Berlin macht sich bereit für ein echtes Highlight: Der Berliner Halbmarathon feiert am 29. März 2026 sein 45-jähriges Jubiläum.
Eine Erfolgsgeschichte, die mit der Entwicklung der Hauptstadt gewachsen ist und längst ihren festen Platz im internationalen Laufkalender hat. SCC EVENTS als Organisator blickt dabei nicht nur stolz zurück, sondern richtet den Fokus klar nach vorne.
Über 100 Nationen, tausende ambitionierte Läufer und mittendrin die nationale sowie internationale Elite. Der Berliner Halbmarathon wird damit erneut zur großen Bühne für Tempo, Taktik und vielleicht auch für Geschichte.
Männer im Fokus: Petros jagt den nächsten Coup
Ein Name sorgt im Vorfeld für besonderes Knistern: Amanal Petros. Der Athlet von Hannover 96 kehrt an den Ort zurück, an dem er vor einem Jahr am Brandenburger Tor Geschichte schrieb. Mit 59:31 Minuten knackte er als erster Deutscher die magische Stundenmarke und wurde Dritter. Jetzt steht er erneut im Rampenlicht des Berliner Halbmarathon.
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Mit seiner Bestzeit ist Petros aktuell der schnellste Athlet auf der Startliste. Die Frage liegt in der Luft: Reicht es diesmal ganz nach oben? Der letzte deutsche Sieg im Männer-Rennen liegt schließlich schon eine Weile zurück. 1993 triumphierte Carsten Eich aus Leipzig.
Race-Direktor Mark Milde ordnet die Situation ein. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Amanal Petros ein deutscher Läufer am Start steht, der das Potenzial besitzt, ganz vorne mitzumischen und sind gespannt“, sagt Milde. Gleichzeitig bleibt er realistisch, was mögliche Rekordjagden angeht. „Die Zeit ist eine Sekunde schneller als unser Streckenrekord. Aber es ist jetzt noch viel zu früh, über Rekordversuche zu spekulieren. Da muss vieles zusammenpassen“, ergänzt er mit einem Lächeln, das zwischen Vorfreude und Respekt pendelt.

Denn klar ist: Der Europarekord von 58:41 Minuten steht im Raum. Und Petros, Marathon-WM-Zweiter von Tokio 2025, hat längst signalisiert, dass ihn solche Marken reizen. Doch Konkurrenz gibt es reichlich. Der Äthiopier Bereket Nega bringt eine Bestzeit von 60:03 Minuten mit, Benson Kiplangat aus Kenia reist als Cross-WM-Dritter von 2024 an. Auch Gideon Kiprotich wird in Berlin erwartet.
Aus deutscher Sicht mischen zudem Johannes Motschmann vom Marathon Team Berlin mit 61:03 Minuten, Simon Boch mit 61:15, Hendrik Pfeiffer mit 61:28 und Sebastian Hendel mit 61:52 kräftig mit. Der Berliner Halbmarathon verspricht damit ein Männerfeld, das keine Atempause kennt.
Frauenrennen mit internationalem Glanz
Auch bei den Frauen wird das Tempo hochgeschraubt. Angeführt wird das Feld von Likina Amebaw. Die Äthiopierin gelang im vergangenen Jahr beim Halbmarathon der Durchbruch, als sie in Kopenhagen in 64:44 Minuten gewann. Diese Marke setzt ein klares Signal für den Berliner Halbmarathon.
Veronica Loleo aus Kenia mit 65:46 Minuten und die erst 19-jährige Äthiopierin Melal Siyoum mit 67:21 Minuten sind ebenfalls hoch einzuschätzen. Jugend trifft Erfahrung, und Berlin wird zur Messlatte.
Besonders spannend wird das nationale Duell. Mit sieben deutschen Top-Läufer entwickelt sich der Berliner Halbmarathon fast zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft. Esther Pfeiffer von Düsseldorf Athletics kehrt zurück. Sie war im Vorjahr als Siebte beste Deutsche und bringt eine Bestzeit von 67:28 Minuten mit. Ihr Ziel ist klar: weiter steigern, weiter nach vorne.
Domenika Mayer von der LG Telis Finanz Regensburg gilt als Athlet mit mehr Potenzial, als ihre aktuelle Bestzeit von 69:46 vermuten lässt. Alina Reh vom SSV Ulm mit 68:42, Deborah Schöneborn vom Marathon Team Berlin mit 69:41, Hindernis-Spezialist Gesa Krause vom Silvesterlauf Trier mit 69:47, Rabea Schöneborn mit 70:35 und Kristina Hendel mit 70:38 komplettieren das starke deutsche Feld.
Der Berliner Halbmarathon wird damit nicht nur zur Jubiläumsfeier, sondern zum sportlichen Prüfstand für Rekorde, Comebacks und vielleicht eine kleine Sensation. Berlin ist bereit. Die Uhren auch.
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