Das Hollywoodbets Durban 10km Rennen, das in seiner vierten Ausgabe wieder Topläufer aus ganz Afrika anlockte, versprach eigentlich Rekorde.
Zeiten unter 28 Minuten waren fest eingeplant, doch tückische Windverhältnisse machten diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Selbst im sonnenverwöhnten Südafrika spielt das Wetter manchmal verrückt – zwei Tage vor dem Rennen kam es in Durban, wie im Rest des Landes, zu ungewöhnlichem Schneefall.
Der Wind als größter Gegner
Während über 10.000 Teilnehmer auf die Strecke gingen, hatten es vor allem die Spitzenläufer schwer. Der Wind, der von der Küste her wehte, bremste das Tempo nach den ersten zwei extrem schnellen Kilometern merklich ab. Für die meisten Hobbyläufer war dies weniger problematisch, doch die Elite spürte die Auswirkungen deutlich.
Der Marathon-Olympiasiebte von Paris 2024, Tebello Ramakongoana aus Lesotho, wagte bei Kilometer 6 einen Vorstoß. Keiner seiner Konkurrenten folgte ihm direkt, was ihm ermöglichte, das Rennen von vorn zu gestalten. Im Schlusssprint konnte sich Ramakongoana schließlich knapp in 28:06 Minuten gegen den Südafrikaner Elroy Gelant (28:07 min.), ebenfalls ein Olympiateilnehmer, durchsetzen. Ramakongoana verpasste den Streckenrekord nur um sechs Sekunden.
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Der dritte Platz ging an Kamohelo Mofolo, ebenfalls aus Lesotho, der in 28:09 Minuten ins Ziel kam. Titelverteidiger Kabelo Mulaudzi (RSA) folgte als Vierter mit einer Zeit von 28:12 Minuten.
Wind bremst viele Favoriten
Die schwierigen Bedingungen machten vielen Favoriten zu schaffen: Stephen Mokoka belegte Platz fünf in 28:13 Minuten, während Rantso Mokopane Mosiako als Siebter (28:28 min.) und Lebenya Nkhasi (Lesotho) als Neunter (28:40 min.) das Rennen beendeten. Chris Mhalanga, der beim vorherigen Rennen in Johannesburg Zweiter geworden war, musste sich in Durban mit Platz 10 und einer Zeit von 28:44 Minuten zufriedengeben. Noch härter traf es den Johannesburg-Sieger Vincent Kipngetich (Kenia), der in 28:46 Minuten nur den 11. Platz belegte.

Comrades-Sieger Piet Wiersma wollte sich ebenfalls auf der kürzeren Distanz testen und erreichte nach 32:35 Minuten das Ziel auf Platz 58. Seine Leistung zeigt, dass er sich auf den 10 Kilometern im Vergleich zu seinen Ultra-Kollegen noch verbessern muss.
Siegerstatements und Höhenvorteile
Ramakongoana zeigte sich über seinen Sieg erfreut: „Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg. Ich bin nach Durban gekommen, um meinen Körper nach dem harten Wettkampf bei den Olympischen Spielen zu testen und um zu sehen, ob ich bereit bin, wieder an Wettkämpfen teilzunehmen.“ Er führte seinen Erfolg auf die Vorteile seines Höhentrainings in Lesotho zurück – ein Vorteil, den auch sein Landsmann Kamohelo Mofolo (3. Platz) und die Frauensiegerin Neheng Khatala für sich nutzen konnten.
Khatala dominierte das Frauenrennen und gewann in 32:25 Minuten vor C. Sosibo (RSA), die nach 32:48 Minuten ins Ziel kam, und Blandina Makatisi, einer weiteren Läuferin aus Lesotho, die in 33:06 Minuten Dritte wurde.
Fotos: Action Photo, Sandile Xakaza

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