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Interessantes Ergebnis aus einer Analyse einer Marathonveranstaltung: Lauf-Apps ermitteln demnach eine deutlich längere Distanz als GPS-Laufuhren.

Die Hochschule Heilbronn sammelte beim Trollinger Marathon 2016 die Daten der Teilnehmer und wertete diese aus.

Auf pcwelt.de wurden Details der noch unveröffentlichten Studie ausgewertet.

Über die Halbmarathonstrecke (offiziell 21,097 km) ermittelten 179 GPS-Uhren im Schnitt eine Distanz von 21,18 km. Das heißt der Unterschied zur tatsächlichen Streckenlänge war marginal. Von 30 Läufern die mit Smartphone-App liefen, konnte eine Distanz von 21,40 km berechnet werden, also 300 Meter zu viel. Ein überraschend großer Unterschied. Anzumerken ist, das ein großer Teil der App-Läufer mit Runtastic oder Runtastic Pro unterwegs waren.

Ähnlich das Bild beim Marathon (offiziell 42,195 km) wo die Distanz bei GPS-Uhren 42,33 km (n=39), bei Apps hingegen 42,88 km (n=4) ermittelt wurden. Allerdings aufgrund der geringen Anzahl an App-Läufern ein weniger aussagekräftiges Ergebnis.

Wichtige Anmerkung: Áuf offiziell vermessenen Strecken ist die Distanz eine Promille (0,1 %) länger als offiziell angegeben, da im Falle eines Weltrekordes eine Nachvermessung stattfindet und so garantiert werden kann, das bei etwaigen Messfehlern bei der Vorvermessung die Distanz nicht zu kurz ist. Das heißt ein Marathon ist in der Regel nicht 42,195 km lang, sondern 42,237 km. Somit ergibt sich zu GPS-Uhren lediglich eine Differenz von 100 Metern.

Fazit der Analyse: Für eine hochwertige Datenerfassung kommen Läufer um GPS-Uhren weiterhin nicht herum. Apps bieten zwar teilweise schon einen höheren Funktionsumfang, kommen in der GPS-Genauigkeit nicht an die Qualität von Laufuhren heran.

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2017 wurden ebenfalls Daten gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse liegen allerdings noch nicht vor.


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