Glenrose Xaba in Aktion
Glenrose Xaba in Aktion (Foto: © Reg Caldecott)
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Glenrose Xaba holt souverän den Grand-Prix-Titel – Gerda Steyn mit Marathon-Plänen

Das Finale des diesjährigen SPAR Grand Prixs war erstmals eine klare Angelegenheit für Glenrose Xaba, die kontinuierlich ihr Punkte- und Platzierungskontingent ausgebaut hatte.

Mit einem deutlichen Sieg bei der Johannesburg SPAR 10km Women’s Challenge in 32:48 Minuten sicherte sie sich den begehrten Grand-Prix-Titel. Es war ihr vierter Sieg in der diesjährigen Serie, in der sie durchgängig beeindruckte.

Tadu Nare sichert sich den zweiten Platz

Die dreimalige SPAR Grand-Prix-Siegerin Tadu Nare (Äthiopien/Nedbank) belegte beim Rennen auf der anspruchsvollen Strecke in Johannesburg den zweiten Platz in 34:00 Minuten. Ihre äthiopische Teamkollegin Diniya Abaraya folgte auf dem dritten Platz (34:14 Minuten) und sicherte sich gleichzeitig den Titel der besten Juniorin. Die drei Spitzenläuferinnen liefen die ersten sechs Kilometer gemeinsam, bevor sich Xaba an die Spitze setzte und bis zum Ziel ihre Führung souverän behauptete. Xaba hatte zuletzt 2018 den Titel gewonnen, bevor internationale Läuferinnen die Szene dominierten.

„Ich bin überglücklich, den SPAR Grand-Prix erneut gewonnen zu haben“, sagte Xaba. „Ich habe viele Opfer gebracht, um dieses Ziel zu erreichen, unter anderem darauf verzichtet, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.“ Sie fügte hinzu, dass das Rennen mit vielen herausfordernden Hügeln sehr hart gewesen sei.

Ein intensives Jahr für Tadu Nare und Diniya Abaraya

Tadu Nare erklärte, dass sie das ganze Jahr über ihr Bestes gegeben habe und mit ihrer Leistung zufrieden sei. Zusätzlich hatte sie den Mpumalanga-Marathon gewonnen und kaum Zeit zur Regeneration gehabt. Abaraya, die die Juniorenwertung dominierte, sagte, dass das Jahr für sie eines der besten und herausforderndsten ihres Lebens gewesen sei. „Ich habe noch viel zu lernen und einen langen Weg vor mir“, gestand sie offen.

Xabas nächstes Ziel: Kapstadt-Marathon

Die 29-jährige Xaba ist die erste südafrikanische Siegerin der SPAR-Serie seit 2018. Damals hatte sie den Titel allerdings ohne internationale Konkurrenz gewonnen. Als nächstes steht für sie der Kapstadt-Marathon am 19. Oktober auf dem Plan, bei dem sie ihr Debüt auf der Marathonstrecke geben wird. Insider spekulieren bereits, dass sie den südafrikanischen Marathonrekord von Gerda Steyn (2:24:03 Stunden, aufgestellt 2023 in Valencia) brechen könnte. Xaba selbst äußerte sich dazu bescheiden: „Ich weiß, das ist ein großer Schritt für mich, aber ich bin sehr gespannt darauf, etwas Neues auszuprobieren und zu sehen, was die Zukunft bringt. Ich möchte vor allem Spaß haben.“

Gerda Steyn mit neuen Marathon-Plänen

Rekordhalterin und Ultralauf-Ikone Gerda Steyn belegte bei dem SPAR-Rennen den sechsten Platz (35:11 Minuten), eine für sie eher kurze Distanz. Sie zeigte sich dennoch begeistert: „Ich habe es geliebt, bei den Rennen der SPAR-Serie dabei zu sein. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Standards verbessert haben.“ Steyn nutzte die Rennen als „Speed“-Training für ihre Marathonvorbereitung und kündigte an, noch in diesem Jahr an einem internationalen Marathon teilzunehmen. Angesichts der Belastungen, die sie 2024 bereits gemeistert hat – darunter der Two-Oceans-Lauf (56 km), der Comrades-Marathon (90 km) und der Olympiamarathon in Paris – liegt ihr Fokus aktuell auf der Verbesserung ihrer Geschwindigkeit. Am 13. Oktober wird sie beim Boxer-Super-Run über 5 km in Durban an den Start gehen.

Foto: © Reg Caldecott

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