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Es sorgte bei vielen Fußballfans für Erstaunen, was Serge Gnabry im März 2019 in Interviews verkündete:

Seit Wochen ernähre er sich fleischlos, ließ der Nationalspieler in Diensten des FC Bayern München die Öffentlichkeit wissen. Selbstverständlich lag fortan der Fokus auf seiner Performance. Denn viele Beobachter interessierten sich brennend dafür, ob sich Gnabrys vegane Ernährung auf dem Platz bemerkbar machen würde.

Jung auf die Insel

Gnabry machte schon in jungen Jahren Schlagzeilen. Mit 16 wechselte er von der Jugend des VfB Stuttgart zum FC Arsenal nach London. Dort gab er 2012 als 17-Jähriger sein Debüt in der Premier League. Trotz des vielversprechenden Starts schaffte er es aber nicht, sich in der Profimannschaft der Engländer durchzusetzen. Im Sommer 2016 kehrte er daher nach Deutschland zurück und schloss sich dem Bundesligisten Werder Bremen an. Bei den Norddeutschen schoss er in 27 Pflichtspielen elf Tore, bis er im Sommer 2017 vom FC Bayern München verpflichtet wurde. Allerdings nahm ihn der Rekordmeister nicht sofort in seinen Kader auf, sondern verlieh ihn für die Saison 2017/2018 an die TSG Hoffenheim. Dort erzielte er in 22 Partien zehn Treffer. Anschließend wurde er zum Teil der Münchner Mannschaft.

Zahlreiche Verletzungspausen

Neben seinem großen Potential zeichnete Gnabry schon früh eine gewisse Verletzungsanfälligkeit aus. Bereits 2014 musste er aufgrund einer Entzündung im Knie ein halbes Jahr pausieren. Bei Werder Bremen setzten ihn unter anderem muskuläre Probleme außer Gefecht, bei der TSG Hoffenheim stand er wochenlang wegen einer Oberschenkelzerrung nicht auf dem Rasen. Auch in seiner ersten Halbserie beim FC Bayern hatte Gnabry mit diversen Verletzungen zu kämpfen. Oberschenkelprobleme zwangen ihn im August 2018 sowie über den Jahreswechsel 2018/2019 zu einer längeren Pause, zudem hatte er im November 2018 Adduktorenbeschwerden. Immerhin machte er in der ersten Hälfte der Saison 2018/2019 vier Tore in 20 Pflichtspielen.

Leistungssteigerung – dank Fleischverzicht?

Ab Anfang 2019 verzichtete Gnabry also auf den Verzehr von Fleisch. Interessanterweise fehlte er in der zweiten Halbserie der Spielzeit 2018/2019 nur in einer Partie, weil er sich erkältet hatte. In den 22 Pflichtspielen, die er absolvierte, schoss er neun Tore – mehr als in jeder halben Saison, die er bis dahin als Profi gespielt hat. Im Sommer 2019 konnte Gnabry mit den Bayern das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal feiern. Möglicherweise ist es Zufall, dass die Leistungsexplosion des Spielers und die Umstellung seiner Ernährung in den gleichen Zeitraum fielen. Vielleicht hat es aber auch seinem Körper geholfen, dass er auf Fleisch verzichtete.

Pflanzen liefern Antioxidantien – und Proteine

Denn wie der Ernährungsexperte Axel Schurawlow im Blog von Betway verrät, sorgen tierische Produkte für Entzündungen im menschlichen Körper. Dieser muss seine Ressourcen umverteilen, um gegen die Entzündungen vorzugehen, was zu Lasten der Leistung geht. Pflanzliche Lebensmittel beinhalten hingegen meist Antioxidantien, die die Zellen vor den Angriffen von freien Radikalen schützen. Viele Sportler wollen dennoch nicht auf ihre tägliche Portion Fleisch verzichten. Der Grund dafür ist, dass tierische Produkte große Mengen an Proteinen enthalten, die unter anderem für den Muskelaufbau und -erhalt zuständig sind. Wie Schurawlow aber mitteilt, sind auch viele pflanzliche Lebensmittel mit viel Eiweiß versehen. Dazu gehören zum Beispiel Nüsse, Linsen, Samen und Vollkornprodukte wie Hafer. Greift ein Athlet also regelmäßig zu diesen Produkten, dann stellt er eine ausreichende Versorgung mit Proteinen sicher. Obst und Gemüse liefern zudem Vitamine und andere Vitalstoffe. Worauf Vegetarier und Veganer jedoch achten müssen, ist die Zufuhr von Nährstoffen, die nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden sind, wie etwa Vitamin B12 und Jod. Nahrungsergänzungsmittel sind hierbei unverzichtbar.

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