Vor dem Start zum Ironman Brasil
Vor dem Start zum Ironman Brasil (Foto © Getty Images for IRONMAN)
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Marathon-Sensation bei Ironman: Messias bricht die Schallmauer

Der Tag, an dem alles anders lief – und das schneller als je zuvor!

Was für ein Knall beim Ironman Brasil 2025! Eigentlich wartete die Triathlonwelt nur darauf, dass Patrick Lange endlich die magische Marke durchbricht. Doch plötzlich läuft da ein Brasilianer mit einem Tempo durch Florianópolis, das selbst GPS-Uhren ins Schwitzen bringt: Manoel Messias hat beim Ironman Brasil nicht nur Geschichte geschrieben – er hat sie gnadenlos umgeschrieben.

Eine Marathonzeit von 2:26:50 Stunden – das ist kein Zahlendreher, sondern der neue Maßstab auf der Langdistanz. Noch nie zuvor ist ein Athlet die abschließenden 42,2 Kilometer bei einem Ironman so schnell gelaufen. Und das bei seinem ersten Mal über die volle Distanz! Wer braucht da bitte Eingewöhnung?https://vg06.met.vgwort.de/na/eed20469506043e4abdb512d11cebbfe

Vom Kurzdistanz-Künstler zum Langdistanz-Magier

Viele kannten Messias bisher aus der olympischen Kurzdistanz – Tokio, Paris, WTCS Abu Dhabi, da war er mit von der Partie. Doch was der 28-jährige Brasilianer beim Ironman Brasil 2025 auf die Strecke zauberte, ließ selbst erfahrene Langdistanz-Profis wie Lange alt aussehen – zumindest auf dem Laufkurs.

„Ich habe ehrlich gesagt erwartet, dass ich komplett einbreche“, gestand Messias im Ziel mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Unglaube und Ekstase pendelte. „Ich bin die ersten zehn Kilometer in etwa 3:20 Minuten pro Kilometer angegangen – und dachte nur: Junge, du wirst einbrechen.“

Der Wahnsinn hat einen Namen: Pace 3:29

Man stelle sich das mal vor: 3:29 Minuten – pro Kilometer! Auf einem frischen Halbmarathon vielleicht eine Glanzzeit für Agegrouper. Aber nach 3,8 Kilometern Schwimmen und 180 Kilometern auf dem Rad? Das ist kein Laufen mehr, das ist ein kontrollierter Rauschzustand.

„Ich habe einfach weitergemacht. Der Schnitt stieg ein wenig auf 3:28 und später 3:29 – aber ich bin nicht eingebrochen“, so Messias weiter. Die letzten Kilometer? „Die waren hart. Nicht vom Puls her – der war niedrig. Aber die Beine... die waren aus Beton.“

Zweiter Platz, aber ein goldener Lauf

Kurios: Trotz dieses galaktischen Laufsegments reichte es am Ende „nur“ für Platz zwei. Der Argentinier Luciano Taccone schnappte sich mit einem bärenstarken Gesamtpaket den Sieg. Doch Messias war der heimliche Champion. Sein Lauf war das Gesprächsthema Nummer eins in der Wechselzone, in der Pasta-Party und in jeder noch so verrauschten Triathlon-WhatsApp-Gruppe.

Die Frage aller Fragen: War das überhaupt ein echter Marathon?

Natürlich kamen sofort Spekulationen auf: War die Strecke vermessen? Hat jemand beim Abbiegen geschummelt? Doch laut den GPS-Daten mehrerer Athleten – darunter Andre Lopes mit 41,81 Kilometern – war die Distanz nahezu korrekt. Die durchschnittlichen Aufzeichnungen lagen bei rund 42 Kilometern. Selbst im schlimmsten Fall wären es höchstens ein paar hundert Meter zu wenig gewesen. Rechnen wir die grob drauf, bleibt Messias immer noch klar unter 2:28. Was bleibt? Ein historischer Moment.

Patrick Lange muss sich warm anziehen

Patrick Lange – der einstige König des Marathonsegments – wird diesen neuen Laufstandard wohl als Weckruf betrachten. Seine Topzeiten von 2:30:27 und 2:30:32, so hart erarbeitet sie auch waren, wirken plötzlich wie Meilensteine aus einem anderen Zeitalter. Die 2:30-Marke ist gefallen. Und mit ihr eine Triathlon-Legende.

Wie viel Tempo steckt im Schuh?

Für alle, die jetzt schnell die Kreditkarte zücken wollen: Der brasilianische Tempomacher trug den „Puma Fast-R Nitro Elite 3“. Das Hightech-Modell bringt nicht nur Carbonfaserplatte und acht Millimeter Sprengung mit, sondern auch Pumas hauseigenen Nitrofoam-Schaum – ein Material, das scheinbar auf pure Geschwindigkeit gezüchtet wurde.

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Was bleibt von diesem Wahnsinn?

Ein neuer Rekord, ein neuer Held, eine neue Ära? Der Ironman Brasil 2025 hat das Tor aufgestoßen zu etwas, das viele für unmöglich hielten. Messias hat gezeigt: Mit Mut, Pace und ein bisschen Wahnsinn kann man auch in der Königsdisziplin des Ausdauersports völlig neue Kapitel aufschlagen.

„Ich wusste, ich kann das schaffen. Mein Coach hat mir gesagt, es ist möglich – schwer, aber möglich. Das hat mich getragen.“

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Und nun? Warten alle auf das nächste Rennen. Ob in Roth, Kona oder Israel – die Jagd ist eröffnet. Und sie wird schneller, härter und spannender als je zuvor.

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