Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Foto (C) Jedermannlauf / Uwe Brandl1.045 Läuferinnen und Läufer aus 29 Nationen feierten beim Jedermannlauf 2015 in der Salzburger Altstadt ein riesiges Lauffest.

Der Steirer Mahdi Sareban und die Münchnerin Bianca Meyer absolvierten den Halbmarathon am schnellsten.

Bei besten äußeren Bedingungen mit Temperaturen rund um die 10°C und einer Wolkendecke ging das größte Teilnehmerfeld seit der Wiedereinführung des Jedermannlauf im Jahre 2012 pünktlich um 9:30 Uhr am Universitätsplatz ins Rennen. Der traditionsreiche Salzburger Stadtlauf feierte heuer ein besonderes Jubiläum, wurde er doch insgesamt zum 25. Mal ausgetragen, zum vierten Mal nach seinem Comeback. „25 Jahre Jedermannlauf – da ist der Name Programm. Die laufbegeisterten Teilnehmer absolvieren gemeinsam einen wunderschönen Lauf mitten durch Salzburg. Dieses große Miteinander spielt bei all unseren Veranstaltungen eine wesentliche Rolle und durch die aktuellen Ereignisse in Europa kommt dem Jedermannlauf diesbezüglich heuer eine besondere Bedeutung zu. Ich freue mich, dass erstmals über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus knapp 30 Nationen hierher gekommen sind, um gemeinsam dieses fantastisches Lauffest zu feiern.“ Der besondere Wettkampfmodus erlaubte den Teilnehmern, sich noch während des Rennens zu entscheiden, entweder nach einer (7,03km), zwei (14,06km) oder drei Runden (Halbmarathon) die Ziellinie am Universitätsplatz zu überqueren. Alle Aktiven wurden anschließend automatisch in die entsprechende Wertung aufgenommen.

Deutliche Siege beim Halbmarathon

Die Frage nach den Siegern beim Halbmarathon war bereits früh beantwortet. Sowohl Mahdi Sareban bei den Herren als auch Bianca Meyer bei den Damen erarbeiteten sich bereits in der Frühphase des Rennens einen deutlichen Vorsprung auf ihre jeweiligen Verfolger und konnten das anfängliche Tempo bis zum Ziel durchziehen. „Ich habe recht früh erkannt, dass mein Tempo für den Sieg reichen würde. Für mich war das ein fantastischer Trainingslauf, nachdem ich meine Saison eigentlich schon beendet hatte“, freute sich der Steirer. Dass er beim Jedermannlauf 2015 in einer Zeit von 1:13:05 Stunden zum Sieg lief, ist einem optimalen Timing geschuldet. Nach einer Dekade beruflichen Aufenthalts in den USA und Deutschland ist Sariban erst seit wenigen Tagen in Salzburg, wo nun er als Sportmediziner unter Univ-Prof. Dr. Dr. Josef Niebauer arbeitet. An seiner neuen Heimat hat der begeisterte Triathlet und Läufer auch auf sportlicher Ebene gleich Gefallen gefunden: „Die Strecke ist fantastisch und auch die Läufer waren fantastisch. Eine sehr sympathische Veranstaltung.“ Hinter Sareban sicherten sich Gabriel Wurm in einer Zeit von 1:15:33 Stunden und Michael Grall in einer Zeit von 1:15:38 Stunden die Plätze zwei und drei.

Foto (C) Jedermannlauf / Uwe Brandl

Als erste Läuferin erreichte Bianca Meyer in einer Zeit von 1:20:40 Stunden die Ziellinie am Universitätsplatz und verdiente sich den Applaus des Publikums. „Ich bin sehr zufrieden. Letzte Woche bin ich bereits einen Halbmarathon in 1:22 Stunden gelaufen, heute wollte ich deutlich schneller laufen und das ist angesichts der etwas rutschigen Strecke und des Windes sehr gut gelungen“, analysierte die 41- jährige Siegerin. Die Deutsche befindet sich in Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon, wo sie im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Marathonlauf den Sieg in ihrer Altersklasse erzielen möchte. Von der Jedermannlauf-Strecke zeigte sich die Münchnerin sehr begeistert: „Das ist ein schöner und sehr abwechslungsreicher Kurs. Die Stimmung am Streckenrand war großartig, überall sind Leute gestanden und haben lautstark applaudiert. Das hilft sehr und gibt einem großen Zuspruch, insbesondere wenn man alleine unterwegs ist.“ Sonja Strasser und Eva Altinger komplettierten das Podest der schnellsten Drei mit einer Leistung von 1:33:37 Stunden bzw. 1:38:09 Stunden.

