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Lenkstein Wanderung – Anspruchsvolle Tour mit Panoramagarantie
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Beschreibung
Der Große Lenkstein (3.236 m) ist ein wuchtiger Gipfel in der Rieserfernergruppe in Südtirol und liegt in stolzer Nachbarschaft zum berühmten Hochgall.
Gravitätisch, rau und irgendwie ein bisschen geheimnisvoll – so steht der Lenkstein zwischen Italien und Österreich. Ein echter Dreitausender mit Charakter, der ambitionierte Bergfreunde über mehrere lohnenswerte Routen empfängt. Die landschaftlich vielleicht schönste Variante startet am idyllischen Antholzer See.
Die Tour führt vorbei an der Barmer Hütte – einem stillen Zeugen alpiner Tradition – und ist nicht nur körperlich fordernd, sondern belohnt mit spektakulären Ausblicken und drei möglichen Dreitausender-Gipfeln auf einer Tour. Ein echtes Highlight für alle, die es gern knackig mögen – sei es als fordernde Tagestour oder gemütlich mit Hüttenübernachtung.
In Summe müssen mehr als 2.000 positive Höhenmeter bewältigt werden - als Tagestour sportlich, als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung entspannt. Idealerweise werden im Abstieg noch das Fenneregg (3.123 m) und das Rosshorn (3.068 m) mitgenommen. Der zusätzliche Zeitaufwand für das Fenneregg sind nur wenige Minuten, das Rosshorn fordert knapp 200 zusätzliche Höhenmeter. So kommt die Tour in Summe auf bis zu 2.300 Höhenmeter.
Route für die Bergtour auf den Lenkstein
- Startpunkt ist die Tiroler Hütte westlich des Antholzer Sees.
- Zunächst nordwärts auf einer Forststraße entlang, die Biathlon-Loipe wird überquert, bevor ein schmaler Wanderweg in den schattigen Wald führt.
- Jetzt geht's richtig los: Der Pfad zieht sich einige hundert Höhenmeter steil durch den Wald, bevor das Gelände felsiger wird. Über Blockwerk und Geröll kämpft man sich zur Riepenscharte auf rund 2.700 Metern – hier darf geschnauft und kurz gefeiert werden, denn die Hälfte der Höhenmeter ist geschafft.
- Ab hier folgt ein sanfter Abstieg von etwa 200 Höhenmetern Richtung Barmer Hütte. Wer keine Zeit für Kaiserschmarrn hat (schade eigentlich), bliebt links und umgeht die Hütte auf etwa 2.520 Metern Höhe.
- Nun schlängelt sich der Pfad nordwärts, vorbei an den pittoresken Überresten der alten Barmer Hütte – perfekt für ein schnelles Instagram-Foto (wenn man denn noch Empfang hat).
- Auf etwa 2.700 Metern folgt ein kurzer seilversicherter Abschnitt. Technisch harmlos, wenn man konzentriert bleibt – für schlotternde Knie gibt's aber keinen Grund.
- Bei 2.950 Metern erreicht man die Scharte zwischen Rosshorn (rechts) und Fenneregg (links). Man hält sich links und steigt Richtung Fenneregg weiter auf.
- Nun führt der Weg zum Lenksteinjoch auf rund 3.100 Metern. Der Grat wird direkt angesteuert, aber keine Sorge – kurz danach biegt der Weg rechts ab und umrundet diesen. Alles sauber markiert, verlaufen fast ausgeschlossen.
- Knapp vor dem Gipfel wird noch eine kleine Scharte passiert. Jetzt hat man die Wahl: Entweder über ein harmloses Schneefeld kurz absteigen und dann über grobes Blockwerk hinauf oder – für die Gratliebhaber – direkt über den Grat zum Gipfel. Oder halt die Mischung: rauf über den Schnee, runter über den Grat. Flexibilität ist hier Trumpf. Steigeisen benötigt man übrigens am Schnee nicht.
