Foto beim Weltrekordlauf 2023 in Litauen: Von li. A. Sorokin, hinten P. Wiersma (Comrades-Sieger 2024), re. R.Kancys, im Rennen als Pacer tätig.
Foto beim Weltrekordlauf 2023 in Litauen: Von li. A. Sorokin, hinten P. Wiersma (Comrades-Sieger 2024), re. R.Kancys, im Rennen als Pacer tätig. (Foto: Nord Security)
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Ultralauf: Heimfavorit siegt über 50 km, Japaner dominiert 100 km

Ultralauf in Litauen: 50 km-Sieg für Heimfavoriten Remigijus Kancys.

Beim diesjährigen Ultralauf, auch bekannt als "The World's Fastest Run" aufgrund des Weltrekordlaufs von Aleksandr Sorokin, konnte der litauische Favorit Remigijus Kancys mit einer herausragenden Zeit von 2:49:11 Stunden den 50 km-Lauf für sich entscheiden.

Der frühere Marathonspezialist (Bestzeit 2:12:50 Stunden, Frankfurt 2019) gewann das Rennen mit einem beeindruckenden Vorsprung von fast zehn Minuten vor dem in Berlin lebenden Brasilianer Gabriel Bastos Barros, der nach 2:58:55 Stunden ins Ziel kam.

Kancys, der bereits 2022 Fünfter bei der Europameisterschaft in Spanien und Zehnter bei der Hitzeschlacht der Weltmeisterschaft in Indien über die 50 km-Distanz wurde, bestätigte seine Klasse auch dieses Jahr. Den dritten Platz belegte sein Landsmann Arminas Rimkus mit einer Zeit von 3:20:07 Stunden. Nikita Steiner aus Schweden war die einzige Frau im 50 km-Lauf und kam nach 3:45:22 Stunden ins Ziel.

Japaner Toru Semiya dominiert 100 km-Rennen

Das 100 km-Rennen gewann der Japaner Toru Semiya in einer Zeit von 6:42:19 Stunden. Der 44-jährige Ultraläufer, der eine persönliche Bestzeit von 6:26:36 Stunden hält (aufgestellt als Vierter beim Rekordversuch am Lake Saroma, Japan, 2024), konnte in diesem Rennen nicht ganz an seine Höchstleistung herankommen. Dennoch sicherte er sich den Sieg.

Semiya, der bereits 2023 Asienmeister auf der 100 km-Distanz war und den zweiten Platz beim legendären Spartathlon über 246 Kilometer in Griechenland erreichte, zeigte erneut seine Erfahrung und Ausdauer. Der Pole Dariusz Nozynski folgte ihm dicht auf den Fersen und kam nach 6:44:30 Stunden ins Ziel. Nozynski, der das Warschauer Rennen 2024 für sich entschied und eine persönliche Bestzeit von 6:28:15 Stunden vorweisen kann, bewies auch bei diesem Event seine Stärke.

Als Dritter erreichte der Litauer Tomas Bizimavicius mit 6:48:33 Stunden das Ziel und wurde somit der beste einheimische Teilnehmer. Andrea Pomaranski aus den USA, die einzige Frau im 100 km-Lauf, belegte den siebten Platz mit einer Zeit von 8:50:33 Stunden.

Spannende Aussichten für die 100 km-Weltmeisterschaft

Besondere Beachtung findet der bevorstehende Auftritt von Toru Semiya und Dariusz Nozynski bei der 100 km-Weltmeisterschaft im Dezember in Indien. Beide Athleten werden dort ihren dritten 100 km-Lauf der Saison bestreiten, was ein spannendes Duell auf höchstem Leistungsniveau verspricht.

Nozynski erzielte seine persönliche Bestzeit im Rahmen eines 6-Stunden-Bahnlaufs im April 2024, den er mit 93 gelaufenen Kilometern dominierte. Anschließend legte er als einziger Teilnehmer die restliche Strecke bis zur vollen 100 km-Distanz zurück. Die anstehenden Weltmeisterschaften bieten nun die Möglichkeit, die Form und Ausdauer der beiden Spitzenathleten im direkten Vergleich zu beobachten.

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