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Großartige Leistungen auch auf kürzeren Distanzen

Mit einem komfortablen Vorsprung sicherte sich Klemens Bernegger wie bereits vor zwei Jahren den Sieg im 14,06km-Rennen. Der Salzburger setzte sich in einer Endzeit von 49:33 Minuten vor Gerald Bauer und Toni Reiter durch. „Für meinen aktuellen Trainingszustand bin ich wirklich sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung“, freute sich der Sieger. Bei den Damen blieb Christine Bauer als einzige Starterin knapp unter einer Stunde und siegte in einer Zeit von 59:55 Minuten mit deutlichem Vorsprung auf Maria Reich und Melanie Matheis.

Als erster Läufer erreichte Andreas Stöckl nach einer Laufzeit von 24:13 Minuten das Ziel am Universitätsplatz und feierte mit einer überzeugenden Leistung den Sieg im 7,03km-Lauf. „Es ist sehr gut gelaufen. Ich habe eine Zeit unter 24:30 Minuten angestrebt und das ist mir gelungen.“ Der Leoganger ist ein echter Spezialist für den Jedermannlauf: Im vergangenen Jahr belegte er Rang drei im 7,03km-Lauf, 2013 feierte er den Sieg bei der Premiere Jedermannlauf Junior 7.1. „Die Strecke ist sehr flach und liegt mir. Es macht großen Spaß, in der Stadt zu laufen“, verriet er sein Geheimnis. Gemeinsam mit Stöckl schafften Jürgen Wagner und Raphael Sojer den Sprung aufs Treppchen. Bei den Damen setzte sich Angelika Faistauer mit kämpferischen Schlussspurt durch und feierte den Sieg in einer Zeit von 28:50 Minuten. Die Läuferin aus St. Martin bei Lofer hatte erst kurz vor dem Neutor die schlussendlich zweitplatzierte Marie-Theres Gruber überholt, Dritte wurde Tamara Schmidt. „Ich habe nicht gedacht, dass es sich
ausgehen würde. Meine Beine waren im Laufe der Runde bereits müde. Doch als ich
sah, dass ich die Führende überholte, verlieh mir das neue Energie“, erzählte die
glückliche Siegerin.

Marie-Theres Gruber und Tamara Schmidt wurden gleich zweimal ausgezeichnet, denn die beiden führten die Wertung bei den Mädchen im Bewerb Jedermannlauf Junior 7.1 vor Lisa Franke an. Bei den Burschen gewann Abdifitah Ahmed aus Somalia vor den Salzburgern Fabian Tschurtschenthaler und Oliver Schwarzl.

Premiere Corporate Challenge

Zum ersten Mal standen heuer die Corporate Challenge im Programm des Jedermannlauf. Zahlreiche Salzburger Unternehmen und ihre Mitarbeiter folgten dem Lockruf und nahmen in teils großen Gruppen an den beiden Teamwertungen teil: der Corporate Challenge, bei dem jeder Teilnehmer pro Kilometer Punkte für sein Unternehmen sammelte, und der 3x7 Team-Challenge, bei der die End- oder Durchgangszeiten der drei Teammitglieder nach 7,03 Kilometer addiert wurden.

Teilnehmer von der Strecke begeistert

Nicht nur die siegreichen Läuferinnen und Läufer zeigten sich begeistert von der 7,03 Kilometer langen Strecke, welche durch die Salzburger Altstadt und das Nonntal zum Leopoldskroner Weiher führte und über den Stadtteil Riedenburg zurück an den Universitätsplatz. Für den Halbmarathon mussten die Teilnehmer die Strecke dreimal absolvieren. Bereits vor dem Start versammelten sich am Universitätsplatz etliche Zuschauer und schickten das bunt gemischte und mit 1.045 Aktiven aus 29 Nationen bestehende Teilnehmerfeld mit den besten Wünschen auf die Reise. Während des Rennens verfolgten zahlreiche Zuschauer das Geschehen nicht nur in der Altstadt, sorgten für eine hervorragende Stimmung und belohnten die Läufer mit verdientem Applaus.


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