Der Küstenwind von Laredo hatte am Abend offenbar wenig Lust auf Ruhe.
Beim 10-Kilometer-Rennen in Laredo entwickelte sich ein Wettkampf, der sich wie ein temporeiches Schachspiel auf Asphalt anfühlte.
Klosterhalfen erneut im Rekordmodus
Im Mittelpunkt stand erneut Konstanze Klosterhalfen. Die Läuferin vom TSV Bayer 04 Leverkusen zeigte früh, dass sie in Laredo noch eine Rechnung offen hatte. Bereits nach fünf Kilometern zeigte die Uhr 15:14 Minuten. Ein Tempo, das klar in Richtung Bestmarke zeigte und gleichzeitig das Feld ordentlich sortierte.
Am Ende standen 30:37 Minuten auf der Anzeige. Damit verbesserte Konstanze Klosterhalfen ihren eigenen deutschen Rekord um neun Sekunden, exakt an jenem Ort, an dem sie bereits im Vorjahr Geschichte geschrieben hatte. Ein Déjà-vu mit Leistungssteigerung.
Der Kurs beim 10-Kilometer-Rennen in Laredo scheint ihr zu liegen. Rekordkulisse trifft offenbar auf perfekte Renntemperatur für kontrollierte Eskalation im positiven Sinne.
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Pfeiffer bleibt dran und liefert persönliche Bestzeit
Direkt hinter ihr lief Esther Pfeiffer ein Rennen, das ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgte. Die Athletin von Düsseldorf Athletics hielt sich früh in Schlagdistanz. Bei Kilometer fünf lag sie nur drei Sekunden hinter der späteren Rekordläuferin.
Diese Lücke blieb erstaunlich stabil. Im Ziel fehlten Pfeiffer nur acht Sekunden auf Klosterhalfen. Mit 30:45 Minuten verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um 54 Sekunden. Damit blieb auch sie unter der alten Rekordmarke.
Nach ihrem starken Halbmarathon in Berlin Ende März bestätigte Esther Pfeiffer beim 10-Kilometer-Rennen in Laredo ihre aufsteigende Formkurve eindrucksvoll.
Lukan schreibt europäische Geschichte
Ganz vorne setzte sich Klara Lukan durch. Die Slowenin gewann das Rennen in 29:50 Minuten und lief damit einen Europarekord. Gleichzeitig war sie die erste europäische Läuferin, die die 10 Kilometer auf der Straße unter 30 Minuten absolvierte.
Damit bekam das 10-Kilometer-Rennen in Laredo eine historische Note. Interessant dabei: In diesem Jahr ist es bereits der vierte Europarekord über diese Distanz bei den Frauen. Bereits im Februar hatte Megan Keith in Castellón 30:07 Minuten erreicht.
Lukan setzte nun die neue Marke und verschob die Grenzen erneut ein Stück weiter nach vorne.
Starke Breite auch bei den Männern
Im Rennen der Männer dominierte Biniam Mehary. Der Äthiopier gewann in 26:55 Minuten und ließ der Konkurrenz kaum Spielraum. Sein Landsmann Hagos Eyob folgte in 27:55 Minuten auf Rang zwei.
Dritter wurde Rory Leonard mit 27:57 Minuten. Besonders auffällig war die enorme Leistungsdichte: Insgesamt blieben 23 Läufer unter 28:30 Minuten.
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