- Oben auf 3.236 Metern wartet der Lenkstein mit fantastischem Rundblick auf – unter anderem auf den Hochgall und Monte Nevoso. Gipfelkreuz ist vorhanden, Gipfelbuch leider Fehlanzeige (zumindest zum Zeitpunkt der letzten Besteigung).
- Der Abstieg folgt zunächst zurück zum Lenksteinjoch. Wer noch Lust (oder schlicht keine müden Beine) hat, kann mit wenigen zusätzlichen Höhenmetern das Fenneregg (3.123 m) mitnehmen.
- Und für die ganz Motivierten: Weiter zur Rosshornscharte, dann hinauf auf das Rosshorn (3.068 m) – lohnend, denn von hier hat man einen tollen Blick auf den Gletschersee Sankt-Josef im Norden.
- Schließlich geht es denselben Weg zurück. Achtung: Nach der Barmer Hütte wartet noch ein fieser Gegenanstieg von gut 200 Höhenmetern zur Riepenscharte. Der letzte kleine Konditionstest für die Oberschenkel.
Alternative Routen führen vom Staller Sattel oder von der Patscherhütte (beide Österreich) über die Barmer Hütte. Auch vom Ahrntal in Südtirol ist der Aufstieg möglich – z. B. über die Kasseler Hütte.
Streckenplan:
Lenkstein Schwierigkeit
Wem der Begriff "sportlich" bisher nur vom Fernsehprogramm bekannt ist, sollte vielleicht zwei Tage einplanen. Denn mit gut 2.000 Höhenmetern Aufstieg hat diese Tour es definitiv in sich. Aber keine Angst: Für halbwegs trainierte Berggeher ist das Ganze durchaus machbar – vor allem mit einer Übernachtung.
Der Aufstieg zur Riepenscharte ist steil und schweißtreibend, aber technisch unschwierig. Oben raus wird’s stellenweise etwas ausgesetzt, doch wer konzentriert bleibt, braucht hier keinen Nervenarzt.
Für komplette Bergneulinge ist diese Tour aufgrund der Länge und Höhenmeter nicht zu empfehlen. Für erfahrene Wanderer mit Kondition aber ein echtes Hochgebirgsabenteuer.
Empfohlene Ausrüstung
Gute Trail- oder Bergschuhe sind Pflicht. Steigeisen? Nett gemeint, aber selbst im Juni meist überflüssig – das kurze Schneefeld ist flach und gut zu begehen.
Mitnehmen sollte man auf jeden Fall: genügend Verpflegung, viel Wasser (auch wenn es oberhalb der Barmer Hütte ein paar Wasserfälle als Auffüllstation gibt), Sonnencreme und Sonnenbrille.
Optimale Jahreszeit
Ab Mitte Juni ist die Tour meist gut machbar – mit ein paar Restschneefeldern, die eher Deko als Gefahr sind. Im Hochsommer ist die Route in der Regel nahezu schneefrei. Bis Ende September oder dem ersten Schneefall bleibt die Besteigung gut durchführbar.
Anreise und Parken
Die Anfahrt erfolgt über die Obertaler Straße (Via Anterselva di Sopra) zum Antholzer See. Am westlichen Ufer liegt das bekannte Biathlon-Stadion – hier gibt es kostenpflichtige Parkmöglichkeiten. Am östlichen Ufer existiert ein kleiner, kostenloser Parkplatz, der im Sommer allerdings meist hoffnungslos überfüllt ist. Früh sein lohnt sich!
Alle Informationen: Lenkstein Wanderung von Südtirol
- Abschnitte durch Wälder
- Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Durchgehend markierte Route
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Felskontakt entlang der Route
- Kostenlos Parken
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Schotter-Passagen
- Sehr ruhige Bergtour
Route (GPX-Strecke): Lenkstein Wanderung von Südtirol
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