Der Asphalt in den Schweizer Innenstädten hat im vergangenen Jahr ordentlich geglüht. Wer dachte, nach dem starken Vorjahr wäre die Puste raus, hat die Rechnung ohne die Schweizer Laufveranstaltungen gemacht.
Mit einem satten Plus von rund 9 Prozent hat sich die Szene selbst übertroffen und die Schallmauer von 600.000 Finishern fast punktgenau durchbrochen. Bei insgesamt 550 Events im ganzen Land wurde deutlich, dass Laufen in der Schweiz längst zum Volkssport Nummer eins mutiert ist.
Die Giganten der Straße: Rekorde am laufenden Band
Besonders die grossen City-Events fungierten als echte Wachstumstreiber. Allen voran die Escalade in Genf, die Anfang Dezember alle Rekorde pulverisierte. Mit 59.572 Anmeldungen und erstmals über 50.000 Finishern im Ziel wurde eine Marke gesetzt, die wohl so schnell nicht wieder wackelt. Insgesamt vereinten die 20 grössten Schweizer Laufveranstaltungen über 317.000 Menschen. Andreas Grüter, der als Geschäftsleiter der Swiss Runners die Zahlen genau im Blick hat, zieht eine äußerst positive Bilanz: Der Schweizer Laufmarkt entwickelte sich auch 2025 dynamisch. Diverse Veranstalter berichteten von grosser Nachfrage und Wartelisten für freie Startplätze. Es scheint fast so, als wäre ein Startplatz bei manchen Schweizer Laufveranstaltungen mittlerweile begehrter als ein Ticket für ein ausverkauftes Rockkonzert.
Langstrecke ist das neue Yoga
Ein Blick auf die Distanzen zeigt, dass die Schweizer keine Angst vor brennenden Waden haben. Die Marathondistanz erlebte einen regelrechten Boom. In Zürich, Genf, Lausanne, Luzern und beim Jungfrau-Marathon kamen über 16.000 Läufer im Ziel an. Das ist eine Steigerung von unglaublichen 35 Prozent! Besonders spannend: Das Durchschnittsalter auf der Strecke sinkt weiter.
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Den Titel als Marathon-König sicherte sich der Genève Marathon mit 4.252 Finishern auf der Königsdisziplin. Auch der Halbmarathon bleibt ein Dauerbrenner. Rund 55.000 Menschen bewältigten diese Distanz, wobei der Greifenseelauf mit 7.452 Finishern die Nase vorn hatte. Ob beim Bremgarter Reusslauf oder dem Grand Prix von Winterthur – die Schweizer Laufveranstaltungen bieten für jeden Geschmack den passenden Härtetest.
Ausblick 2026: Kapazitätsgrenzen und Gratis-Fahrten
Für das Jahr 2026 bleibt die Prognose sonnig, auch wenn das Wachstum wohl etwas gedämpfter ausfallen wird. Der Grund ist simpel: Viele Schweizer Laufveranstaltungen sind schlichtweg voll. Grüter, der auch den Luzerner Stadtlaufs leitet, erklärt das Dilemma: Immer mehr Events erreichen ihre Kapazitätsgrenzen und können aus Qualitätsgründen nicht zusätzliche Startende zulassen.
Damit die Anreise entspannt bleibt, gibt es weiterhin das Swiss Runners Ticket. Bei 24 ausgewählten Schweizer Laufveranstaltungen ist die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr vom Wohnort zum Start und zurück kostenlos. Wer also 2026 dabei sein will, sollte schnell sein, bevor die Anmeldeportale wieder glühen.

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