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LaufenHallen WM-Team überzeugt bei Staatsmeisterschaften in Linz

Beate Schrott glänzt mit Topzeiten über 60m Hürden. Klare Siege für Pallitsch (800m) und Rapatz (400m). Monika Gollner knapp am Olympialimit im Hochsprung!

Bei den Leichtathletik Hallen Staatsmeisterschaften in Linz zeigte sich das ÖLV-Team für die Hallen-WM von Istanbul (9.-11. März) in guter Form. Herausragend waren die 8,07 Sekunden von Beate Schrott über 60m Hürden. Raphael Pallitsch und Andreas Rapatz feierten klare Siege. Dazu gab es viele weitere starke Auftritte, vor allem die 1,89 Meter im Hochsprung von Monika Gollner.

Beate Schrott tankt Selbstvertrauen für Hallen-WM
Beate Schrott (Union St. Pölten) präsentierte sich bei den Österreichischen Leichtathletik Hallen-Staatsmeisterschaften in Linz in Hochform. Mit 8,07 Sekunden über 60m Hürden kam sie ihrem eigenen ÖLV-Rekord bis auf fünf Hundertstelsekunden nahe und siegte klar. Schon im Vorlauf zeigte sie mit 8,10 Sekunden ein hervorragendes Rennen: „Es hat sich sehr gut angefühlt heute. Das gibt Selbstvertrauen für die Hallen-WM. Es freut mich sehr, dass ich jetzt stabil auf einem solchen Niveau laufen kann.“ Victoria Schreibeis (DSG Wien) holte in 8,50 Sekunden Silber. Im Vorlauf war sie auf 8,42 gekommen, wegen Problemen an der Hüfte konnte sie sich jedoch nicht weiter steigern.

Raphael Pallitsch siegt souverän
Raphael Pallitsch (Laufimpuls Oggau) zeigte in einem taktischen 800m-Rennen mit einer schnellen Schlussrunde seine Klasse und feierte einen souveränen Sieg. In 1:53,09 Minuten holte der Burgenländer damit seinen ersten Staatsmeistertitel: „Der Sieg war ein Muss heute, weil Andreas Rapatz nicht am Start war. Das Rennen ist gelaufen wie geplant. Ich bin der letzten Runde an die Spitze und habe mit etwa 95% Einsatz meinen Vorsprung herausgeholt.“ Exakt eine Sekunde lag er im Ziel vor dem 19-jährigen Mario Haberfellner (LCAV doubrava), der den Großteil des Rennens geführt hatte.

Andreas Rapatz über 400 Meter
Nach einer Verkühlung in den letzten Tagen entschied sich 800m-Spezialist Andreas Rapatz (VST Laas) für einen Start über die 400 Meter. In guten 47,98 Sekunden entschied er das Rennen vor U20-EM-Teilnehmer Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal) für sich: „Ich spüre die Bronchien, ich spüre das Laktat, aber solange ich laufen kann, ist es okay. Nächste Woche starte ich noch beim Meeting in Metz als letzten Test vor der Hallen-WM.

Doppelsieg für Andreas Vojta
Zwei Tage nach seinem starken 1500m-Auftritt in Stockholm (3:39,10 Minuten) war Andreas Vojta (team2012.at) bereits wieder in Sieglaune. Zuerst setzte er sich über 3000 Meter in 8:23,20 Minuten vor Felix Kernbichler (SVS | 8:27,05) und Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr | 8:30,08) durch. Weniger als zwei Stunden danach trat Vojta auch über die 1500 Meter an und siegte in 3:48,71 Minuten vor Lukas Pallitsch (Laufimpuls Oggau | 3:49,28). Vojta resümierte zufrieden: „Das Tempo über 3000 Meter ist mir entgegen gekommen. Es war nicht so kräfteraubend. 3:48 über 1500 Meter klingt nicht so schwierig, aber man muss es nach diesen Vorbelastungen erst einmal laufen. Mit der Hallensaison insgesamt kann ich sehr zufrieden sein. Ich blicke positiv Richtung Sommer.“ Vojta hatte ebenfalls das Hallen-WM-Limit unterboten. Auf eine Teilnahme in Istanbul verzichtet er jedoch zugunsten der langfristigen Olympiavorbereitung.

Hochsprung-Krimi Nummer 1
Im Hochsprung der Damen kratzte Monika Gollner (KLC) sogar am Olympialimit für London. Im Duell mit ihrer Trainingskollegin Ekaterina Kuntsevich (DSG Wien) schafften beide zunächst gute 1,86 Meter. Nach zwei Fehlversuchen über 1,89 Meter jubelte Gollner dann im dritten Anlauf über einen geglückten Sprung und den Staatsmeistertitel. Mit der nächsten Höhe von 1,92 Meter attackierte die 37-jährige Kärntnerin zugleich das Olympialimit für London! Der erste Versuch war nur knapp gerissen und macht Hoffnung für die Freiluftsaison. Mit übersprungenen 1,89 Meter blieb Gollner nur einen Zentimeter unter dem Limit für die Freiluft- Europameisterschaften in Helsinki. „Ich kann immer noch kämpfen“, lachte sie. „Die 1,92 Meter sind mein Ziel für heuer. Die Chance auf Olympia treibt an!

