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König Fußball hat in Deutschland wieder die Regentschaft übernommen. Das gilt umso mehr, als dass die neue Spielzeit vor Überraschungen nur so strotzt. Wirft man einen Blick auf die Tabelle, dann zeigt sich ein ungewohntes Bild.

Die haushohen Favoriten dieses Jahres liegen lediglich auf den Plätzen drei, fünf und elf. Die Spitze haben hingen zwei Überraschungsmannschaften übernommen, die bereits seit einigen Jahren für Aufsehen in der Liga sorgen. Hätte man auf diesen Verlauf gewettet, wäre dies ein lukratives Geschäft gewesen.

Die Favoriten haben Schwierigkeiten

Immerhin galt der FC Bayern München vor Beginn der Saison 2022/2023 als haushoher Favorit. Diese Einschätzung teilten Fans, Medien und Sportwetten Buchmacher gleichermaßen. Die Bundesliga Quoten der Münchner waren so niedrig, dass der nächste Meistertitel des FC Bayern München bereits ausgemachte Sache schien. Lediglich Borussia Dortmund und RB Leipzig trauten die Wett-Experten noch halbwegs eine Überraschung zu.

Union Berlin und der SC Freiburg sind die Sensation der Woche

Doch die Lage hat sich geändert. An der Spitze thront Union Berlin, die erst vor wenigen Jahren in die Deutsche Fußball-Bundesliga aufgestiegen war und in der ersten Saison als fixer Abstiegskandidat gegolten hatte. Doch die Mannschaft unter dem Schweizer Trainer Urs Fischer überraschte von Beginn weg und erzielte gute Ergebnisse.

Während man sich zunächst noch im Mittelfeld der Liga positionierte, wurden die Fußballer von Saison zu Saison besser. Im Vorjahr erreichte man mit Platz 5 in der Liga erstmals die Europaplätze der Liga und wird in dieser Saison in der UEFA Europa League seine Premiere feiern. Als wäre dies noch nicht genug, stürmten die Hauptstädter jetzt an die Spitze der Deutschen Fußball-Bundesliga.

Nur einen Punkt dahinter liegt mit dem SC Freiburg bereits das nächste Überraschungsteam. Während der Erfolg in Berlin überrascht, wurde jener in Freiburg über lange Jahre hinweg aufgebaut. Auch dort setzt man auf Kontinuität auf der Trainerbank und erntet jetzt die Früchte der jahrelangen Aufbauarbeit von Trainer Christian Streich. In Freiburg freut man sich ebenso auf die Spiele der UEFA Europa League, schließlich konnte man sich im Vorjahr mit Platz 6 in der Tabelle qualifizieren.

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Nach dem Blitzstart schwankt der FC Bayern München

Erst dahinter folgt mit dem FC Bayern München der deutsche Serienmeister der letzten zehn Jahre. Diese Entwicklung ist umso überraschender, da der Titelverteidiger wie ein Tornado in die neue Saison startete. In den ersten Spielen überrollte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, doch nun stockt der Erfolgslauf.

Nach drei Remis in Folge tauchen in den Medien bereits die ersten Zweifel an dem jungen Trainer auf. Dieser hatte es zunächst bravourös geschafft, den Abgang der Tormaschine Robert Lewandowski zu kompensieren. Anders, als von vielen Experten erwartet, gelang es ihm, die Mannschaft neu auszurichten.

Jetzt lebt das Spiel der Bayern von zahlreichen Persönlichkeiten und ist nicht nur mehr auf Lewandowski zugeschnitten, der vorne für die Tore sorgt. Während der Pole bereits in seiner neuen spielerischen Heimat, dem FC Barcelona angekommen ist, hat sein Ex-Team aktuell Probleme. Lewandowski führt bereits wieder die Torschützenliste an, doch der FC Bayern München hat, wie so oft zuvor, mit Beginn der Saison leichter Probleme.

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Der BVB kann wieder nicht profitieren

In einer ähnlichen Lage befindet sich auch der große Konkurrent aus Dortmund. Die Schwarz-Gelben befinden sich nach Spieltag sechs lediglich auf Platz fünf der Tabelle. Nach einem neuerlichen Trainerwechsel am Ende der letzten Saison entspricht dies sicherlich nicht den hohen Erwartungen von Fans und Vorstand. Immerhin war man zunächst davon ausgegangen, dass der FC Bayern München den Abgang von Robert Lewandowski nicht so schnell wird kompensieren können.

Doch wie in der Vergangenheit auch, kann der BVB nicht von Punkteverlusten der Münchner profitieren. Dazu kommt noch der Schock rund um die Erkrankung des Erling-Haaland-Ersatzes Sébastien Haller. Während Erling Haaland jetzt auch die englische Premier League im Sturm erobert, musste sein Ex-Klub mit Anthony Modeste schnell Ersatz für den erkrankten Haller verpflichten.

Leipzig hat seinen Trainer gefeuert

Am schlimmsten hat es jedoch bisher RB Leipzig erwischt. Hier musste Trainer Domenico Tedesco bereits weichen und das, obwohl er im Vorjahr den Verein nach katastrophalem Start gerettet hatte und noch in die UEFA Champions League-Plätze geführt hatte. Marco Rose soll nun die Leipziger wieder an die Spitze führen.

Doch auch der Rest des Feldes ist von Überraschungen geprägt. Mainz und Köln konnten sich im vorderen Drittel platzieren. Aufsteiger Werder Bremen ist überraschend stark, während UEFA Europa League-Gewinner Eintracht Frankfurt weiterhin nicht in Fahr kommt. Mit Wolfsburg und Bayer Leverkusen befinden sich zwei Top-Mannschaften am unteren Ende der Tabelle.

Langfristig werden die Favoriten dominieren

Doch dabei handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme. Die Saison hat gerade erst begonnen, erst im weiteren Verlauf werden die Stärken und Schwächen verstärkt zutage treten. Vor allem jene Mannschaften, die national wie international engagiert sind, sollten über die Stärke ihres Kaders langfristig dominieren. Die Punkterückstände sind noch gering und können schnell aufgeholt werden.

Das sollte den Favoriten zugutekommen, die alles daransetzen werden, die alte Hackordnung wieder herzustellen. Man kann also davon ausgehen, dass sich das Bild wieder ändern wird. Der FC Bayern München ist weiterhin klarer Favorit auf den Gewinn seiner elften Meisterschaft hintereinander. Der Konkurrenz scheint weiterhin die Konstanz zu fehlen, um die Münchner ernsthaft zu gefährden.

Überraschungen sind natürlich weiterhin möglich. Vor allem den beiden bisherigen Top-Teams aus Berlin und Freiburg ist auch in dieser Saison zuzutrauen, dass sie sich wieder im vorderen Drittel der Tabelle platzieren können und so auch im nächsten Jahr in Europa spielen werden.


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