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Sportlich und organisatorisch auf höchstem Niveau, touristisch von größtem Mehrwert – so lässt sich die Premiere der Gastein Classics zusammenfassen.

Gleichzeitig sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Gastein will sich verstärkt im Langlaufen etablieren. Beim "Criterium" am Sonntag über 35 Kilometer gab es im Winter Wonderland von Sportgastein durch Ida Dahl, Emil Persson sowie das Lager 157 Ski Team durchwegs schwedische Favoritensiege.

Bad Gastein bleibt schwedische Hochburg

Dahl, die für das Team Engcon schon den Prolog gewonnen hatte, lieferte sich über die gesamte Distanz ein Duell mit Astrid Oeyre Slind und setzte sich gegen die Norwegerin vom Team Aker Daehli nach 1:49:29 Stunden im Zielsprint durch. Die Herrenkonkurrenz hatte gar einen schwedisch-norwegisch-deutschen Dreikampf zu bieten, den letztlich Persson (Lager 157) vor Johan Hoel (Ragde Charge) und Thomas Bing (xc-ski.de) ebenfalls im Zielsprint für sich entschied und damit auch für sein Team Lager 157 den Sieg einfuhr.

Lob von höchster Stelle

Mit dem Tempo der Profis konnten auch die Veranstalter, die für perfekte Rahmenbedingungen sorgten, mithalten. Obwohl die Witterung im Vorfeld alles andere als ideal war, gab es für die Organisation und Strecke Lob von höchster Stelle. „Obwohl es wirklich schwierige Bedingungen waren, war die Loipe in sehr gutem Zustand“, sagte Superstar Petter Northug. Der mehrfache Olympiasieger, Gesamtweltcupsieger und Rekord-Weltmeister zeigte sich gegenüber dem Prolog verbessert und belegte am Sonntag Platz 26. Obwohl es nicht zum direkten Duell mit seinem langjährigen härtesten Konkurrenten Dario Cologna kam – der Schweizer wurde am Samstag im Volkslauf Zweiter – freute sich die norwegische Legende über das Treffen. „Super, dass Dario dabei war. Ich hoffe natürlich, dass er sich in Zukunft auch mal mit den Profis misst.“

Gastein und sein Platz im Nordischen Skisport  

Auch Plusgrade, Wind und Regen in den Tagen zuvor sowie 20 Zentimeter Neuschnee am Sonntag konnten nichts an einer sehr guten Loipe ändern. „Vielen Dank an alle, die so eine Veranstaltung möglich gemacht haben. Wir haben alle Kräfte gebündelt und sind am Ende mit einem mehr als gelungenen Wochenende belohnt worden“, sagte Lisa Loferer, Geschäftsführerin des Kur- und Tourismusverbands Bad Gastein. So hatte etwa auch Bernhard Gruber, als ehemaliger Weltklassekombinierer prominenter Botschafter der Veranstaltung, selbst zur Schaufel gegriffen, damit sich „seine“ Loipe, die Bernhard-Gruber-Olympialoipe, von der besten Seite präsentieren konnte. „Die Blasen nehme ich gern in Kauf, es hat sich ausgezahlt“, sagte Gruber, der auch als Co-Kommentator fungierte.

Nach vielen erfolgreichen Veranstaltungen im Snowboard-Weltcup wurden die Kompetenzen in puncto Schneesicherheit und Durchführung von Sport-Events in Gastein einmal mehr unter Beweis gestellt. „Wir sind eine der sehr wenigen Regionen in Mitteleuropa, die schon jetzt so gute und lange Loipen anbieten können. So konnten wir im Rahmen der Gastein Classics für den ÖSV auch die Rennen des Austria Cups von Seefeld übernehmen“, sagte Loferer. Das alles macht bei allen Beteiligten Lust auf mehr. Warum, das erklärt auch Gastein-Tourismus-Geschäftsführer Franz Naturner: „Langlaufen ist ein Produkt mit Wachstumspotenzial. Den Saisonauftakt einer so hochwertigen Rennserie wie Ski Classics zu beherbergen ist das richtige Signal in zahlreichen touristisch relevanten Märkten.“ So wurde mit Ski Classics vorerst ein Vertrag über drei Jahre abgeschlossen, Gastein will auch darüber hinaus im Nordischen Skisport langfristig seinen Platz finden.

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Daten & Fakten

Auf 1600 Meter Seehöhe liegt die „Bernhard Gruber Olympia Strecke“ in Sportgastein.

198 Männer und Frauen in 35 Profiteams nahmen an den Gastein Classics teil.

76 Hobbyläufer/innen nahmen am Challenger, dem Volkslauf, teil

35 Kilometer betrug die Distanz am Sonntag.

15 und 30 Kilometer legten die Hobbyläufer/innen beim Volkslauf zurück.

15 Kilometer wurden beim Prolog am Samstag gelaufen.

14 Rennen an 11 Schauplätzen in 6 Ländern umfasst der Kalender der Ski Classics 2022/23.

 

4 Millionen TV-Zuschauer hatte das meistgesehene Rennen der vergangenen Saison.

3 Olympiasieger (Petter Northug, Dario Cologna, Bernhard Gruber) waren in Gastein dabei.

2 Pro-Tour-Rennen – der Prolog und das Kriterium – wurden in Bad Gastein ausgetragen.

1 Technik (Klassisch) wurde gelaufen.

Was ist Ski Classics?

David Nilsson, Vorsitzender der Ski Classics, freute sich über den neuen Tour-Stopp: „Österreich verkörpert Wintersport und Bad Gastein ist ein Kronjuwel davon. Wir sind stolz, dass wir dort Gast sein durften und damit unsere Marke noch stärker wird“, sagt Nilsson. Um zu verdeutlichen, welche Reichweite Ski Classics hat: 4,2 Millionen TV-Live-Zuschauer waren europaweit in der vergangenen Saison beim meistgesehenen Rennen dabei. Die Ski Classics sind eine Wettkampfserie, die ihren Ursprung in Skandinavien hat, 2011 ins Leben gerufen wurde und Volkslanglaufrennen über Langdistanzen (bis 100 Kilometer) in klassischer Technik für Profis und Amateure umfasst. Große Namen wie Therese Johaug oder eben Cologna finden sich in den Siegerlisten dieser Klassiker. In Gastein wurden verhältnismäßig kürzere Distanzen (15/35 Kilometer) gelaufen, weil es sich um den Prolog handelte.

Fotos und Ergebnisse von Gastein Classics

Foto: Gasteinertal Tourismus GmbH, Christoph Oberschneider

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