Ischgl Ironbike Marathon
Ischgl Ironbike (Foto: © TVB Paznaun – Ischgl)
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Ischgl Ironbike 2025: Alle Sieger, Geschichten & Fotos vom Spektakel

Ein Jubiläum, das in die Geschichte eingeht

Wenn Ischgl ruft, kommen sie – und zwar aus allen Himmelsrichtungen. Über 800 Mountainbiker aus 26 Nationen haben sich heuer beim 30. Ischgl Ironbike eingefunden, um sich eine ordentliche Portion Höhenmeter und Adrenalin zu gönnen. Die Extreme-Distanz, berüchtigt wie ein Tiroler Wintersturm, brachte wieder mal die härtesten Burschen und Mädels an ihre Grenzen – und darüber hinaus.

Am Ende setzten sich keine Unbekannten durch: Hermann Pernsteiner und Claudia Peretti holten sich über die Extreme-Distanz nicht nur den Tagessieg, sondern wiederholten auch ihre Triumphe vom Vorjahr. Als Draufgabe schnappte sich Pernsteiner gemeinsam mit Clara Sommer den österreichischen Meistertitel.

Vier Strecken – ein Ziel: Eisen in die Beine brennen

Der Ischgl Ironbike ist nichts für Schönwetterfahrer. Die vier Distanzen – Light (25 km / 660 hm), Medium (44 km / 1.890 hm), Hard (59 km / 2.720 hm) und die legendäre Extreme (70 km / 3.400 hm) – führen entlang alter Schmugglerpfade mitten durch das Silvretta-Massiv. Während Hobbyfahrer einfach nur ins Ziel kommen wollen, kämpfen die Profis um Punkte für den ÖRV Austria Marathon Cup und die „Mountainbike Challenge“.

Über die Extreme-Distanz ließ Pernsteiner keine Fragen offen. In 3 Stunden und 43 Minuten führte er einen rein österreichischen Dreifachsieg an. Nur 2:30 Minuten später rollte der Oberösterreicher Manuel Pliem ins Ziel, gefolgt vom Tiroler Routinier Daniel Federspiel, der bei seiner unglaublichen 22. Teilnahme Platz drei einfuhr. Das Ergebnis entsprach zugleich der Österreichischen Meisterschaftswertung.

Bei den Damen dominierte Peretti nach Belieben. In 4 Stunden und 36 Minuten absolvierte sie ein einsames Rennen an der Spitze – wie eine italienische Lokomotive bergauf und bergab.

Ischgl Ironbike 2025: Bei den Damen gewinnt wie bereits im Vorjahr die Italienerin Claudia Peretti.

Hard-Distanz mit Familiendrama

Auf der Hard-Strecke setzte sich die deutsche Weltcup-Fahrerin Luisa Daubermann (3:47 Std.) durch. Dahinter fuhr die junge Oberösterreicherin Clara Sommer auf Rang zwei – und krönte sich damit zur österreichischen Meisterin. Pikant: Silber ging an ihre Mutter Sabine Sommer. Da weder Daniela Traxl-Pintarelli (Platz drei) noch die viertplatzierte Bianca Somavilla eine Elite-Lizenz hatten, schnappte sich Eva Herzog in der Meisterschaftswertung den dritten Rang.

Bei den Herren war der Deutsche Noah Laschewski der Mann des Tages. Nach 3:13 Stunden verwies er die Vorarlberger Kilian Feurstein und Julius Scherrer auf die weiteren Plätze.

Short Track als explosiver Auftakt

Schon am Freitag ging’s heiß her. Beim Short-Track-Rennen auf engem Kurs holte sich Federspiel bei den Herren und Daubermann bei den Damen den Sieg. Und während die Großen um Sekunden kämpften, zeigten beim „Ironbike Kids & Juniors Trophy presented by Volksbank Tirol“ die Nachwuchsbiker, dass sie irgendwann mal genau hier um den großen Sieg mitfahren wollen.

Tourismus-Chefs im Freudentaumel

Alexander von der Thannen, Obmann Tourismusverband Paznaun – Ischgl: "Sportliche Höchstleistungen, internationale Spitzenathleten und ein einmaliges Eventerlebnis – der Ischgl Ironbike ist ein Motor für den Sommertourismus im Paznaun. Er trägt wesentlich zur Wertschöpfung in der Region bei und unterstreicht unsere Rolle als führende Mountainbike-Destination in den Alpen. Wir investieren weiterhin in ein starkes Sommerprogramm und in die Trails und blicken voller Vorfreude auf die 31. Ausgabe dieses Ausnahmeevents."

Ischgl Ironbike 2025

Thomas Köhle, Geschäftsführer Tourismusverband Paznaun – Ischgl: "Der Ischgl Ironbike ist seit drei Jahrzehnten ein sportliches Aushängeschild unserer Region. Solche hochkarätigen Veranstaltungen verbinden Spitzenleistung mit beeindruckender Naturkulisse und bringen nationale und internationale Gäste ins Paznaun. Sie zeigen, dass Ischgl nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sportliche Maßstäbe setzt. Künftig wollen wir unser Sommerangebot im sportlichen Bereich noch vielfältiger gestalten und auch neue Formate entwickeln."

Der 30. Ischgl Ironbike hat gezeigt: Höhenmeter mögen weh tun – aber der Stolz, sie bezwungen zu haben, hält ein Leben lang.

Alle Informationen zum Ischgl Ironbike

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