Hochsprung-Krimi Nummer 2
Im Hochsprung der Männer entschied der 18-jährige Manuel Leitner (PSV Hornbach Wels) einen wahren Bestleistungs-Krimi für sich. Zuerst überquerte der 17-jährige Josip Kopic (Zehnkampf Union) zum ersten Mal die 2-Meter-Marke und steigerte sich weiter auf 2,05 Meter. U20-EM Teilnehmer Leitner, dessen Bestleistung vor dem Bewerb bei 2,02 Meter stand, scheiterte hingegen zweimal über 2,05. Mit dem verbleibenden dritten Versuch setzte er alles auf eine Karte, ließ die Latte auf 2,08 Meter legen und schaffte damit den Sieg: „Die zwei Fehlversuche waren schlecht. Dann hab ich mir gesagt: ‚Was soll’s? Das geht doch ganz leicht!‘ Im Anlauf zu den 2,08 hab ich an überhaupt nichts gedacht. Als ich drüber gekommen bin, war das wie eine riesige Explosion! Es war ein super Wettkampf. Respekt an Josip, wie er sich gesteigert hat und wie wir uns gepusht haben!

Weitenjagd mit Zentimeterentscheidung
Im Weitsprung der Männer setzte sich Mehrkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) mit einem Goldsprung auf 7,59 Meter im letzten Versuch mit einem Zentimeter Vorsprung vor Julian Kellerer (VST Laas) durch. Manuel Leitner (PSV Hornbach Wels) überzeugte an dritter Stelle mit 7,49 Meter. Distelberger: „Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, dass ich einen solchen Sprung draufhabe!“ Roland Schwarzl (Union Salzburg), der seit Jahresbeginn in Saarbrücken lebt und trainiert, startete im Weitsprung (Siebter mit 6,78 Meter) und in der 4x200 Meter Staffel: „Ich nehme die Hallenwettkämpfe als Training. Das Timing fehlt mir noch. Aber ich bin gesund und gut im Training, das zählt.“

Im Dreisprung verteidigte Roman Schmied (Union Ebensee) mit 15,32 Meter seinen Titel. Bei den Frauen genügte Michaela Egger (Union Salzburg) ein Versuch auf 12,37 Meter für Gold. Auch im Weitsprung setzte sie sich mit 6,06 Meter vor Fünfkampf-Rekordlerin Ivona Dadic (PSV Hornbach Wels | 6,00m) und Pamela Palfy (SVS | 5,97m) durch: „Wegen Schmerzen am Fußwurzelknochen hab ich mir beim Dreisprung schwer getan und nur einen Versuch gemacht. Auf den Weitsprung hab ich mich gefreut, weil ich im Sprungfuß ohne Probleme bin. War ein super Bewerb!“, strahlte sie.

Mittel- und Langstrecken der Frauen
Bei den Frauen siegte über 3000 Meter Eva Hieblinger-Schütz (Cricket) mit 9:29,78 Minuten vor Anita Baierl (TUS Kremsmünster), die auf 9:37,11 Minuten kam. Über 1500m feierte Jennifer Wenth (SVS) ein gelungenes Comeback im Wettkampfgeschehen. Wegen einer Plantarsehnen-Entzündung bestritt sie in Linz ihr erstes Hallenrennen der Saison. Nach zwei Runden im Bummeltempo übernahm sie die Initiative und siegte in 4:40,27 Minuten. „Es ist sehr rund gelaufen, ich habe keine Schmerzen am Fuß und damit bin ich für heute zufrieden“, sagte sie. Über 800m der Frauen schaffte Pamela Märzendorfer (LCAV doubrava) einen Start-Ziel-Sieg, musste aber bis zum letzten Meter kämpfen. Nach 2:10,70 Minuten war sie nur 7 Hundertstelsekunden vor Verena Menapace (DSG Wien), die jede Tempoverschärfung mit ging und Silber holte.

Vorarlberginnen sind die Schnellsten im Land
Die Titel für die schnellsten 60m-Sprinter holten sich Benjamin Grill (6,81 Sekunden) und Doris Röser (TS Lauterach) mit 7,56 Sekunden. Röser hatte auch über 200 Meter die Nase vorne. Das Duell mit U20-Sprinterin Rosalie Tschann (ULC Dornbirn) entschied sie mit 24,56 zu 24,61 Sekunden für sich. „Es war so knapp! Ich habe immer im Rücken gehört, wie mir Rosi näher gekommen ist und war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich vorne bleiben kann.“ 200m-Bronze holte in 24,79 Sekunden mit Bianca Dürr (TS Bregenz-Stadt) eine dritte Vorarlbergerin, die auch Silber über 60m gewann. Bei den Männern holte Lukas Reiter (Union Salzburg) in 22,14 Sekunden Gold. Den 60m-Hürdensprint entschied Manuel Prazak (SVS) in 7,94 Sekunden für sich. Er hielt Dominik Distelberger (UVB Purgstall | 8,03) und U20-Ass Sebastian Kapferer (IAC Pharmador | 8,33) auf Distanz.

