter.

Fast ein "Nuller", dann Rekord und vierter Platz!
Der Beginn des Stabhochsprungfinales verlief für Grünberg holprig. Die Einstiegshöhe von 3,80 Meter schaffte sie erst im dritten Versuch. Bei 3,95 Meter glänzte sie dann im ersten Anlauf. In dieser Tonart ging es weiter: Auch 4,05 Meter übersprang sie auf Anhieb. Damit meisterte sie ihren eigenen ÖLV U20-Rekord, den sie in der Qualifikation vor zwei Tagen gesprungen ist, gleich ein zweites Mal. Wieder wurde gleich um zehn Zentimeter erhöht. Hier gelang Kira der große Sprung: 4,15 Meter im ersten Versuch! Nochmals neuer ÖLV U20-Rekord und ein wichtiger Etappenerfolg im Kampf um die Platzierungen! Über 4,20 Meter kam sie nicht mehr – aber auch viele Konkurrentinnen flogen raus. Damit stand der nie erwartete vierte Platz fest!

Das ist einfach sensationell! Mit einem 4. Platz hätte ich nie gerechnet. Bei 3,80 Meter hatte ich fast ein Black-Out. Aber danach habe ich 3,95m, 4,05m und 4,15m im ersten Versuch geschafft. Meine Sprünge waren technisch sehr gut. Auch über 4,20 Meter hat nicht viel gefehlt. Beim Stabhochsprung ist der Kopf sehr wichtig. Das hat sehr gut geklappt. Ich habe von Sprung zu Sprung mehr Selbstvertrauen bekommen“, sagte die Überraschungsspringerin, die von ihrem Vater Frithjof Grünberg als Trainer betreut wird.

Auf dem Papier lag Grünberg vor dem Finale mit ihrer Bestleistung von 4,05 Meter ganz am Ende aller zwölf Endkampfteilnehmerinnen. Die Rekordhöhen der anderen elf Teilnehmerinnen bewegten sich zwischen 4,15 und der U20-Weltrekordhöhe von 4,63 Meter (Angelica Bengtsson). „Dass sie mit der schlechtesten Ausgangsleistung so weit nach vor springt und sogar fast eine Medaille geholt hätte, das hat wirklich niemand erwartet“, freute sich Christian Röhrling, ÖLV Bundestrainer Nachwuchs. Der Sieg ging an die Schwedin Angelica Bengtsson mit Meisterschaftsrekord von 4,50 Meter vor Liz Parnov (Australien) mit 4,30 Meter und der Italienerin Roberta Bruni mit 4,20 Meter.

Nikolaus Franzmair läuft auf zehnten Platz über 800 Meter!
Durch den erst 17-jährigen Niki Franzmair (ULC Linz Oberbank) gab es am Samstag eine weitere österreichische Top-Platzierung in Barcelona. In 1:49,71 Minuten erzielte er im Semifinale über 800 Meter die zehntbeste Zeit. Als einer der jüngsten Läufer im Feld – er ist auch in zwei Jahren bei der nächsten U20-WM noch startberechtigt – hat er sich hervorragend in Szene gesetzt. Schon im Vorlauf konnte er sein großes Talent unter Beweis stellen und mit 1:49,31 Minuten den ÖLV U18-Rekord von Bernhard Richter aus dem Jahr 1987 verbessern. Nun schob er sich als drittletzter der Entry-List des 24-köpfigen Semifinalfeldes an die tolle zehnte Position. „Das Rennen hat sehr schnell begonnen, die erste Runde wurde in 52,98 Sekunden gelaufen“, schildert er. „Ich bin bis 500 Meter gut mitgegangen. Danach hätte ich vielleicht aggressiver laufen können, aber ich hatte etwas Angst bei diesem hohen Tempo mit der Spitze mitzugehen. Auf den letzten 175 Metern habe ich alles gegeben. Ich bin sehr zufrieden mit der WM, brauche aber noch mehr Erfahrung. In zwei Jahren bin ich wieder dabei und werde voll angreifen.

Dominik Stadlmann behauptet sich
Auch der ebenfalls 17-jährige Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team) hat sich im 800m-Semifinale sehr gut verkauft. In 1:52,43 Minuten kämpfte er sich auf den fünften Platz seines Laufes. Insgesamt erzielte er die 21. Zeit. Eingangs der Schlussrunde lag er am Ende der Gruppe, aber auf der Gegengerade startete er seinen Angriff, überholte drei Läufer und rannte an fünfter Position. Auf der Zielgerade verlor er einen Platz, aber schaffte mit den letzten Schritten doch noch die Verbesserung auf Rang fünf. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Die ersten 400 Meter waren mit 55,98 Sekunden nicht so schnell. Es gab einiges Gerangel. Barcelona war super für mich!" Auch für Stadlmann gilt, dass er in zwei Jahren bei der nächsten Junioren-WM nochmals startberechtigt ist. Nach einem guten Vorlauf war er erst durch die Disqualifikation eines anderen Läufers ins Semifinale gerutscht. Hier hat er jedoch mit Kampfgeist und einem klugen Rennen bewiesen, dass er dazu gehört und den Aufstieg verdient hat.

Obwohl die aussichtsreichste ÖLV-Teilnehmerin bei den U20-Weltmeisterschaften, Siebenkämpferin Ivona Dadic, ihren Bewerb wegen muskulärer Probleme aufgeben musste, hat das österreichische Team mit Spitzenplatzierungen und guten Leistungen aufgezeigt. Neben den Rängen vier von Grünberg und zehn von Franzmair erreichte das österreichische Athletenteam fünf Semifinalteilnahmen, drei ÖLV-Rekorde U20 bzw. U18 und sechs persönliche Bestleistungen.

ÖLV-Resultate, IAAF U20-Weltmeisterschaften Barcelona
4. Platz Kira Grünberg | Stabhochsprung 4,15m (Q 4,05m), jeweils ÖLV U20-Rekord
10. Platz Nikolaus Franzmair | 800m 1:49,71min (VL 1:49,31min ÖLV U18-Rekord)
14. Platz Thomas Kain | 400m Hürden 51,51sec PB (VL 52,42sec)
14. Platz Rosalie Tschann | 100m 11,87sec (+1,7) (VL 11,80 / + 0,7)
17. Platz Lukas Wirth | Stabhoch 4,95m
19. Platz Manuel Leitner | Weitsprung 7,26m (+0,2)
21. Platz Dominik Stadlmann | 800m 1:52,43min (VL 1:53,78min)
22. Platz Rosalie Tschann | 200m 24,50sec (+0,4) (VL 24,61 / -0,8)
24. Platz Carina Schrempf | 400m 54,73sec PB
29. Platz Ines Futterknecht | 400m 55,16sec
31. Platz Eva Wimberger | 100m Hürden 14,11sec (-1,8) PB
34. Platz Sebastian Kapferer | 110m Hürden 14,21sec (-1,6)
DNF Ivona Dadic | Siebenkampf (4228 Punkte, 10. Platz nach 5 Disziplinen)

Foto ÖLV/Katzenbeisser


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