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Eigentlich wollte Hertha BSC dieses Jahr oben angreifen. Gestützt von Millioneninvestitionen war der Plan, die Hertha zu einem Verein zu entwickeln, der regelmäßig um die internationalen Plätze kämpft.

Als größter Verein der Hauptstadt Deutschlands hat man den Anspruch, bald Dauergast in den europäischen Wettbewerben zu sein. Doch bei der alten Dame lief in den letzten Monaten und Jahren einiges schief.

Nach dem sportlichen und medialen Debakel um Ex-Trainer Jürgen Klinsmann wurde mit Bruno Labbadia nun der nächste Coach vor die Tür gesetzt. Nun soll Ex-Trainer Pál Dárdai das Training bei Hertha leiden und den Abstieg vermeiden. Aktuell steht Hertha BSC auf Platz 15 der Bundesligatabelle und gilt als Abstiegskandidat.

Neben Labbadia musste auch der Manager Michael Preetz seinen Hut nehmen. Der ehemalige Profi des Berliner Clubs war 12 Jahre lang als Manager bei seinem Herzensverein tätig. Vorerst übernimmt Arne Friedrich die Aufgaben von Preetz. Die Vereinsführung hatte wohl schon lange im Hintergrund an einer Lösung nach Preetz und Labbadia gearbeitet, hielt sich nach der 1:4-Pleite gegen Bremen und der Entlassung der beiden Verantwortlichen bedeckt. Vorstand Carsten Schmidt sagte an den Mikrofonen von Sky, dass man sich mit 17 Punkten nach 18 Spielen in einer sehr prekären Situation befinde und man sich mit dem Trainerwechsel einen neuen Impuls erhoffe. Direkt nach der Entlassung von Labbadia hielt sich Schmidt in Sachen Nachfolger bedeckt. Die Vorstellung von Dárdai folgte wenige Tage später.

Nun ist der neue und alte ungarische Trainer in der Pflicht. Es ist an ihm, aus den vielen hochtalentierten Fußballprofis ein Kollektiv zu formen, das in der Rückrunde im Abstiegskampf bestehen kann. Das Halten der Klasse ist als Minimalziel ausgegeben, doch hoffen Fans und Verantwortliche, dass die Hertha in der Rückrunde einen Lauf hat und trotz der sehr schwachen Hinrunde noch in den Kampf um die internationalen Plätze eingreifen kann. Angesichts von 15 Punkten Rückstand auf Platz 6 bleibt dieses aber wohl Wunschdenken.

Wie ernst es den Berliner ist, zeigt die kürzlich bekanntgewordene Verpflichtung von Sami Khedira. Der Weltmeister von 2014 kommt von Juventus Turin an die Spree und möchte sich im Alter von 33 Jahren nochmals in der Bundesliga beweisen. In Italien kam der Routinier in den letzten Monaten kaum noch zum Einsatz. Im stark besetzten Kader von Juventus blieb dem deutschen nur die Rolle als Reservist. Nun soll der Mittelfeldstratege, der in seiner Karriere fast alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, der Hertha die nötige Stabilität im Mittelfeld bringen. Dabei will Khedira mehr als ein Vorbild und Wortführer sein. Der Nationalspielerbekräftigte bei seiner Vorstellung nochmals, dass er nicht nach Berlin gekommen sei, um seine Karriere ausklingen zu lassen und Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Er möchte mit der Hertha erfolgreich sein und durch Leistung auf dem Platz bestechen.

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vEs wird spannend zu sehen sein, wie das neue Trio aus Trainer Dardai, Königstransfer Khedira und Sportdirektor Friedrich harmoniert. Neutralen Zuschauer wünschen sich sicher, dass sich Hertha in Europa in Zukunft eine Rolle spielt und in Zukunft mehr hochklassiger Fußball in der Hauptstadt Deutschlands stattfindet.


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