Höhenflüge mit dem Stab für Höllwarth und Wirth
Mit dem Stab freute sich Daniela Höllwarth (LAC Amateure Steyr) über neue persönliche Hallenbestleistung von 4,12 Meter, die sie im ersten Versuch überquerte. „Ich habe viel an der Technik umgestellt und springe mit einem neuen Stab. Die Konzentration gilt der Freiluftsaison. Fein, dass ich jetzt eine gute Höhe geschafft habe“, sagte sie. Kira Grünberg (ATSV Innsbruck) holte mit 3,80m Silber. Der 16-jährige U20-Rekordler Lukas Wirth (ATSV Innsbruck) brauchte über 4,80 Meter drei Versuche, ebenso über 5,00 Meter, aber damit hatte er den Sieg in der Tasche. Michael Pusterhofer (Union Salzburg) und Rafael Simko (ATSV OMV Auersthal) holten mit jeweils 4,90 Meter Silber und Bronze. Nachwuchs- Mehrkämpfer Felix Schmid-Schutti (Zehnkampf Union) schaffte an vierter Stelle mit 4,80 Meter eine persönliche Bestleistung.

Gratzer setzt sich gegen Jungstar durch
Im Kugelstoß der Männer entwickelte sich das erwartete Duell zwischen U20- Europameister Lukas Weißhaidinger und Martin Gratzer. Erst im sechsten und letzten Durchgang fiel die Entscheidung. Zuerst steigerte sich Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ) auf 18,40 Meter und überholte Gratzer um zwei Zentimeter. Dann legte Martin Gratzer (KLC) nach und holte mit persönlicher Hallenbestleistung von 18,70 Meter den Titel: „Es war ein schwieriger Wettkampf für mich. Erst die letzten beiden Versuche sind technisch einigermaßen gelungen“, kommentierte der Kärntner. Die 4x200m Staffelbewerbe gingen jeweils an die DSG Wien.

Österreichische Leichtathletik Hallen-Staatsmeister 2012
Männer
60m: Benjamin Grill (Union St. Pölten) 6,81 sec
200m: Lukas Reiter (Union Salzburg) 22,14 sec
400m: Andreas Rapatz (VST Laas) 47,98 sec (ÖLV JBL)
800m: Raphael Pallitsch (Laufimpuls Oggau) 1:53,09 min
1.500m: Andreas Vojta (team2012.at) 3:48,71min
3.000m: Andreas Vojta (team2012.at) 8:23,20 min
60m Hürden: Manuel Prazak (SVS) 7,94 sec
Hochsprung: Manuel Leitner (PSV Hornbach Wels) 2,08m (ÖLV JBL)
Weitsprung: Dominik Distelberger (UVB Purgstall) 7,59 m (ÖLV JBL)
Stabhoch: Lukas Wirth (ATSV Innsbruck) 5,00m
Dreisprung: Roman Schmid (Union Ebensee) 15,32m (ÖLV JBL)
Kugel: Martin Gratzer (ÖTB OÖ) 18,70m (ÖLV JBL)
4x200m: DSG Wien (Bassey, Siedlaczek, Gschnell, Hofmann) 1:29,94min (ÖLV JBL)

Frauen
60m: Doris Röser (TS Lauterach) 7,56 sec
200m: Doris Röser (TS Lauterach) 24,56 sec
400m: Ines Futterknecht (ULC Mödling) 55,95sec (ÖLV JBL)
800m: Pamela Märzendorfer (LCAV doubrava) 2:10,70 min
1.500m: Jennifer Wenth (SV Schwechat) 4:40,27min
3.000m: Eva Hieblinger-Schütz (Cricket) 9:29,78 min
60m Hürden: Beate Schrott (Union St. Pölten) 8,07 sec
Hochsprung: Monika Gollner (KLC) 1,89m (ÖLV JBL)
Weitsprung: Michaela Egger (Union Salzburg) 6,06m
Stabhoch: Daniela Höllwarth (LAC Amateure Steyr) 4,12m (ÖLV JBL)
Dreisprung: Michaela Egger (Union Salzburg) 12,37m
Kugel: Veronika Watzek (KLC) 14,48m (ÖLV JBL)
4x200m: DSG Wien (Schreibeis, Thoms, Mapalagama, Menapace) 1:41,42 (ÖLV JBL)


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